Neue Routen ins Thurgauer Mittelalter

Mit der Faltkarte auf den Spuren von Papst und Pilgern

(lifePR) ( Amriswil, )
Satte grüne Wiesen, kleine Städte, idyllische Dörfer und immer wieder Ausblickspunkte mit herrlichem Bodenseepanorama - das ist der Schweizer Kanton Thurgau. Die landwirtschaftlich geprägte Region ist voller Spuren aus dem Mittelalter, die sich bei Wanderungen und Velo-Touren leicht entdecken lassen. Entlang eines Pilgerwegs und der Richental-Route verraten Museen, Wallfahrtskapellen und Schlösser mehr über die Zeit der Ritter und Burgfräulein. Den Weg weisen zwei neue kostenlose Faltkarten, die an den Tourist Informationen des Kantons ausgegeben und auch bei Thurgau Tourismus bestellt werden können.

Das Pilgerzeichen, die Muschel, findet sich auf vielen Häusern entlang des Schwabenweges. So heisst der Teilabschnitt des Jakobswegs, der von Konstanz / Kreuzlingen über den Seerücken ins Thurtal Richtung Einsiedeln führt. Immer wieder weisen Schilder die restlichen Kilometer nach Santiago di Compostela aus. 2.300 sind es noch am Kloster Fischingen, seit Jahrhunderten vertrauen Pilger hier ihre geschundenen Füsse den heilenden Kräften der heiligen Idda an. Durstige Kehlen erfrischen sich ab diesem Frühjahr mit einem Pilgrim-Bier aus der hauseigenen Klosterbrauerei - der einzigen in der ganzen Schweiz. www.pilgrim.ch

Pilgergraffiti und Suppe aufs Haus

Nahe dem Kloster liegt die Kapelle St. Margaretha in Münchwilen, deren Vorraum mit jahrhundertealten Pilgergraffiti übersäht ist. Wer nicht nur einen Tagesausflug auf der Pilgerroute macht, der kann in Märstätten für nur eine handvoll Franken in der Pilgerherberge des Dorfes übernachten. Die zehn Schlafplätze verteilen sich auf ein Sechser- und ein Viererzimmer in einem Riegelhäuschen mitten im Dorf. In der Gemeinschaftsküche liegt neben dem Gästebuch auch ein Stempel für das eigene Pilgerbüchlein aus. Auch das Gasthaus Engel in Sirnach empfängt seit dem 15. Jahrhundert regelmässig Pilger - und bietet ihnen noch heute eine kostenlose Suppe an.

Ein Weg für Auskundschafter

Als am Bodensee bei einem Kirchenkonzil neuer Papst gewählt werden sollte, ritt Ulrich Richental im Auftrag des Königs auf Erkundungstour in den Thurgau. Er kam zurück mit Nachricht von fruchtbaren Äckern, tüchtigen Bauern und berichtete zudem von der guten Lage direkt am Bodensee. So bekam die benachbarte Stadt Konstanz den Zuschlag für den grössten Kongress des Mittelalters und der Thurgau erinnert an Richental mit einer eigenen Route. Auf dem 200 Kilometer langen Rundweg sind 35 Stationen ausgewiesen, an denen sich Mittelelterliches entdecken lässt. Für Schlechtwettertage, die nicht zum Wandern oder Velofahren taugen wollen, empfehlen sich die Ausstellungen zum Mittelalter im Museum Rosenegg in Kreuzlingen oder auch ein Ausflug ins Historische Museum des Thurgaus in Frauenfeld.

Ziele aus dem Mittelalter für Entdecker und Geniesser

Reizvoll ist die Mischung aus grossen, beliebten Ausflugszielen und versteckten Dorfkapellen, zu denen man sich teilweise beim benachbarten Bauern einen Schlüssel erbitten kann. Kirchen mit prachtvollen Fresken bieten ebenso einen Einblick in das Leben vor 600 Jahren wie der mittelalterliche Patriziergarten von Schloss Arenenberg, das hoch über dem westlichen Bodensee thront. Eine beliebte Station am Richental-Weg ist auch das Wasserschloss Hagenwil. Eine Brücke führt über den Wassergraben in das urige Gemäuer, das eine kleine historische Waffensammlung im Rittersaal und ein charmantes Restaurant beherbergt. Hier kann man (wie in mehreren Thurgauer Gastro-Betrieben) ein Konzil-Menü bestellen: eine Mahlzeit, die nur aus Zutaten zubereitet wurde, die es schon im Mittelalter gab. www.thurgau-bodensee.ch/konzilmenue.

Mit Faltkarten dem Mittelalter auf die Spur kommen

Die kostenlosen Faltpläne "Richentalweg" und "Pilgerweg" zeigen alle Stationen auf einer Karte und fassen die Sehenswürdigkeiten mit Bildern, Informationen, Ausflugs- und Eventtipps zusammen. Gefaltet sind die Karten im A5 Format leicht verstaut und ideale Tourbegleiter. Mit ihrer Hilfe lässt sich leicht eine eigene Konzilroute zusammenstellen. www.konzil-thurgau.ch

Praktische Dienste leistet hierbei auch die Freizeit-App der Ostschweizer Regionalbahn Thurbo, die ebenfalls Informationen zu allen Stationen bereithält. www.thurbo.ch/app
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