Polit-X: Vom Digitalpionier zum Branchenprimus

Wettbewerbsvorteile durch digitales Politikmonitoring

(lifePR) ( Berlin, )
Im politischen Betrieb den Überblick zu behalten, ist nahezu unmöglich. Täglich produzieren Politiker Reden, Dokumente und Social-Media-Posts. Polit-X, ein Unternehmen aus Berlin, hat sich in diesem Bereich schon vor zwölf Jahren als erstes die Möglichkeiten der Digitalisierung zunutze gemacht und bietet seitdem Politikmonitoring an. Durch Polit-X wissen Menschen aus Politik, Wirtschaft, Medien, Behörden und Wissenschaft, wann, wo und von wem ihre politischen Themen verhandelt werden. Heiko Schnitzler hat Polit-X 2007 gegründet. Mittlerweile beschäftigt er ein Team von 15 Leuten, kooperiert mit der Nachrichtenagentur dpa und dem Traditionshaus ‚Kürschners Politikkontakte‘. Polit-X ist aus dem Politikbetrieb nicht mehr wegzudenken. Wir haben mit ihm gesprochen.
 
Herr Schnitzler, wie ist die Idee Polit-X entstanden?
Ich selbst habe bereits als Praktikant – damals noch in der Bundeshauptstadt Bonn – kiloweise Parlamentsdrucksachen gesichtet und dann physisch entsorgt. Die konkrete Idee zu Polit-X kam mir dann viele Jahre später in meiner damaligen Agentur für politische Kommunikation. Für alle, die das Politikgeschehen beobachten und daran teilhaben wollten, war es damals ein riesiges Problem, die Fülle an Informationen zu recherchieren und zu filtern. Damals wie heute sind politische Dokumente zwar öffentlich verfügbar, aber kaum jemand hat die Zeit und die Ressourcen, dieses Volumen regelmäßig komplett zu sichten. Es kommen ja stündlich neue Informationen dazu. Für diesen Bedarf wollte ich eine Lösung schaffen, und zwar eine technologische.
 
Digitalisierung ist heute omnipräsent. Als Sie mit Polit-X begonnen haben, war das noch echtes Neuland, oder?
Wir empfinden uns tatsächlich als ein Vorreiter der digitalen Revolution, zumindest beim digitalen Politikmonitoring sind wir ganz sicher Pioniere. Und vielleicht waren wir sogar etwas zu früh dran. Es gab damals Digitalisierung zwar schon als Begriff, aber als Denkmuster war das noch etwas ganz Neues. Das kann man auch schön anhand einer Schlagwortanalyse mit Polit-X demonstrieren. Wenn ich in unseren Datensätzen von 2008 nach dem Begriff Digitalisierung suche, finde ich pro Monat nur eine Handvoll Einträge. Allein im November 2019 wurde der Begriff über 2.500 Mal verwendet. In Parlamentsdokumenten und Ministerien, auf Facebook und Twitter, bei Verbänden und Instituten – im öffentlichen Leben eben.
 
Lobbying gab es schon immer. Und Politikmonitoring gibt es auch schon viel länger als Polit-X. Wie sah das früher aus?
Bevor es Polit-X gab, mussten alle politischen Dokumente 'von Hand' beschafft und ausgewertet werden. Die Abhängigkeit von einer guten Vernetzung der Politikprofis war immens. Deren Expertenwissen ist auch heute noch wichtig, aber Experten wissen auch, dass sie nicht alles wissen können. Gleichzeitig wissen sie, wo sie die wichtigen Informationen finden, diese Lücken schließen wir. Hierzu nutzen wir die Vorteile der Digitalisierung, um den Experten zu mehr Effizienz zu verhelfen und den Politikprofis den Rücken freizuhalten.
 
Was waren die ersten Schritte?
Begonnen habe ich am 6. März 2006 mit einem Newsletter, in dem erstmals alle neuen und online verfügbaren Drucksachen aus Bundestag und Bundesrat zusammengefasst waren. Diesen Newsletter habe ich eine Zeitlang selbst zusammengestellt und verschickt. Jeden Tag, ohne Ausnahme, auch im Urlaub. 2007 habe ich dann ein Internetportal entwickelt, das Neuigkeiten aus den Parlamenten in einer Datenbank bündelt und politische Clippings zu individuellen Kundenthemen tagesaktuell versendet.
 
Wann bekam Ihr Startup dann Ähnlichkeit mit dem heutigen Polit-X?
In meinem Kopf war es schon immer groß, aber mit den immer besser werdenden, digitalen Möglichkeiten und neuen Kooperationspartnern konnten wir auch immer mehr umsetzen. 2015 war die Abgeordnetenanalyse ein Meilenstein in der Produktentwicklung. Später kam dann in Zusammenarbeit mit ‚Kürschners Politikkontakte‘ das Abgeordnetenmonitoring dazu, mit dem Aktivitäten von einzelnen Parlamentariern zu allen denkbaren Themen verfolgt werden können. Inzwischen ist es möglich, ganze Prozessverläufe auf allen politischen Ebenen mithilfe von Polit-X abzubilden. Damit kann man zum Beispiel früh erkennen, ob eine Gesetzesänderung ansteht. Das ist für Interessenverbände und Unternehmen im höchsten Maße relevant. (...)
 
Das komplette Interview finden Sie hier.
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