VIDEONALE.14 - Preisverleihung

KfW-Publikumspreis der Videonale: Agnes Meyer-Brandis

(lifePR) ( Köln, )
Das Publikum hat entschieden: Mit deutlichem Abstand haben die Besucher der VIDEONALE.14 unter den 41 ausgestellten Videoarbeiten Agnes Meyer-Brandis' "The Moon Goose Colony" zu ihrem Liebling gewählt. Die Künstlerin bewegt sich mit ihren Arbeiten an der Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft und erforscht die Grenzen zwischen Fakten und Fiktion, Fantasie und Technologie. So auch in "Moon Goose Colony", einer humorvollen Arbeit, in der sie - einer Romanvorlage folgend - eine Gruppe von Gänsen auf ihren Flug zum Mond vorbereitet.

Anlässlich der Finissage am 07. April 2013 verlieh Nicola Müllerschön, Programmleiterin Kunst und Kultur der KfW Stiftung, Agnes Meyer-Brandis den mit 3000 Euro dotierten KfW-Publikumspreis der Videonale. Die KfW Stiftung ist Förderer der Videonale und lobt außerdem den von einer Jury vergebenen Videonale Preis mit einer Dotierung von 5000 Euro aus. "Kunst lebt von Partizipation. Mit dem KfW-Publikumspreis wollen wir die Besucher einladen, aktiv an der Videonale teilzuhaben und uns ihre Favoriten der Ausstellung mitzuteilen.", so Müllerschön. "Wir freuen uns über die hohe Beteiligung an der Abstimmung und gratulieren Agnes Meyer-Brandis sehr herzlich."

Darüber hinaus konnte Müllerschön noch einer weiteren Preisträgerin gratulieren, die unter den zahlreichen Teilnehmern an der Wahl des KfW-Publikumspreises der Videonale ermittelt wurde. Die Gewinnerin erhielt einen Reisegutschein im Wert von 1000 Euro zu einer der Städte der VIDEONALE.14 on Tour, der ebenfalls von der KfW Stiftung gestiftet wurde.

The Moon Goose Colony - Auszug aus dem Text von Nihan Aydin - Videonalekatalog:

Existiert die Spezies der Mond-Gänse? Eine spezifische Entengattung, die als einzige die Fähigkeit besitzt, zum Mond zu fliegen? Agnes Meyer-Brandis beobachtet die Aufzucht einer Generation Mondgänse von dem Schlüpfen aus dem Ei bis zu ihrer Flugtauglichkeit. Dabei nimmt sie den Wortlaut eines 1603 verfassten, fiktiven Romans von Francis Gordon wörtlich, der über Gänse berichtet, die zum Mond fliegen können. Die Entwicklung der Gänse wird in "The Moon Goose Colony" in achtundzwanzig Kapiteln methodisch dokumentiert. Die Rolle der Entenmutter übernehmend, lehrt die Künstlerin den Gänsekindern nicht nur die Grundlagen des Lebens, sondern bildet diese, sich selbst in einen Raumanzug kleidend, zu zukünftigen Astronauten aus. Die Bildsequenzen werden von einer männlichen Stimme begleitet, die anhand des neuzeitlichen Textes und in wissenschaftlichem Jargon das reale Geschehen kommentiert. Die Ernsthaftigkeit der Erzählstimme und der ihre Gänse liebevoll erziehenden jungen Wissenschaftlerin wird konterkariert durch die Skurrilität der Aufnahmen, die bestimmt sind durch das Zusammenspiel von Mensch und Tier, semi-wissenschaftlichen Aufzeichnungen sowie dem Einsatz von Instrumenten aus der Raumfahrt. Konsequent unterläuft der Bildinhalt damit immer wieder das Ansinnen, eine Situation zu schaffen, die einer wissenschaftlichen Versuchsanordnung würdig wäre.

Biographisches zu Agnes Meyer-Brandis:

*1973 in Aachen, GER, lebt und arbeitet in Köln, GER

Studium an der Art Academy in Maastricht, NED, Art Academy Düsseldorf GER, und an der Kunsthochschule für Medien Köln, GER

Ausstellungen [Auswahl]:

2012 Possible Waters, Goethe Instiute Tokyo, JPN Lexus Hybrid Art 2012, Design Center Artplay, Moscow, RUS 2011 Beyond, Kunstraum München, MünchenMunich, GER Of Rocks and Rockets, Fuhrwerkswaage Kunstraum, KölnCologne, GER 2010 Wolkenkern-Scanner - Im Troposphärenlabor, Schering Stiftung, Berlin, GER / glasmoog, KölnCologne, GER
Für die oben stehenden Pressemitteilungen, das angezeigte Event bzw. das Stellenangebot sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo bei Klick auf Bild/Meldungstitel oder Firmeninfo rechte Spalte) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber der Pressetexte sowie der angehängten Bild-, Ton- und Informationsmaterialien.
Die Nutzung von hier veröffentlichten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Bei Veröffentlichung senden Sie bitte ein Belegexemplar an service@lifepr.de.