Freitag, 24. November 2017


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Sønderjyllands Symfoniorkester feiert Reformationsjubiläum mit einem Konzert

Flensburg, (lifePR) - Vor 500 Jahren schlug Martin Luther seine 95 Thesen an das Tor der Schlosskirche in Wittenberg. Sønderjyllands Symfoniorkester feiert dies am 16. November 2017 um 20 Uhr im Festsaal der A.P. Møller Skole in Schleswig mit einer Sinfonie von Mendelssohn aus den Jahren 1829-1830. Sie wurde geschrieben, um nach 300 Jahren einem der Grundpfeiler der protestantischen Reformation zu gedenken, nämlich dem Augsburgischen Bekenntnis zu Luther und Melachthon 1530. Der dänische Dirigent Søren K. Hansen wird das Konzert dirigieren mit dem orchestereigenen Soloviolinisten Andrius Gudaitis.

Die Reformation begann damit, dass Luther seine 95 Thesen an die Schlosskirche in Wittenberg schlug, und hat die Gesellschaft geprägt, in der wir heute leben. Die Thesen setzten sich mit dem Anspruch der katholischen Kirche auf Geldgeschenke und gute Taten, um sich Vergebung von Gott und ein besseres Leben nach dem Tod zu sichern, auseinander; Etwas, mit dem Luther lange unzufrieden war, denn seiner Meinung nach war es ausschließlich Gott, der Schuld verzeihen und vergeben könnte. Außerdem war er nicht der Ansicht, dass die Reichen ein Vorrecht auf die Vergebung Gottes hätten, da Gottes Liebe ja allumfassend sei. Daher wird dies auch als soziale Auseinandersetzung gegen das damalige Gesellschaftsmodell gesehen, in dem die Kirche enorme Macht und Reichtum besaß. Wegen des grade neu erfundenen Druckhandwerks breiteten sich Luthers Thesen blitzschnell in ganz Europa aus. Dies führte letztlich dazu, dass die protestantische Kirche entstand, zu der die lutherisch-evangelische Kirche dazuzählt. Das Augsburger Bekenntnis ist gerade der Brief über das Bekenntnis zur lutherisch-evangelischen Kirche, den Mendelssohn würdigen wollte, indem er als gläubiger Protestant sich stark dazu bewogen fühlte eine Sinfonie zu schreiben ohne Worte oder Texte, welche die protestantische Reformation symbolisiert. In diesem Sinne ist es jene Sinfonie, die der Konzerthöhepunkt sein soll.

Der Dirigent

Der dänische Dirigent Søren K. Hansen wird das Konzert dirigieren, welches neben Mendelssohns 5. Sinfonie auch Bruch und Bach im Programm hat. Søren K. Hansen ist dafür bekannt einer der nachgefragtesten Dirigenten des Nordens zu sein und hat u. a. Den Jyske Opera und Radiokoret dirigiert. Außerdem ist er an Det Jyske Musikkonservatorium als Dozent für Ensemble- und Chorleitung angestellt.

Der Soloviolinist

Andrius Gudaitis ist seit 2002 bei Sønderjyllands Symfoniorkester. Er wurde in Litauen geboren und in Österreich ausgebildet, wo er u. a. mit im Salzburger Mozarteum Orchester und im Wiener Kammerorchester gespielt hat. Er spielt erste Geige und ist Solist für In Memoriam von dem deutschen Komponisten Max Bruch aus der Romantik. In Memoriam ist eine von vielen schönen Violinserenaden, die Bruch schrieb, von denen die meisten eher unbekannt sind, obwohl sie es verdient hätten gehört zu werden.

Es ist eine Gelegenheit für dieses schöne Kirchenkonzert, das romantische Klänge mit dem Flügelschlag der Geschichte zusammenschmilzt in Form einer Auseinandersetzung gegen die heutige ungerechte Macht- und Ressourcenverteilung.

Konzertinformation:
”Reformationskonzert”
Donnerstag der 16. November 2017, 20.00 Uhr in der A.P. Møller Skolen, Schleswig (Tickets: www.ssf-billetten.de) 

Dirigent:          Søren K. Hansen
Solist: Andrius Gudaitis, Geige

Programm:


Schumann: Manfred-Ouvertüre
Bruch: In Memoriam
Bach: 2. Satz aus Musikalisches Opfer


•          Mendelssohn:             5. Sinfonie ”Reformationssinfonie”

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