Gebühren auch für ungenutzte Dispo-Kredite

(lifePR) ( Mainz, )
SWR-Recherchen: Sparkassen in Rheinland-Pfalz verlangen zunehmend Gebühren von Geschäftskunden auch für ungenutzte Dispo-Kredite / Kritik von der Handwerkskammer

Eine Umfrage des SWR hat ergeben, dass die Hälfte der Sparkassen im Land Gebühren für nicht genutzte Dispo-Kredite schon jetzt erhebt oder in Kürze einführen will. Betroffen sind zehntausende Handwerker, Winzer oder Landwirte. Der Sprecher der Handwerkskammer der Pfalz, Bernd Bauerfeld, kritisierte die Praxis, Geld für eine nicht erbrachte Leistung zu verlangen. Bauerfeld sagte dem SWR wörtlich: "Wenn die Banken jetzt beginnen, Gebühren für etwas zu fordern, bei dem der Handwerker nicht eine unmittelbare Gegenleistung wahrnimmt, dann wird das schwer zu vermitteln sein."

Ein Handwerksbetrieb, der seinen Kreditrahmen von 150.000 Euro mehrere Monate nicht voll ausnutzt, zahlt nach SWR-Recherchen mehr als 1.000 Euro pro Jahr. Die Sparkassen argumentieren, dass auch ein ungenutzter Kredit sie Geld koste und man die Kunden jetzt an diesen Kosten beteilige. Bisher haben viele Banken darauf verzichtet, weil sie anderweitig genügend verdient haben - zum Beispiel indem sie die Spareinlagen der Kunden angelegt haben. Aber wegen der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank werfen diese Anlagen immer weniger ab. Von Privatkunden verlangen die Landes-Sparkassen bis jetzt noch keine Gebühr für ungenutzte Dispo-Kredite.
Für die oben stehenden Pressemitteilungen, das angezeigte Event bzw. das Stellenangebot sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo bei Klick auf Bild/Meldungstitel oder Firmeninfo rechte Spalte) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber der Pressetexte sowie der angehängten Bild-, Ton- und Informationsmaterialien.
Die Nutzung von hier veröffentlichten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Bei Veröffentlichung senden Sie bitte ein Belegexemplar an service@lifepr.de.