Jugend forscht Bundessieger starten beim EU-Wettbewerb

24. European Union Contest for Young Scientists vom 21. bis 26. September 2012 in Bratislava

(lifePR) ( Hamburg/Bratislava, )
Vier aktuelle Bundessieger von Jugend forscht vertreten Deutschland ab morgen beim 24. European Union Contest for Young Scientists in Bratislava. An dem Nachwuchswettbewerb nehmen in diesem Jahr 123 talentierte junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 37 Ländern teil. Die Jugendlichen präsentieren in zehn Wettbewerbsdisziplinen insgesamt 83 Projekte, die von einer internationalen Expertenjury bewertet werden.

Die deutschen Teilnehmer konnten sich beim Jugend forscht Finale im Mai in Erfurt für den EU-Wettbewerb qualifizieren. Jan Rapp (20) und Timo Schmetzer (18) aus dem baden-württembergischen Ostfildern gehen in der slowakischen Hauptstadt mit ihrem elektronischen Echtzeit-Regelungssystem an den Start, mit dem sich ein Ball auf einer viereckigen Platte balancieren lässt. Eine 3-D-Kamera beobachtet dabei das Rollen des Balles. Diese Bilder werden von einer selbst programmierten Software analysiert und die Platte mit Motoren so gesteuert, dass der Ball nicht herunterfällt. Beim 47. Bundeswettbewerb wurde dieses Projekt aus dem Fachgebiet Mathematik/Informatik mit dem Preis der Bundesministerin für Bildung und Forschung für die beste interdisziplinäre Arbeit ausgezeichnet.

Bei der Vergärung von Biomasse entsteht Wasserstoff, der als Energieträger der Zukunft gilt - allerdings bilden sich dabei auch andere Gase. Der Chemie-Bundessieger Alexander Emhart (19) aus Riedlingen in Baden-Württemberg entwickelte ein druckgestütztes elektrochemisches Verfahren, mit dem sich Wasserstoff sauber abtrennen lässt. Es weist einen sehr hohen Wirkungsgrad auf und beruht dabei auf einem erstaunlich einfachen Prinzip.

Das deutsche Team komplettiert Timm Piper (16) aus Bullay in Rheinland-Pfalz. Dem Physik-Bundessieger gelang es, das Leistungsvermögen eines Lichtmikroskops wesentlich zu verbessern. Durch eine neue variable Beleuchtung und intelligente Bildüberlagerungen kann er extrem kontrastreiche Aufnahmen erstellen. Auf ihnen sind selbst verborgene Details in bester Qualität zu erkennen. Die bereits zum Patent angemeldete Erfindung bietet interessantes Anwendungspotenzial.

Die Jungforscher erhielten im Vorfeld von der Deutschen Forschungsgemeinschaft e. V. (DFG) eine qualifizierte Vorbereitung auf den EU-Wettbewerb, die sie ebenfalls beim Bundesfinale gewonnen hatten. Das Coaching umfasste unter anderem Tipps durch DFG-Experten zur inhaltlichen Weiterentwicklung der Projekte.

Den jungen Wissenschaftlern winken Preise im Gesamtwert von 51.500 Euro sowie Praktika und Forschungsreisen. Die Sieger werden am Dienstag, den 25. September 2012 in einer Feierstunde im Slowakischen Nationaltheater in Bratislava geehrt.

Der European Union Contest for Young Scientists wird von der Europäischen Kommission veranstaltet. Ziel ist die Förderung des wissenschaftlichen Austausches und der Zusammenarbeit zwischen jungen Forschern. Seit Gründung des Wettbewerbs 1989 ist Deutschland mit 19 ersten Preisen die erfolgreichste Nation.
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