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Pressemitteilung BoxID: 674437 (Theater Lindenhof)
  • Theater Lindenhof
  • Unter den Linden 18
  • 72393 Melchingen
  • https://www.theater-lindenhof.de/
  • Ansprechpartner
  • Simone Haug
  • +49 (7126) 9293-28

Bauhausideen auf der Bühne

(lifePR) (Melchingen, ) Wolfgang Schnitzer und Stefan Hallmayer spüren in einer neuen Lindenhof-Produktion mit Text, Bild und Ton dem Bauhaus nach. Premiere ist am 29. September.

„Je unterschiedlicher und gegensätzlicher die Fähigkeiten der Einzelnen, desto leistungsfähiger das Team und schöpferischer die Resultate“, so die Ansicht von Hannes Meyer, von 1928 bis 1930 Direktor am Bauhaus. Ein Ansatz, wie er aktueller nicht sein könnte, dachten sich Wolfgang Schnitzer, seit 2004 Leiter der Musikschule Steinlach und Stefan Hallmayer, Intendant des Theater Lindenhof Melchingen. Den Musiker und den Theatermacher verbindet eine große Begeisterung für die Bauhausschule. Diese kommt nicht von ungefähr. Beide beleben seit Jahren regelmäßig mit Kultur das in den 1950er Jahren im sachlichen Bauhaus-Stil vom Bauhaus-Schüler Manfred Lehmbruck errichtete Industrieensemble Pausa in Mössingen. Beide Kulturschaffenden verbindet eine Zukunftsvision, nämlich dem Bauhaus-Gedanke folgenden, Kunst, Handwerk und Lehre hier in der Pausa unter einem Dach anzusiedeln. Der Traum eines Kulturzentrums mitten in Mössingen.

In ihrer performativen Klang-Bild-Collage wollen sie unter dem Titel „Das Prinzip Coop“ den Ideen des Bauhauses nachspüren. Bei der intensiven Auseinandersetzung mit Dokumenten aus der Zeit wurde den Produzenten immer deutlicher, wie viel Aktualität die Ansätze besitzen und wie gut sie in die heutige Zeit passen. Auch damals, vor einhundert Jahren, vollzog sich durch beschleunigte technische Entwicklung ein ähnlicher Wandel. Als interdisziplinäre Schule setzten die Bauhäusler auf Internationalität, Kooperation und auf das Zusammenführen unterschiedlichster Kompetenzen. Sie ließen sich ein auf das Miteinander der Gegensätze. Nicht die Angst vor der Zukunft, die oft mit dem Wandel einhergeht, dominierte ihr Handeln, sondern die Lust ihrer Gestaltung unter Verwendung aller zur Verfügung stehenden Errungenschaften, Fachkräften und Materialien. Angetrieben von der Überzeugung, dass der Fortschritt allen Erdenbürger dienen sollte, verfolgten sie einen Weg, auf dem auch heute noch viele Lösungen möglich wären. Sie ließen sich leiten vom utopischen Überschwang und waren überzeugt, die Welt verändern zu können. Mit Texten von Walter Gropius, Mies van der Rohe, Oskar Schlemmer und Hannes Meyer geben Schnitzer und Hallmayer Einblicke in die Ideen der Bauhausschule. Bilder dazu liefert der Künstler Michael Armingeon. Die Klangkompositionen stammen von Wolfgang Schnitzer. Sie selbst sehen es als Bildungsabend, der aber auch akustisch und optisch Unterhaltung verspricht.

Am Freitag, 29.09., 20 Uhr feiert „Das Prinzip Coop“ in der Pausa-Bogenhalle im Rahmen des Mössinger Kulturherbst Premiere. Nochmals aufgeführt wird es am Sonntag, 08. Oktober um 19:00 Uhr. Karten gibt es über das Theater Lindenhof (Tel. 07126/92 93 94, per Mail karten@theater-lindenhof.de oder online unter www.theater-lindenhof.de) sowie über die Vorverkaufsstellen der Region. Die Abendkasse ist eine Stunde vor Vorstellungsbeginn besetzt. Man erreicht sie über die die Mobilnummer 0157 36 18 74 28. Die Organisatoren weisen darauf hin, dass die Pausa-Bogenhalle nicht beheizt ist. Der Mössinger Kulturherbst, veranstaltet vom Theater Lindenhof in Kooperation mit der Stadt Mössingen, bietet noch bis 17.10. ein buntes Programm mit Theater, Kleinkunst, Musik und Kunst.

Das Bauhaus in Mössingen

Die Pausa AG produzierte ab 1919 Textildrucke am Standort Mössingen und war das traditionsreichste und mit bis zu 600 Mitarbeitern größte Unternehmen in der Stadt. In den 1950er Jahren wurde die Produktion an den westlichen Ortsrand verlagert, wo der Bauhaus-Schüler Manfred Lehmbruck mehrere Industriehallen und ein Verwaltungsgebäude neu errichten ließ. In den 1980er Jahren geriet das Unternehmen – wie die Textilbranche in Deutschland insgesamt – in eine Krise. Die Belegschaft wurde langsam reduziert bis die Pausa AG schließlich 2001 Insolvenz anmelden musste und verkauft wurde. Der neue Besitzer musste die Produktion 2004 einstellen. Die meisten der Gebäude auf dem Pausa-Areal wurden 2005 in ihrer Sachgesamtheit unter Denkmalschutz gestellt, ebenso eine bedeutende Sammlung von ca. 80.000 Stoffdruckmustern von namenhaften Künstlern wir HAP Grieshaber und Willi Baumeister. Im Oktober 2006 erwarb die Stadt Mössingen das Pausa-Areal. 2019 wird das Bauhaus 100 Jahre alt. Natürlich haben auch die Stadt Mössingen und das Theater vor, zum Jubiläum auch im Pausa-Areal etwas Besonderes zu bieten. Die Planungen laufen schon.

„Je unterschiedlicher und gegensätzlicher die Fähigkeiten der Einzelnen, desto leistungsfähiger das Team und schöpferischer die Resultate“, so die Ansicht von Hannes Meyer, von 1928 bis 1930 Direktor am Bauhaus. Ein Ansatz, wie er aktueller nicht sein könnte, dachten sich Wolfgang Schnitzer, seit 2004 Leiter der Musikschule Steinlach und Stefan Hallmayer, Intendant des Theater Lindenhof Melchingen. Den Musiker und den Theatermacher verbindet eine große Begeisterung für die Bauhausschule. Diese kommt nicht von ungefähr. Beide beleben seit Jahren regelmäßig mit Kultur das in den 1950er Jahren im sachlichen Bauhaus-Stil vom Bauhaus-Schüler Manfred Lehmbruck errichtete Industrieensemble Pausa in Mössingen. Beide Kulturschaffenden verbindet eine Zukunftsvision, nämlich dem Bauhaus-Gedanke folgenden, Kunst, Handwerk und Lehre hier in der Pausa unter einem Dach anzusiedeln. Der Traum eines Kulturzentrums mitten in Mössingen.

In ihrer performativen Klang-Bild-Collage wollen sie unter dem Titel „Das Prinzip Coop“ den Ideen des Bauhauses nachspüren. Bei der intensiven Auseinandersetzung mit Dokumenten aus der Zeit wurde den Produzenten immer deutlicher, wie viel Aktualität die Ansätze besitzen und wie gut sie in die heutige Zeit passen. Auch damals, vor einhundert Jahren, vollzog sich durch beschleunigte technische Entwicklung ein ähnlicher Wandel. Als interdisziplinäre Schule setzten die Bauhäusler auf Internationalität, Kooperation und auf das Zusammenführen unterschiedlichster Kompetenzen. Sie ließen sich ein auf das Miteinander der Gegensätze. Nicht die Angst vor der Zukunft, die oft mit dem Wandel einhergeht, dominierte ihr Handeln, sondern die Lust ihrer Gestaltung unter Verwendung aller zur Verfügung stehenden Errungenschaften, Fachkräften und Materialien. Angetrieben von der Überzeugung, dass der Fortschritt allen Erdenbürger dienen sollte, verfolgten sie einen Weg, auf dem auch heute noch viele Lösungen möglich wären. Sie ließen sich leiten vom utopischen Überschwang und waren überzeugt, die Welt verändern zu können. Mit Texten von Walter Gropius, Mies van der Rohe, Oskar Schlemmer und Hannes Meyer geben Schnitzer und Hallmayer Einblicke in die Ideen der Bauhausschule. Bilder dazu liefert der Künstler Michael Armingeon. Die Klangkompositionen stammen von Wolfgang Schnitzer. Sie selbst sehen es als Bildungsabend, der aber auch akustisch und optisch Unterhaltung verspricht.

Am Freitag, 29.09., 20 Uhr feiert „Das Prinzip Coop“ in der Pausa-Bogenhalle im Rahmen des Mössinger Kulturherbst Premiere. Nochmals aufgeführt wird es am Sonntag, 08. Oktober um 19:00 Uhr. Karten gibt es über das Theater Lindenhof (Tel. 07126/92 93 94, per Mail karten@theater-lindenhof.de oder online unter www.theater-lindenhof.de) sowie über die Vorverkaufsstellen der Region. Die Abendkasse ist eine Stunde vor Vorstellungsbeginn besetzt. Man erreicht sie über die die Mobilnummer 0157 36 18 74 28. Die Organisatoren weisen darauf hin, dass die Pausa-Bogenhalle nicht beheizt ist. Der Mössinger Kulturherbst, veranstaltet vom Theater Lindenhof in Kooperation mit der Stadt Mössingen, bietet noch bis 17.10. ein buntes Programm mit Theater, Kleinkunst, Musik und Kunst.

Das Bauhaus in Mössingen

Die Pausa AG produzierte ab 1919 Textildrucke am Standort Mössingen und war das traditionsreichste und mit bis zu 600 Mitarbeitern größte Unternehmen in der Stadt. In den 1950er Jahren wurde die Produktion an den westlichen Ortsrand verlagert, wo der Bauhaus-Schüler Manfred Lehmbruck mehrere Industriehallen und ein Verwaltungsgebäude neu errichten ließ. In den 1980er Jahren geriet das Unternehmen – wie die Textilbranche in Deutschland insgesamt – in eine Krise. Die Belegschaft wurde langsam reduziert bis die Pausa AG schließlich 2001 Insolvenz anmelden musste und verkauft wurde. Der neue Besitzer musste die Produktion 2004 einstellen. Die meisten der Gebäude auf dem Pausa-Areal wurden 2005 in ihrer Sachgesamtheit unter Denkmalschutz gestellt, ebenso eine bedeutende Sammlung von ca. 80.000 Stoffdruckmustern von namenhaften Künstlern wir HAP Grieshaber und Willi Baumeister. Im Oktober 2006 erwarb die Stadt Mössingen das Pausa-Areal. 2019 wird das Bauhaus 100 Jahre alt. Natürlich haben auch die Stadt Mössingen und das Theater vor, zum Jubiläum auch im Pausa-Areal etwas Besonderes zu bieten. Die Planungen laufen schon.

Theater Lindenhof

Seit über drei Jahrzehnten bietet das Theater Lindenhof seinem Publikum "Volkstheater im besten, ja allerbesten Sinne" (Stuttgarter Zeitung). Fernab der Metropolen ist dieses Theater zum Inbegriff für ein besonderes Heimattheater geworden: Faszinierende Theaterexkursionen im Freien, Inszenierungen von Klassikern, Umsetzungen lokaler und regionaler Geschichte und Geschichten, große Theaterprojekte mit Bürgern und ein vielseitiges Kleinkunstprogramm - darunter zahlreiche Uraufführungen. Für ihre Inszenierungen erhielten die Theatermacher eine Reihe von Auszeichnungen.

Das Theater Lindenhof führt jährlich rund 350 Veranstaltungen durch - davon 230 in Burladingen-Melchingen und 120 an Gastspielorten in ganz Baden-Württemberg, aber auch überregional in München, Hamburg, Berlin oder Recklinghausen. Mit seinen Aufführungen erreicht es jährlich 45.000 ZuschauerInnen, davon 20.000 allein in Melchingen. Das Theater Lindenhof ist seiner Rechtsform nach seit dem 1. Januar 2011 eine Stiftung. Das einzige Regionaltheater wird vom Land Baden-Württemberg, den Landkreisen Zollernalb, Reutlingen, Tübingen und von der Sitzgemeinde Burladingen sowie rund zwanzig Partnerstädten aus dem ganzen Land unterstützt.