71. Jahrestag der Befreiung des KZ Sachsenhausen: Gedenkveranstaltungen in Sachsenhausen und im Belower Wald

(lifePR) ( Oranienburg, )
Die Gedenkstätte Sachsenhausen und das Internationale Sachsenhausen Komitee erinnern in der Zeit vom 15. bis 18. April 2016 mit zahlreichen Veranstaltungen an die Befreiung der Häftlinge des KZ Sachsenhausen vor 71 Jahren. Zu den Veranstaltungen werden mindestens zehn Überlebende aus Deutschland, Frankreich, Israel, Norwegen Polen, der Ukraine und Ungarn erwartet. Im Rahmen der zentralen Gedenkveranstaltung, die am Sonntag, 17. April 2016, um 15.30 Uhr am Gedenkort „Station Z“ beginnt, werden der Präsident des Internationalen Sachsenhausen Komitees, Roger Bordage, die brandenburgische Kulturministerin Dr. Martina Münch und der Potsdamer Filmemacher und Sozialanthropologe Prof. Dr. Klaus Stanjek sprechen. Die Veranstaltung, die durch den Gofenberg Chor aus Berlin musikalisch begleitet wird, endet mit einer Kranzniederlegung.

Bereits am Vormittag und 10 Uhr wird der Dokumentarfilm „Klänge des Verschweigens“ gezeigt, in dem Klaus Stanjek die Lebensgeschichte seines Onkels Willy Heckmann erzählt, der als Homosexueller im KZ inhaftiert war. Um 11 Uhr steht ein öffentliches Zeitzeugengespräch mit dem ukrainischen Überlebenden Wladimir Woiewodschenko auf dem Programm. Ab 14 Uhr finden dezentrale Gedenkveranstaltungen statt, die unter anderem vom Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg, den Jüdischen Gemeinden Berlin und Oranienburg gemeinsam mit dem Gofenberg Chor sowie den verschiedenen nationalen Sachsenhausen Komitees ausgerichtet werden.

Am Samstag, 16. April 2016, lädt die Gedenkstätte Sachsenhausen um 14 Uhr zu einer Führung durch die Sonderausstellung „‘Das schönste KZ Deutschlands‘“ (‚Lagerarchitekt‘ Bernhard Kuiper). Vom KZ Esterwegen zum KZ Sachsenhausen“ mit dem Kurator Ralph Gabriel ein.

Bereits am Freitag, 15. April 2016, um 14 Uhr wird in der Gedenkstätte Todesmarsch im Belower Wald an den 71. Jahrestag der Befreiung erinnert. Die Wittstocker Landtagsabgeordnete Ina Muhs und ein Vertreter der französischen Amicale werden bei der Gedenkveranstaltung am Mahnmal zu den Anwesenden sprechen. Im Anschluss an die Kranzniederlegung findet ein öffentliches Zeitzeugengespräch mit dem französischen Überlebenden Marcel Suillerot statt. Am Abend wird um 18 Uhr in der Orangerie im Oranienburger Schlosspark zum vierten Mal der von der Stadt Oranienburg und der Gedenkstätte Sachsenhausen ausgelobte Franz-Bobzien-Preis vergeben. Die Laudatio hält Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke.

Am Montag, 18. April 2016, um 10 Uhr findet im ehemaligen KZ-Außenlager Klinkerwerk an der Lehnitzschleuse in Oranienburg eine Gedenkveranstaltung statt. Stiftungsdirektor Prof. Dr. Günter Morsch, der österreichische Botschafter Dr. Nikolaus Marschik und der ukrainische Überlebende Wladimir Woiewodschenko werden zu den Anwesenden sprechen. Anschließend werden am 2015 eingeweihten Gedenkort am Hafenbecken Kränze niedergelegt.

Am 22./23. April 1945. erreichten sowjetische und polnische Soldaten das unmittelbar zuvor von der SS geräumte KZ Sachsenhausen, in dem zwischen 1936 und 1945 mehr als 200.000 Menschen inhaftiert waren. Zehntausende von ihnen starben an den unmenschlichen Haftbedingungen oder wurden Opfer von Mordaktionen der SS. Die Befreier fanden im Lager rund 3.000 kranke Häftlinge vor. Mehr als 30.000 Häftlinge befanden sich zu diesem Zeitpunkt auf einem Todesmarsch weiterhin in der Gewalt der SS, die in dieser Schlussphase nochmals mit besonderer Brutalität Häftlinge ermordete. Mehr als 16.000 Häftlinge mussten sich für einige Tage unter freiem Himmel in einem provisorischen Lager im Belower Wald bei Wittstock aufhalten. Die letzten Überlebenden wurden in den ersten Maitagen befreit.

 Information: www.stiftung-bg.de
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