Die Romantische Straße bei der World Trail Conference 2011 in Jeju

Wanderexperten aus allen Kontinenten tagten in Korea

(lifePR) ( Dinkelsbühl, )
Bereits zum zweiten Mal fand im November auf der koreanischen Insel Jeju im Rahmen des Jeju Walking Festivals die World Trail Conference statt, an der zehn Vertreter aus Australien, Kanada, Japan, Korea, dem Libanon und Neu Seeland, Spanien, Großbritannien und den USA teilnahmen. Deutschland wurde auf diesem Kongress durch die Romantische Straße vertreten und stellte den Weitwanderweg von Würzburg nach Füssen vor.

In verschiedenen Gesprächsrunden diskutierten die Vertreter der internationalen Wanderwege, inwieweit deren Aktivitäten einen Beitrag zum Erhalt und zur Rettung der Ressourcen der Natur beitragen und welche Notwendigkeiten seitens der einzelnen Länder notwendig sind, um die installierten Wege und Projekte aufrecht erhalten zu können. Die Situation stellt sich in den einzelnen Ländern sehr unterschiedlich dar, während die meisten Wanderwege kaum in der Lage sind, ihren finanziellen Aufwand zu realisieren, kämpfen andere Teilnehmer mit der Einstellung der Bewohner zur Natur und Tierwelt. Im Libanon fallen zum Beispiel jedes Jahr hunderte Weißstörche auf ihrem Weg zum Winterquartier der Jagdlust der Bewohner zum Opfer, die diese "just for fun" abschießen und dies als Sport betreiben. Wanderer, die aus Glaubensgründen auf dem Jakobsweg, dem ersten europäischen Kultur-Wanderweg, nach Santiago de Compostela unterwegs sind, werden von gänzlich anderen Reisemotiven angetrieben und können sicher sein, auf diesem Weg viele Gleichgesinnte zu treffen und nicht alleine zu sein.

Bei beinahe allen Wanderwegen bestehen ähnliche Problematiken. Zum einen ist die monetäre Ausstattung zu gering, um Verbesserungen an der bestehenden Infrastruktur vornehmen zu können und zum anderen begleitend hierzu verstärkte Vertriebs- und Marketingaktivitäten zu entfalten. Hinzu kommt, dass in vielen Ländern das Interesse am Thema Wandern wenig Interesse bei jüngeren Generationen findet und die freiwilligen Akteure wie Wanderführer und Wegewarte aus Altersgründen zunehmend weniger werden.

Positive Entwicklungen zeigen sich u.a. in Großbritannien, wo einige Regionen das Thema Wandern als Wirtschaftsfaktor erkannt haben und Wanderwege, wie der Norfolk Coast Path und der Appalachian Trail installiert wurden, um die Anzahl der Besucher in den dort vorhandenen Geschäften und Lokalitäten zu steigern. In diesem Zusammenhang herrschte bei allen Diskussionsteilnehmern Übereinstimmung darin, dass das Thema Wandern immer von den damit einhergehenden Themen Essen, Trinken und regionalen Spezialitäten begleitet wird.

In Korea selbst ist die Struktur der Wanderer anders als beispielsweise in Deutschland. Alle Altersgruppen sind dort aktiv, was bei dem Jeju Olle Walking Festival deutlich wurde. Während einer Zeitdauer von 5 Tagen waren mehrere tausend Koreaner auf dem gesamten Streckennetz der Insel unterwegs und entlang der über 50 Kilometer langen Strecke gab es für die Besucher viel zu entdecken: Jeder Ort präsentierte die lokalen Speisen und Getränke, Musik- und Folkloregruppen sorgten für Unterhaltung und die Erzeugnisse aus der Region konnten als Souvenir erworben werden. Unter der Überschrift "It's all about love" versuchten der Veranstalter, die Jeju Tourism Organisation möglichst zahlreiche Besucher zu begeistern, von denen viele anlässlich des Wanderfestivals aus anderen Teilen Koreas auf die Insel kamen. "Walking is becoming a global trend", so der President der JTO, Yang Young-Keun. Seiner Ansicht nach soll der das Festival begleitende Kongress dazu beitragen, ein internationales Netzwerk an Fernwanderwegen aufzubauen mit dem Ziel, den Stellenwert und die Begeisterung für das Thema Wandern in allen beteiligten Ländern zu erhöhen und somit einen nicht unerheblichen Beitrag zur touristischen Wertschöpfung zu leisten.
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