Samstag, 21. April 2018


Lindenhof im urmu

Theater macht Stück über Eiszeitkunst

Melchingen, (lifePR) - Die Wiege der Kultur liegt auf der Schwäbischen Alb. Ab März wird der Hobbyarchäologe Schäufele den Theaterbesuchern vor Augen führen „Wo der Mensch wurde“. Zur Vorbereitung der neuen Theater Lindenhof -Produktion machten der Schauspieler Bernhard Hurm und Regisseur Gerd Plankenhorn eine Exkursion ins urmu nach Blaubeuren.

Die Höhlen am Südrand der Schwäbischen Alb gehören zu den wichtigsten altsteinzeitlichen Fundstellen der Welt. Hier entwickelten vor 40 000 Jahren die frühen modernen Menschen nicht nur neue Werkzeugtechniken, sondern schufen auch Kunst: Tier- und Menschenfiguren aus Mammutelfenbein, Schmuck, ja sogar Musikinstrumente wurden gefunden. Nach einem begeisterten Ausflug in die Höhle "Hohle Fels" mit Grabungsleiter Prof. Dr. Nicholas Conard im Sommer 2016, war Intendant Stefan Hallmayer vom Theater Lindenhof klar: "Zur Kulturgeschichte und den Zeugnissen auf der Schwäbischen Alb müssen wir ein Stück machen!" Inzwischen sind die Proben in vollem Gange. Nicht bodenernst, sondern mit einem zwinkernden Auge, wird darin der Hobbyarchäologe Herr Schäufele die Zuschauer mitnehmen zu den kulturellen Wurzeln der Menschheit. Kann man doch eigentlich mächtig stolz darauf sein, dass die Forscher gerade in den Tälern der Ach, Blau und Lone fündig wurden.

Entwickelt wird das Stück von dem Ensemblemitglied des Lindenhof Gerd Plankenhorn, spielen wird den "Schäufele" Bernhard Hurm. Bereits früh traten sie mit dem Mitarbeiter des Urgeschichtlichen Museums (urmu) in Blaubeuren Johannes Wiedmann in Kontakt, der sich intensiv mit dem Leben der frühen modernen Menschen beschäftigt hat und es bestens versteht, dieses anschaulich zu vermitteln. Wie wohnten die Menschen damals? Nur in Höhlen, oder auch in Zelten aus Fell? Wie haben sie gekocht? Was haben sie gegessen? Warum haben sie Kunstwerke geschaffen? All diesen Fragen versuchen die Mitarbeiter im urmu in enger Kooperation mit Wissenschaftlern der Universität Tübingen auf den Grund zu gehen. Vieles konnten sie mit Hilfe von Experimenten herausfinden. Viele Fragen sind noch offen und werden vielleicht nie beantwortet werden. Neben einer exklusiven Führung mit dem Forscher und Museumsmitarbeiter, hatten die Künstler noch die Möglichkeit dem Flötenspiel der Mitarbeiterin Barbara Spreer auf dem Replikat einer Flöte, geschnitzt aus einer Schwanenfeder, zu lauschen. Und so viel kann bereits verraten werden: Ein Musiker wird im neuen Stück auch mit von der Partie sein. Premiere feiert "Schäufeles schwäbische Welt" am 02. März 2017. Einen ersten Einblick ermöglicht die öffentliche Probe am Montag, 27. Februar, 20 Uhr. Karten über die Vorverkaufsstellen und das Kartenbüro im Theater Lindenhof (Tel. 07126/ 92 93 94 oder karten@theaterlindenhof.de) .

Das Urgeschichtliche Museum Blaubeuren

Das Urgeschichtliche Museum Blaubeuren – kurz „urmu“ - ist das zentrale Museum für diese Fundregion. Die weltweit einmaligen Kunstwerke werden in Schatzkammern thematisch vorgestellt. Sie eröffnen Kindern und Erwachsenen einen ganz neuartigen Zugang zur geheimnisvollen Eiszeitkunst. Öffnungszeiten im Winter (1. Dezember bis 14. März): Dienstag und Samstag 14.00 bis 17.00 Uhr, Sonntag 10.00 bis 17.00 Uhr. Mehr Infos unter: www.urmu.de

 

 

 

 

 

Theater Lindenhof

Seit über drei Jahrzehnten bietet das Theater Lindenhof seinem Publikum "Volkstheater im besten, ja allerbesten Sinne" (Stuttgarter Zeitung). Fernab der Metropolen ist dieses Theater zum Inbegriff für ein besonderes Heimattheater geworden: Faszinierende Theaterexkursionen im Freien, Inszenierungen von Klassikern, Umsetzungen lokaler und regionaler Geschichte und Geschichten, große Theaterprojekte mit Bürgern und ein vielseitiges Kleinkunstprogramm - darunter zahlreiche Uraufführungen. Für ihre Inszenierungen erhielten die Theatermacher zahlreiche Auszeichnungen.

Das Theater Lindenhof führt jährlich rund 350 Veranstaltungen durch - davon 230 in Burladingen-Melchingen und 120 an Gastspielorten in ganz Baden-Württemberg, aber auch überregional in München, Hamburg, Berlin oder Recklinghausen. Mit seinen Aufführungen erreicht es jährlich 45.000 ZuschauerInnen, davon 20.000 allein in Melchingen. Das Theater Lindenhof ist seiner Rechtsform nach seit dem 1. Januar 2011 eine Stiftung. Das einzige Regionaltheater wird vom Land Baden- Württemberg, den Landkreisen Zollernalb, Reutlingen, Tübingen und von der Sitzgemeinde Burladingen sowie rund zwanzig Partnerstädten aus dem ganzen Land gefördert.

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