Jury kürt Gewinner und Nominierte des badischen Architekturpreises

(lifePR) ( Offenburg, )
Die ersten beiden Gewinner und die Finalisten in den fünf öffentlichen Kategorien des Badischen Architekturpreises stehen fest. Am Freitagvormittag hat eine international besetzte Fachjury unter Vorsitz von Dr. Fred Gresens alle Einreichungen gesichtet, geprüft und eine Shortlist mit drei Nominierten pro Kategorie zusammengestellt. Diese Shortlist ist dann im Offenburger Hotel Liberty von Gresens, Badap-Initiator Jürgen Grossmann und Schirmherr Frank Scherer im Beisein aller Jurymitglieder vorgestellt worden.

Der Sonderpreis für grenzüberschreitende Projekte geht an die Passerelle de Deux Rives - die Brücke der zwei Ufer des französischen Ingenieurs und Architekt Marc Mimram, die seit der Landesgartenschau 2004 Kehl und Straßburg verbindet.

Der Nachwuchspreis für angehende Architekten geht an Anne-Catherine Greiner für ihr
Projekt „Naturgut Horner“, eine wegweisende Idee für die Unterbringung von Saisonarbeitskräften. Der Preis ist mit 2000 Euro dotiert.

„Ich hätte nie erwartet, dass wir so viele Bewerbungen bekommen würden. Sowohl von der Quantität wie auch von der Qualität der eingereichten Projekte waren wir alle begeistert“, berichtete der Vorsitzende der Jury, die mit Stars wie Hadi Teherani höchst prominent besetzt ist. 

Die Jury hatte sich im Vorfeld in drei Runden Gedanken über die eingereichten Bauwerke gemacht. Ästhetische Aspekte spielten dabei eine Rolle, technische Besonderheiten aber
natürlich auch Aspekte des Städtebaus und der Nachhaltigkeit. In der ersten Runde hatten die Jury-Mitglieder online die Zahl der Bewerbungen von 241 auf 94 reduziert. Jeder dieser 99 hatte von wenigstens zwei Jury-Mitgliedern Punkte bekommen. Anschließend haben die Jury-Mitglieder alle Projekte noch einmal diskutiert und nach Projekten gesucht, die besonders beispielhaft, innovativ, gut gestaltet und wegweisend für die Zukunft sind. 

Schirmherr Frank Scherer, Landrat des Ortenaukreises und ebenfalls Mitglied der Jury, berichtete von spannenden Diskussionen in der Jury – denn die verschiedenen Entwürfe kamen bei der Jury auch unterschiedlich gut an.

Initiator Jürgen Grossmann freute sich über die große Beteiligung: „Insgesamt sind 241 Vorschläge eingegangen. Es freut mich, dass wir mit diesem Preis ganz offensichtlich einen Nerv getroffen haben: Nicht nur Experten, sondern auch Nutzer, Beobachter und Bewohner haben sich mit spannenden Einreichungen am Wettbewerb beteiligt und bewiesen, dass Architektur nicht ausschließlich ein Thema für Fachleute ist. Die Mischung passt hier einfach. Das Ergebnis der Jury, der ich NICHT angehöre, spiegelt das sehr gut wider.“

Das rege Interesse hat den Initiator des Badischen Architekturpreises, Jürgen Grossmann, dazu bewogen, zwei weitere Kategorien als Ehrenpreis ins Leben zu rufen: Es werde noch einen All Star Award geben. Ihn soll ein international bekannter und erfolgreicher Architekt erhalten, der in der Region Außergewöhnliches gebaut hat. „Mit diesem Preis ehren wir Stars der Architekturszene, die nicht aus Baden kommen, aber bei uns in der Region gewirkt haben. Denn auch sie werten in großem Maße unsere Heimat auf“, erläutert Jürgen Grossmann. „Wer diesen zweiten Ehrenpreis erhält, ist derzeit noch nicht entschieden. Wir haben aber bereits einige spannende Projekte im Sinn.“ 

DIE ERGEBNISSE IN DER ÜBERSICHT

Der Ehrenpreis für identitätsstiftende Architektur wurde am 15. Mai im Rahmen einer Feierstunde in Offenburg an Professor Dr. Hubert Burda verliehen.

Der Sonderpreis für grenzüberschreitende deutsch-französische Architektur geht an:
Marc Mimram – Passerelle de Deux Rives, Kehl

Den Nachwuchspreis erhält
Anne-Catherine Greiner – Naturgut Horner, Schallstadt Mengen

Die Finalisten der öffentlich zu votenden Kategorien sind

Industrie- und Gewerbebau (70 Einreichungen)
Neubau Weingut Keller, Oberbergen – Architekten Geis & Brantner
Brunner Kommunikationszentrum, Rheinau – Architekten Schneider & Schumacher
Autowaschstraße Sundheimer Fort, Kehl – Architekten Wilhelm & Partner

Interior Design (31 Einreichungen)
Vinotorium der Oberkircher Winzer – Echomar
Speicher 7 – Hafenhotel und Bar, Mannheim – Schmucker & Partner
Kreativpark Gründerzentrum, Freiburg – Haller Architekten

Öffentliche Gebäude (45 Einreichungen)
United World College, Freiburg – Peter Kulka Architektur und Holz Architekten
Stadtmuseum Tonofenfabrik, Lahr – heneghan peng architects, Berlin
Kita + im Bürgerpark, Lahr – (se)arch Freie Architekten Stuttgart

Privat (59 Einreichungen)
Parasit, Konstanz – Architektin Gerda Schmidt
Apartmenthaus Saderlacherweg, Waldshut-Tiengen – Duffner Architekten
Umnutzung Tiefgarage zu sechs Reihenwinkelhäusern, Konstanz – Architekt Hans Maier

Ingenieurbauwerke (7 Einreichungen)
Trambrücke Beatus Rhenanus, Kehl – Marc Barani
ZOB Pforzheim – Metaraum
Tunnelbetriebsgebäude Waldkirch – Staatliches Hochbauamt Freiburg

Ab dem 1. Juni bis zum 30. September 2019 werden die Finalisten unter www.badap.de zur öffentlichen Abstimmung freigeschaltet. Das finale Ergebnis setzt sich aus den Stimmen der Öffentlichkeit und der Jury zusammen.

Der erste Badische Architekturpreis wird am 11. Oktober 2019 im Rahmen einer feierlichen Gala im Europäischen Forum am Rhein, am Fuß der Pierre-Pflimlin-Brücke, verliehen. 

Weitere Informationen unter www.badap.de
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