Aufschwung in ostdeutschen Ballungszentren belebt Mieten und Kaufpreise

TLG IMMOBILIEN stellt Jahresvergleich 2006/2012 zum "Immobilienmarkt Ostdeutschland" vor

(lifePR) ( Berlin, )
Mehr Einwohner, höhere Einkommen und sinkende Arbeitslosenquoten: In Ostdeutschland lässt sich mittlerweile ein Muster aus mehreren bevölkerungsstarken Wachstumskernen erken-nen. "Zwar reichen die starken ostdeutschen Regionen bei der absoluten wirtschaftlichen Leis-tungsfähigkeit und bei den Wohlstandskennzahlen bislang nicht an den Westen heran, jedoch bringt die wirtschaftliche Dynamik in den Ballungszentren eine beachtliche Belebung des Im-mobilienmarktes mit sich", resümiert Niclas Karoff, Geschäftsführer der TLG IMMOBILIEN. "Im 7-Jahres-Vergleich von 2006 bis 2012 zeigen sich in den größten ostdeutschen Städten sowohl bei Büro- und Einzelhandels- als auch bei Wohnimmobilien deutliche Aufwärtstrends."

Zum ersten Mal dokumentiert die TLG IMMOBILIEN in einem Vergleich der Jahre 2006 bis 2012 die längerfristige Entwicklung der Immobilienmärkte in den sieben bedeutendsten ost-deutschen Städten Dresden, Erfurt, Jena, Leipzig, Magdeburg, Potsdam und Rostock. Neben den Immobiliensegmenten Büro, Einzelhandel und Wohnen wird dabei auch die Umsatzent-wicklung am Grundstücksmarkt analysiert. Ein gesunkener Geldumsatz bei gleichzeitig gestie-genen Preisen für bebaute und unbebaute Gewerbe- und Wohngrundstücke an allen sieben Standorten ist Zeichen einer Angebotsverknappung seit 2006. "Das gewählte Zeitfenster erlaubt es uns, Miet- und Kaufpreisangaben unabhängig von eventuellen Einflüssen der Wirtschafts- und Finanzkrise miteinander zu vergleichen", so Karoff. Grundlage des 7-Jahres-Vergleichs sind die Daten der Berichte "Immobilienmarkt Ostdeutschland", die die TLG IMMOBILIEN seit 1993 jährlich herausgibt.

Einzelhandelsimmobilien: Der Süden mit Leipzig, Dresden und Erfurt vorneweg

Attraktive Innenstädte und der anhaltende Trend zum Erlebniseinkauf beflügeln die Mieten ins-besondere in den von Passanten hoch frequentierten innerstädtischen 1A-Lagen der ostdeut-schen Großstädte. Vor allem die Premiumflächen sind hier gefragt: In den Geschäftskernen von Leipzig und Dresden reichen die Mietpreisspannen für Flächen bis 100 Quadratmeter mittler-weile bis 120 bzw. 110 Euro pro Quadratmeter. "Damit verfügen die beiden größten Städte Sachsens gegenwärtig über die höchsten Einzelhandelsmieten im Städtevergleich - eine Tat-sache, für die sich auch der Städtetourismus mit seiner hohen Relevanz für Dresden und Leipzig verantwortlich zeigt", erläutert Karoff. Aber auch Erfurt ist führend: Im Segment der grö-ßeren Einzelhandelsflächen ab etwa 150 Quadratmeter in zentraler innerstädtischer Lage und mit einer hochwertigen Ausstattung weist Erfurt 2012 mit Abstand die höchste Miete auf. In der thüringischen Landeshauptstadt reicht die Mietpreisspanne in dieser Kategorie bis zu einer Obergrenze von 80 Euro pro Quadratmeter (Dresden 65 Euro, Leipzig 60 Euro) - noch sechs Jahre zuvor lag die maximale Miete bei vergleichsweise geringen 35 Euro, ein Plus von knapp 130 Prozent. "Neben einer erhöhten Nachfrage und einem knappen Angebot in begehrten La-gen haben häufig Aufwertungsmaßnahmen der öffentlichen Hand oder die Bemühungen von lokalen Zusammenschlüssen der Handelstreibenden dazu beigetragen, dass das Mietniveau in den Innenstädten vielerorts angestiegen ist", sagt Karoff.

Büroimmobilien: Vor allem einfache bis mittelwertige Flächen erfahren Preisanstieg

Sinkende Arbeitslosenquoten und steigende Bürobeschäftigtenzahlen in den großen ostdeut-schen Städten begünstigen die Aufwärtsentwicklung der Büromieten. Es wird allerdings ver-gleichsweise wenig Wert auf Luxus gelegt. Ein Blick auf die verschiedenen Segmente zeigt, dass in erster Linie Büros mit einem einfachen bis mittleren Nutzwert im Betrachtungszeitraum 2006/2012 teurer wurden. Sowohl relativ einfach ausgestattete Büros in Randlagen als auch in bevorzugter, zentraler Lage mit optimaler Verkehrsanbindung wurden im Jahr 2012 fast aus-nahmslos zu einem deutlich höheren Quadratmeterpreis vermietet als noch 2006. Besonders stark stiegen die Preise für Büroflächen dieser Kategorie in Magdeburg und Jena. Konnten ein-fach bis mittelwertig ausgestattete Büros 2006 in Sachsen-Anhalts Landeshauptstadt noch ab 3 Euro pro Quadratmeter gemietet werden, sind es nun 4,20 Euro pro Quadratmeter - ein Plus von 40 Prozent. Das stärkste Plus bei hochwertigen Büroflächen fiel dagegen im Jahresver-gleich 2006/2012 in Rostock mit rund 21 Prozent nur etwa halb so hoch aus.

Wohnimmobilien: Potsdamer wohnen am teuersten, Magdeburger am günstigsten

Egal, ob zur Miete, im Eigenheim, im Reihenhaus oder in einer modernisierten Eigentumswoh-nung im Altbau - die Preise und Mieten sind in Potsdam die höchsten. "Die Nähe zu Berlin, die gute Verkehrsanbindung und der hohe Freizeit- und Erholungswert sind es, die das Wohnen in der Stadt an der Havel im Vergleich zu den anderen sechs analysierten Städten so teuer ma-chen", kommentiert Karoff. In Potsdam werden mittlerweile in der Spitze Mieten für Neubau-wohnungen von 10,50 Euro pro Quadratmeter verlangt (2006: maximal 7,50 Euro). Die mit Ab-stand günstigsten Mietwohnungen in einem Neu- oder Altbau können gegenwärtig in Magde-burg bezogen werden. In der Domstadt ist die monatliche Miete am oberen Ende der Preis-spanne im Neubau seit 2006 sogar gesunken und liegt derzeit unterhalb der 7-Euro-Marke bei 6,80 Euro.

Einzig im Bereich Eigentumswohnungen im Neubau ist Dresden Spitzenreiter. Die Elbmetropole ist beim Preis für Neubauwohnungen im Zeitraum 2010 bis 2012 an den zuvor teuersten Städ-ten Potsdam und Rostock vorbeigezogen. Kosteten Eigentumswohnungen im Neubau in Dres-den 2010 noch 2.900 Euro pro Quadratmeter in der Spitze, werden aktuell nun 4.400 Euro ab-gerufen - ein Plus gegenüber 2010 von knapp 52 Prozent. In Potsdam fiel der Preisanstieg im 2-Jahres-Rückblick mit bis zu rund 9 Prozent nur vergleichsweise leicht aus. In der brandenbur-gischen Landeshauptstadt sind hochwertige Eigentumswohnungen im Neubau 2012 mit einem Spitzenwert von 3.500 Euro pro Quadratmeter sogar 300 Euro günstiger als vergleichbar quali-tative Altbauwohnungen.
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