Kontakt
QR-Code für die aktuelle URL

Pressemitteilung Box-ID: 925418

Stiftung Gesundheit - Gemeinnützige rechtsfähige Stiftung bürgerlichen Rechts Behringstraße 28 a 22765 Hamburg, Deutschland http://www.stiftung-gesundheit.de
Ansprechpartner:in Frau Jaqueline Kleihaus +49 40 809087217
Logo der Firma Stiftung Gesundheit - Gemeinnützige rechtsfähige Stiftung bürgerlichen Rechts
Stiftung Gesundheit - Gemeinnützige rechtsfähige Stiftung bürgerlichen Rechts

Studie: Akzeptanz für Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) steigt – gleichzeitig bleiben Vorbehalte beim Datenschutz

(lifePR) (Hamburg, )
Zwei Jahre nach der Einführung haben sich Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) in der Patientenversorgung vielerorts etabliert. Mehr als ein Drittel der ambulant tätigen Ärzt:innen hat bereits digitale Therapiehelfer verschrieben, weitere 13,9 Prozent wollen dies in nächster Zeit tun. Gleichzeitig ist der Anteil der Ärzt:innen, die DiGA ausdrücklich nicht einsetzen wollen, von rund 55 Prozent in den Vorjahren auf 34,7 Prozent gesunken. Das zeigen die Ergebnisse der Studie „Ärztinnen und Ärzte im Zukunftsmarkt Gesundheit 2022“.

Klinische Evidenz überzeugt Ärzt:innen

„Nach der anfänglich großen Skepsis ist die Akzeptanz in der Ärzteschaft mittlerweile deutlich gestiegen“, konstatiert Prof. Dr. med. Dr. rer. pol. Konrad Obermann, Forschungsleiter der Stiftung Gesundheit. Die Studie identifiziert auch die entscheidenden Faktoren hierfür: Rund zwei Drittel der Ärzt:innen lassen sich von der klinischen Evidenz überzeugen. Zudem gaben jeweils knapp die Hälfte der Responder an, dass die sich wandelnden Wünsche und Bedarfe der Patient:innen sowie die mittlerweile vorhandene Vertrautheit mit digitalen Diagnostika und Therapeutika ihre Akzeptanz steigere.

Einsatz von DiGA bislang vor allem im psychischen Bereich

Eine überraschende Diskrepanz zeigt sich beim Vergleich zwischen Anwendungsbereichen, in denen Ärzt:innen einen Einsatz von DiGA als sinnvoll erachten, und der tatsächlichen Nutzung: So befürworten Ärzt:innen digitale Therapiemöglichkeiten vor allem im somatischen Bereich, beispielsweise in Form von Tagebuchanwendungen oder Apps, die Vitalparameter aufzeichnen. Tatsächlich eingesetzt werden DiGA nach Angaben der Ärzt:innen jedoch mit Abstand am häufigsten bei psychischen Indikationen: „Das legt nahe, dass die für diesen Bereich angebotenen Apps die vorhandenen Bedarfe derzeit besser abdecken als im somatischen Bereich“, so Prof. Obermann.

Größtes Hemmnis ist weiterhin der Datenschutz

Auch zwei Jahre nach der Einführung sehen allerdings 77,8 Prozent der Ärzt:innen immer noch Hürden, die den Einsatz der Apps auf Rezept erschweren. „Im Vordergrund stehen hier vor allem datenschutzrechtliche Bedenken, gefolgt von Zweifeln an der Wirksamkeit, zu hohen Kosten und auch Zweifeln an der Motivation der Patienten“, berichtet Obermann. Letzte entstünden beispielsweise, wenn Patient:innen die Codes aus Verordnungen nicht einlösten. Technische und organisatorische Probleme spielen dagegen mittlerweile nur noch eine untergeordnete Rolle.

Die Stiftung Gesundheit untersucht seit 2005 mit der Studienreihe „Ärztinnen und Ärzte im Zukunftsmarkt Gesundheit“ Trends und Entwicklungen im Gesundheitssektor. Diese Ausgabe entstand in Zusammenarbeit mit der Informationsgesellschaft DiGA info. Dafür befragte die Stiftung Gesundheit ambulant tätige Ärzt:innen und Psychologische Psychotherapeut:innen und verglich die Ergebnisse mit den Vorgängerstudien aus den Jahren 2020 und 2021. An der Befragung nahmen 2.639 Ärzt:innen teil.

Vorherige Ausgaben finden Sie in der Rubrik „Studien“.

Stiftung Gesundheit - Gemeinnützige rechtsfähige Stiftung bürgerlichen Rechts

Wissen ist die beste Medizin – angespornt von diesem Gedanken setzt sich die Stiftung Gesundheit mit Sitz in Hamburg bundesweit und unabhängig für Transparenz und Orientierung im Gesundheitswesen ein.

Neben ihren satzungsgemäßen Aufgaben führt die Stiftung Gesundheit kontinuierlich Studien durch, wie etwa seit 2005 die Studienreihe „Ärztinnen und Ärzte im Zukunftsmarkt Gesundheit“. Dabei erfasst die Stiftung Stimmung, Meinungen und Erfahrungen der Ärzteschaft und liefert Forschungsergebnisse zu aktuellen Fragestellungen.

Als Basis für zahlreiche Services dient das Strukturverzeichnis der medizinischen Versorgung, das die Stiftung mit großer Sorgfalt aktuell hält. Ebenso nutzen zahlreiche Lizenzpartner das Strukturverzeichnis – darunter Medienunternehmen, gesetzliche und private Krankenversicherungen, Bundesbehörden und Forschungseinrichtungen.

Für die oben stehenden Pressemitteilungen, das angezeigte Event bzw. das Stellenangebot sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo bei Klick auf Bild/Meldungstitel oder Firmeninfo rechte Spalte) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber der Pressetexte sowie der angehängten Bild-, Ton- und Informationsmaterialien. Die Nutzung von hier veröffentlichten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Bei Veröffentlichung senden Sie bitte ein Belegexemplar an service@lifepr.de.
Wichtiger Hinweis:

Eine systematische Speicherung dieser Daten sowie die Verwendung auch von Teilen dieses Datenbankwerks sind nur mit schriftlicher Genehmigung durch die unn | UNITED NEWS NETWORK GmbH gestattet.

unn | UNITED NEWS NETWORK GmbH 2002–2023, Alle Rechte vorbehalten

Für die oben stehenden Pressemitteilungen, das angezeigte Event bzw. das Stellenangebot sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo bei Klick auf Bild/Meldungstitel oder Firmeninfo rechte Spalte) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber der Pressetexte sowie der angehängten Bild-, Ton- und Informationsmaterialien. Die Nutzung von hier veröffentlichten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Bei Veröffentlichung senden Sie bitte ein Belegexemplar an service@lifepr.de.