Die Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt informiert: Rudolf Bahros "Die Alternative" - Eine Kritik des Kommunismus als politische Religion, Vortrag und Gespräch in der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn am 07.12.2017

(lifePR) ( Magdeburg, )
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Ort:        Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn
              An der Bundesautobahn 2, 39365 Marienborn

Zeit:       7. Dezember 2017, 17:00 Uhr

Der Historiker und Philosoph Thomas Schubert stellt am Donnerstag, dem 7. Dezember 2017, um 17:00 Uhr in der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn eine Neubewertung der Schrift „Die Alternative – Zur Kritik des real existierenden Sozialismus“ von Rudolf Bahro vor. Er interpretiert diese als das Dokument einer Politischen Theologie des Kommunismus und den Kritiker Bahro als Reformator dieser marxistisch-leninistischen Religion.

„Die Alternative“ erschien vor 40 Jahren in der Bundesrepublik Deutschland. Der in der DDR lebende Philosoph, Parteifunktionär und Regimekritiker Rudolf Bahro legte damit einen der wichtigsten Texte der marxistischen Opposition im Ostblock vor. Er beschrieb das bestehende Herrschaftssystem als einen oberflächlich veränderten Kapitalismus und forderte eine zweite Revolution zum Aufbau eines wirklichen Kommunismus. Von der SED-Führung verfolgt und inhaftiert, siedelte Bahro später in den Westen über. Seine Ideen lösten weltweite Diskussionen aus. Einige werteten „Die Alternative“ als Meilenstein, andere kritisierten sein fehlendes Interesse für die Einhaltung der Menschenrechte. In der DDR konnte das Buch erst 1990 offiziell erscheinen. Der Versuch einer Rettung des Kommunismus erwies sich jedoch als überholt. Am 5. Dezember 2017 jährt sich Bahros Todestag zum 20. Mal.

Im Anschluss an den Vortrag von Thomas Schubert besteht die Gelegenheit zur Diskussion mit dem Referenten sowie zum gemeinsamen Austausch. Im Gedenkjahr an die Russischen Revolutionen des Jahres 1917 bietet die Auseinandersetzung mit der Hauptschrift Rudolf Bahros aus dem Jahr 1977 einen Anlass, über die Faszination, die Realität und das Scheitern der kommunistischen Ideologie nachzudenken. Die Frage nach der Umsetzung von linken Ordnungsvorstellungen gehört zur deutschen und europäischen Intellektuellengeschichte in Ost und West.

Die Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn ist Teil der Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt.

Seit 2009 wird die Gedenkstätte zusätzlich gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

Das Grenzdenkmal Hötensleben ist seit dem 1. Januar 2004 Bestandteil der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn.

Im Jahr 2011 wurden der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn und dem Grenzdenkmal Hötensleben das Europäische Kulturerbesiegel verliehen.
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