Freitag, 18. August 2017


Fairtrade Towns Kampagne knackt die 100

Fair vom Allgäu bis zur Ostsee

Köln, (lifePR) - 21 auf einen Streich - das ist die Zahl der Kommunen, die heute den Titel "100. Fairtrade Town Deutschlands" erhalten. "Als 100. Fairtrade Town ausgezeichnet zu werden, war für viele Kommunen ein großer Ansporn, so dass wir den Meilenstein der Fairtrade-Kampagne bundesweit in vielen Orten gleichzeitig feiern werden", sagte TransFair-Geschäftsführer Dieter Overath. "Das tolle Engagement zeigt, welche Bedeutung der Faire Handel auf lokaler Ebene hat." Auch der Präsident des Deutschen Städtetags Christian Ude würdigt das Engagement der Fairtrade Towns. Städte und Gemeinden könnten einen großen Beitrag zum Erfolg des Fairen Handels leisten, so Ude.

Faire Städte und Gemeinden feiern deutschlandweit

Eine große Zahl will groß gefeiert werden. Darum zeichnet TransFair e.V., Initiator der Kampagne in Deutschland, bundesweit 21 Kommunen in sechs Bundesländern mit dem begehrten Titel "100. Fairtrade Town Deutschlands" aus: In Bayern Bad Wörishofen, Erlangen, Hersbruck, Kelheim, Markt Roßtal, Neubiberg und Wertingen, in Baden Württemberg Amtzell, Biberach an der Riß, Göppingen, Heidenheim und Vaihingen an der Enz. In Niedersachsen erhielt Lüneburg den Titel, in Nordrhein-Westfahlen Gütersloh, Hamm, Nordwalde, Paderborn und Vlotho. 100. Fairtrade Town in Schleswig-Holstein ist Eckernförde und in Thüringen Eisenach und Jena. Alle Kommunen zeigen mit der Auszeichnung: Ob im Rathaus oder in den Schulen, in den Vereinen und Kirchengemeinden, ob in den Geschäften oder der Gastronomie - der Faire Handel gehört hier fest zum Stadtbild.

Deutscher Städtetag und Fairtrade Town Gründer gratulieren

"Alle diese Städte setzen sich gemeinsam dafür ein, dass vor allem den Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika zu gerechteren Arbeits- und Lebensbedingungen verholfen wird", sagte Christian Ude, Präsident des Deutschen Städtetags und Oberbürgermeister Münchens. "Städte und Gemeinden vergeben rund 50 Prozent aller öffentlichen Aufträge und können deshalb mit ihrer Nachfragemacht einen erheblichen Teil zur fairen Vergabe und damit zum Erfolg des fairen Handels beitragen." Schlicht überwältigt vom Erfolg der Kampagne zeigte sich deren Initiator und Gründer Bruce Crowther aus Großbritannien: "Als meine Heimatstadt Garstang im April 2000 zur ersten Fairtrade Town der Welt ernannt wurde, hätte ich es nicht für möglich gehalten, dass es eines Tages über 1000 Fairtrade Towns in 23 Ländern auf allen sechs Kontinenten geben würde. Ich bin begeistert, dass es jetzt 100 Fairtrade Towns in Deutschland gibt und bin gespannt auf den Zeitpunkt, an dem Deutschland Großbritannien überholt."

Mehr Informationen in der digitalen Pressemappe unter www.fairtrade-deutschland.de/pressemappe

www.fairtrade-towns.de

Fairtrade Towns:

Im Jahr 2000 wurde die Stadt Garstang in Großbritannien zur ersten Fairtrade Town weltweit ernannt. 2009 startete die Kampagne in Deutschland. Erste Fairtrade Town wurde Saarbrücken. Inzwischen gibt es über 1000 Fairtrade Towns in 23 Ländern. Fünf Kriterien müssen die Bewerber erfüllen, um den Titel zu erhalten. Es muss eine Steuerungsgruppe gegründet werden, die die Aktivitäten koordiniert und die verschiedenen Institutionen vernetzt. Die Kommunen legen per Ratsbeschluss ihre Teilnahme fest und verpflichten sich, bei Sitzungen und im Rathaus nur noch fair gehandelten Kaffee zu trinken und mindestens ein weiteres Produkt aus Fairem Handel anzubieten. Schulen, Vereine und Kirchen müssen sich ebenso nachweislich engagieren, wie der Einzelhandel und die Gastronomie. Erst wenn eine bestimmte Anzahl an Aktivitäten und Angeboten erreicht ist und die lokale Presse darüber berichtet, erhalten Kommunen die Auszeichnung. Mit ihrem Engagement leisten Fairtrade Towns einen konkreten Beitrag zur Umsetzung der UN Millenniumsziele.

Internationales Netzwerk und Kontrollen:

TransFair gehört zum internationalen Verbund Fairtrade International (FLO), in dem Initiativen aus 23 Ländern und die drei kontinentalen Produzentennetzwerke zusammengeschlossen sind. Unter Beteiligung aller Stakeholder setzt FLO die international gültigen Fairtrade-Standards fest. Zusätzlich unterstützt und berät der FLO e.V. die Produzentengruppen durch lokale Berater. Alle beteiligten Akteure werden regelmäßig von FLO-CERT GmbH kontrolliert. Die Gesellschaft mit Sitz in Bonn arbeitet mit einem unabhängigen, transparenten und weltweit konsistenten Zertifizierungssystem nach den Anforderungen der Akkreditierungsnorm ISO 65 (DIN EN 45011).

TransFair Verein zur Förderung des Fairen Handels in der Einen Welt

Der Verein TransFair e.V. wurde 1992 mit dem Ziel gegründet, benachteiligte Produzentengruppen in Entwicklungsländern zu unterstützen. Als unabhängige Organisation handelt TransFair e. V. nicht selbst mit Waren, sondern vergibt das Fairtrade-Siegel für fair gehandelte Produkte und fördert das Bewusstsein für einen nachhaltigen Konsum. Produkte mit dem Fairtrade-Siegel gibt es bundesweit in 36.000 Geschäften. Über 18.000 gastronomische Betriebe schenken Fairtrade-Kaffee und -Kakao aus. 200 Firmen bieten rund 2000 Fairtrade-Produkte an. www.fairtrade-deutschland.de

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