Montag, 25. September 2017


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München, Passau und Starnberg - die Top Drei beim Krankenstand in Deutschland

München, (lifePR) - Der Landkreis München und die Stadt Passau mit je 2,7 Prozent sowie Starnberg mit 2,8 Prozent hatten vergangenes Jahr bundesweit die niedrigsten Krankenstände. In München war jede Erwerbsperson durchschnittlich 9,9 Tage krankgeschrieben in Passau 10 Tage und in Starnberg 10,1. Das zeigt der aktuelle Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse (TK). Die drei bayerischen Regionen verzeichneten rund ein Drittel weniger krankheitsbedingte Fehlzeiten am Arbeitsplatz als bundesweit mit durchschnittlich 15,2 Fehltagen.

Vier weitere bayerische Regionen unter den besten Zehn

Unter den besten Zehn waren noch vier weitere bayerische Regionen: Die Städte München, Erlangen und Regensburg sowie Vorjahressieger Lindau. Bundesweite Schlusslichter waren laut TK-Gesundheitsreport der Kyffhäuserkreis in Thüringen und Mansfeld-Südharz in Sachsen-Anhalt mit 22 beziehungsweise 23 Krankschreibungstage je Beschäftigten.

Enorme Unterschiede auch in Bayern

In Bayern ist die Spanne ebenfalls enorm. Die höchsten Krankenstände mit jeweils mehr als 18 Fehltage wurden vergangenes Jahr in Kronach und Lichtenfels (beide Oberfranken) und mit 17,9 Tage im niederbayerischen Freyung-Grafenau gemeldet. Muskel-Skelett-Beschwerden waren die Hauptverursacher in allen drei Landkreisen vor den Erkrankungen der Psyche und der Atemwege.

Bei den Spitzenreitern München, Passau und Starnberg verschuldeten psychische Krankheiten die meisten Ausfallzeiten. Es folgten Muskel-Skelett-Probleme und Atemwegserkrankungen. Während diese drei Diagnosen bei den Spitzenreitern rechnerisch etwa fünf Krankschreibungstage je Erwerbsperson verursachten, waren es bei den drei bayerischen Schlusslichtern mit rund neun Tagen fast doppelt so viele.

Rückgang der Krankheitstage in Bayern doppelt so hoch wie im Bund

Im Jahr 2016 fehlte im Schnitt jeder Beschäftigte in Bayern krankheitsbedingt 13,1 Tage am Arbeitsplatz. Das sind 0,3 Tage weniger als im Jahr zuvor. Vor allem die Fehlzeiten wegen Atemwegs- und Muskel-Skeletterkrankungen gingen zurück. Nach dem Rekordhöchststand im Jahr 2015, sanken die Fehlzeiten vergangenes Jahr in Bayern um 2,4 Prozent, bundesweit nur um 1,2 Prozent.

"Betriebliche Gesundheitsförderung scheint gerade bei Muskel- und Gelenkserkrankungen allmählich zu greifen. Die erkältungsbedingten Fehlzeiten richten sich nach der Intensität der jeweiligen Grippesaison. Besorgniserregend sind die weiterhin hohen Fehlzeiten durch psychische Erkrankungen", sagt Christian Bredl, Leiter der TK in Bayern.

E-Mental-Health-Angebote können psychisch bedingte Fehlzeiten reduzieren

Die stärkere Nutzung digitaler Beratungs- und Trainingsprogramme im Internet kann Depressionen lindern. Das zeigt die Studie zum Online-Depressions-Coach der TK. Bredl: "Der Leidensdruck der Teilnehmer hat sich deutlich reduziert. Die erzielten Fortschritte blieben auch zwölf Monate nach dem Programm stabil." Weniger Krankschreibungen und Fehltage seien das Ergebnis. Zudem waren acht von zehn Teilnehmern zufrieden mit dem Depressions-Coach und äußerten ein gesteigertes Wohlbefinden. Damit sogenannte E-Mental-Health-Angebote in der Versorgung zugelassen und erstattet werden können, müssen sie gewisse Qualitätsstandards erfüllen. Die TK fordert hierfür einheitliche Vorgaben von der Politik und verweist auf ihr Positionspapier zur Bundestagswahl (www.tk.de/tk/946276).

Techniker Krankenkasse

Für den Gesundheitsreport 2017 wertete die TK die Krankschreibungen der 4,8 Millionen bei ihr versicherten Erwerbspersonen aus. Dazu zählen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und Empfänger von Arbeitslosengeld I. Für Bayern wurden die Daten von rund 650.000 TK-Mitgliedern ausgewertet. Infografiken zu den Fehlzeiten und regionale Unterschiede stehen unter www.tk.de/tk/215980 zum Herunterladen bereit.

TK-Depressions-Coach: Für die Evaluation wurde eine Stichprobe von 1.089 Teilnehmern des Programms begleitet. Die wichtigsten Ergebnisse der Studie sind in einem 37-seitigen Abschlussbericht zusammengefasst. Alle Informationen dazu unter www.presse.tk.de (Webcode 945720).

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