Montag, 18. Dezember 2017


Deutschlands erste Fairtrade-Schülerakademie fand in Baden-Württemberg statt

Köln, (lifePR) - Am 16. März fand die bundesweit erste Fairtrade-Schülerakademie in Karlsruhe statt, bei der sich über 150 Schülerinnen und Schüler aller Schulformen aus Baden-Württemberg mit Inhalten und Methoden rund um das Thema Fairer Handel beschäftigten. Als geschulte Fairtrade-Botschafter können sie sich nun für den Fairen Handel im Schulalltag und in ihrem Umfeld einsetzen.

Die Schülerinnen und Schüler konnten sich in verschiedenen Workshops weiterbilden. So informierte die Kindernothilfe über die komplexen Ursachen von Kinderarbeit. Zusammen mit dem Entwicklungspädagogischen Informationszentrum EPiZ in Reutlingen entwickelten sie Ideen, wie sich Schule global gestalten lässt. Zudem wurden sie in einer so genannten Fairtrade-Werkstatt zu Fairtrade-Botschaftern ausgebildet. Dort lernten sie Methoden und Instrumente kennen, wie sie andere vom Fairen Handel überzeugen und eigene Aktionen durchführen können.

Die Akademie fand im Rahmen der Kampagne Fairtrade-Schools von TransFair e.V. statt, die in Baden-Württemberg von der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ) koordiniert wird. Eingeladen waren Schülerinnen und Schüler von bereits ausgezeichneten und angehenden baden-württembergischen Fairtrade-Schools. In seinem Grußwort betonte der Umweltdezernent der Stadt Karlsruhe, Bürgermeister Klaus Stapf: „Unser Erfolg als Fairtrade-Stadt ist zu großen Teilen ein Verdienst des langjährigen Engagements der vielen Initiativen, Eine-Welt-Gruppen, Kirchengemeinden und Schulen in Karlsruhe. Den Schulen kommt dabei eine ganz besondere Bedeutung zu. Denn um dauerhaft und nachhaltig für den Fairen Handel und für ein gerechteres Miteinander in der Welt aktiv sein zu können, benötigt Karlsruhe – ebenso wie jede andere Fairtrade-Stadt – vor allem eines: den ‚Fairen Nachwuchs‘.“ Die Stadt Karlsruhe ist selbst seit 2010 Fairtrade-Town und fördert damit gezielt den Fairen Handel auf kommunaler Ebene.

Auch Mira Eberz vom Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg zeigte sich begeistert vom Engagement der jungen Teilnehmer: „Wir als Kultusministerium schätzen insbesondere den ganzheitlichen und aktionsorientierten Ansatz der Kampagne, der das Bewusstsein von Schülerinnen und Schülern für ihre Verantwortung gegenüber den globalen Herausforderungen unserer Zeit stärkt. Besonders gut gefällt uns, dass Schülerinnen und Schüler aller Altersgruppen und Schularten ihre Ideen einbringen und bei vielfältigen Aktionen an ihren Schulen ihren Blick für Fairen Handel, eine gerechtere Weltgesellschaft sowie angemessene Lebens- und Arbeitsbedingungen schärfen.“

Die Schülerinnen und Schüler des Thomas-Strittmatter-Gymnasiums in St. Georgen, einer angehenden Fairtrade-School, freuten sich, mit dabei zu sein. „Ich engagiere mich für den Fairen Handel, weil ich nicht will, dass andere Menschen ausgebeutet werden“, sagte die Schülerin Amelie. Sie sieht die Schülerakademie als gute Gelegenheit, ihr Wissen über den Fairen Handel zu erweitern: „Ich nehme an der Fairtrade-Schülerakademie teil, weil ich Fairen Handel super finde und gerne noch mehr darüber erfahren würde.“

Die Kampagne Fairtrade-Schools in Baden-Württemberg ist ein Projekt von TransFair e.V., unterstützt durch das baden-württembergische Ministerium für Kultus, Jugend und Sport, das Staatsministerium sowie die Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ). Kooperationspartner sind der Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg (DEAB), das Entwicklungspädagogische Informationszentrum EPiZ in Reutlingen / Programm „Bildung trifft Entwicklung“ sowie das Eine-Welt-PromotorInnenprogramm in Baden-Württemberg. 

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