Montag, 20. November 2017


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Initiative Nachbarn in Europa - Schwerpunkt Polen / Aus einem Event wird System

Nachhaltige Erfolge in 2017: Breslau-Berlin 2016 Europäische Nachbarschaft

Berlin, (lifePR) - 28 Jahre nach dem Fall der Mauer bleibt die Realität gemeinsamer Arbeit und Begegnung zwischen Deutschen und Polen immer noch hinter den Möglichkeiten dieser historischen Chance zurück. Die Stiftung Zukunft Berlin organisiert deshalb mit Stettin, ab Oktober mit Breslau und einige Monate später mit Posen Runde Tische und hat zur  "Europäischen Kulturhauptstadt Breslau 2016" ein ambitioniertes Programm aus rund 20 Einzelprojekten mit Partnern aus Kunst, Kultur, Wissenschaft und Sport realisiert: „Breslau-Berlin 2016. Europäische Nachbarn“ (darunter die „IN BETWEEN FESTIVALS“, die begehbare Installation „LUNETA  2016“, die Kominek-Ausstellung in Berlin, die Sammlungen Marx und Wagener in Breslau sowie eine "Europakonferenz" zur kulturellen Dynamik der EU-Städte sowie – nicht zuletzt – den Kulturzug. Dieser fährt weiter – wie Vieles des in 2016 Begonnenen.

Auch in 2017 entstehen aus dem von der Stiftung Zukunft Berlin (SZB) initiierten und in enger Verzahnung mit den Verantwortlichen für die Kulturhauptstadt Breslau 2016 umgesetzten Gesamtprojekt „Berlin-Breslau 2016. Europäische Nachbarschaft“ erfreulich nachhaltige Ergebnisse und Fortsetzungen. Das Projekt stellte die Verbindungen zwischen Berlin und der polnischen Grenzregion heraus, so dass die Wahrnehmung der nachbarschaftlichen Beziehung fortlaufend gestärkt werden konnte. Das Projekt umfasste neben den beiden Ankerprojekten LUNETA und IN BETWEEN FESTIVALS rund 40 eigenverantwortlich arbeitende Projekte und Veranstaltungsreihen von ca. 30 assoziierten Partnerinstitutionen von Bürgerinnen und Bürgern.

Eines davon ist das Filmprojekt „Wir sind Juden aus Breslau“, das die SZB seit der Entstehung begleitet und unterstützt hat. Nun wurde der 41. Kulturpreis Schlesien des Landes Niedersachsen 2017 in Höhe von 4.000 € der Berliner Produzentin und Regisseurin Karin Kaper zuerkannt. Der renommierte Kulturpreis wird getragen von dem Gedanken der Verständigung und Aussöhnung zwischen Deutschen und Polen. Karin Kaper erhält die Auszeichnung für den aktuell bundesweit und international erfolgreichen Kinodokumentarfilm „Wir sind Juden aus Breslau“, der ein bewegendes Generationenporträt zeigt. Zuvor hatte sich die Regisseurin bereits sehr persönlich in dem Film „Aber das Leben geht weiter“ dem deutsch-polnischen Thema „Flucht und Vertreibung aus Schlesien“ gewidmet. Die Preisverleihung fand statt am 12.8. im Theater Osnabrück.

Ein weiteres Produkt unserer Aktivitäten ist die Verknüpfung zweier Schulen in Berlin und Breslau zur neuen Schulpartnerschaft: das Schadow-Gymnasium (Berlin) und die  Zespol Szkol Nr. 9 in Breslau. Im Oktober 2017 ist ein Besuch der Berliner Schüler in Wroclaw und der Breslauer Schüler in Berlin geplant, verknüpft jeweils mit einem gemeinsamen Workshop. Unter dem Titel „Stadt meiner Träume – Miasto moich marzeń“ wird im Kulturzug als gemeinsames Werkstattprojekt eine Ausstellung der Berliner und Breslauer Schülerplakate präsentiert, die von einer unserer Partnerinstitutionen, dem  Deutsch-Polnischen Jugendwerk, unterstützt wird. Weitere Schulpartnerschaften zwischen Berliner Schulen und Schulen in Breslau und Stettin bahnen sich an. Dabei spielt die „Bücherboxx“, eine private Initiative aus Berlin, eine wichtige Rolle. Sie hat bereits in Schulen in Stettin und Lobez (Wojewodschaft Westpommern) gestanden und wurde soeben in der Schule Nr. 5 in Breslau aufgestellt.

Auch die Initiative „Kulturzug Berlin-Breslau“ ist Gegenstand der erfolgreichen aktiven Unterstützung der SZB in 2016 gewesen und die beteiligten Länder haben die Laufzeit bereits bis Ende 2018 verlängert und jüngst Verstetigung angedacht:

Am 30. Juli fuhren Ministerpräsident Dietmar Woidke und Wroclaws Stadtpräsident Rafał Franciszek Dutkiewicz gemeinsam mit dem Kulturzug und bildeten damit den Auftakt der moderierten Gesprächsreihe „Gespräche in Fahrt“. Die von dem Journalist und Buchautor Uwe Rada moderierte Reise war ein Erfolg dem Motto folgend „Auf dem Weg nach Europa“. Die zweite Begegnung folgt am 20. August, wenn die Ministerin Kathrin Schneider für Infrastruktur und Landwirtschaft und Vize-Marshall Jerzy Michalak mit dem Kulturzug fahren werden. Der Titel dieser Edition lautet: „Zug um Zug. Wir kommen uns näher“.

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