Lernräume: Bieten sie Schutz für Alle?

(lifePR) ( Berlin, )
Kinder und Jugendliche verbringen den Großteil ihrer Zeit in Bildungseinrichtungen. Damit sie sich frei entfalten können, müssen sie sich dort sicher fühlen. Studien zeigen jedoch: Rund ein Drittel der 12- bis 25-Jährigen gibt an, im Alltag gegenüber anderen benachteiligt und ungerecht behandelt zu werden (Shell-Jugendstudie 2019). Das Jugendgremium youpaN fordert deshalb: Lernorte sollen diskriminierungsfreie Schutzräume werden.  

Strukturelle Diskriminierung reicht bis in unser Bildungssystem hinein: „Wer als Jugendliche*r Benachteiligung erfährt – etwa aufgrund von Herkunft oder der finanziellen Familiensituation –, wird vermutlich auch in Bildungseinrichtungen Diskriminierung erleben, obwohl Lernräume einen besonderen Schutz für alle darstellen sollten“, sagt Fabian Ernstberger, Mitglied des Jugendgremiums youpaN.  

Nachhaltigkeit bedeutet mehr als Umweltschutz 

Das 30-köpfige Gremium berät seit 2017 Entscheidungsträger*innen aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft, wie unser Bildungssystem ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit lehren kann. Koordiniert wird dieser Prozess vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), um das UNESCO-Programm „Bildung für nachhaltige Entwicklung: die globalen Nachhaltigkeitsziele verwirklichen (BNE 2030)” in Deutschland umzusetzen. 

Wir fordern: Stärkere Beteiligung junger Menschen  

Das youpaN hat eine Reihe von Forderungen aufgestellt. Darin benennen die jungen Engagierten die Kernprobleme unseres Bildungssystems und stellen Lösungsvorschläge vor, wie diesen in Zukunft begegnet werden kann. Um das soziale Klima in Schule, Ausbildung oder an der Hochschule zu verbessern, brauchen junge Menschen ein Mitbestimmungsrecht an diesen Lernorten: „Jugendliche wissen am besten, wie man Lernräume schafft, in denen sie sich wohlfühlen. Wir müssen also in deren Gestaltung miteinbezogen werden. Wir wollen in Entscheidungsprozesse eingebunden werden!“, so Fabian Ernstberger. 

"Schulen sind der beste Ort, um zu lernen, wie man nachhaltig handelt und das eigene Umfeld entsprechend mitgestaltet", weiß auch Katja Hintze, Vorstandsvorsitzende der Spendenorganisation Stiftung Bildung, dessen Team für Jugendbeteiligung das youpaN begleitet.

Mehr Geld für Bildung 

Die Themen des Programms „BNE 2030“ orientieren sich an den 17 UN-Nachhaltigkeitszielen. Diese traten 2016 in Kraft und sollen die Entwicklung der Welt bis 2030 in andere Bahnen lenken. Angefangen beim Thema Armutsbekämpfung reichen die UN-Ziele bis hin zu Klimaschutz und Gerechtigkeit. Damit sie im Bildungssystem zum Tragen kommen, heißt es aus Sicht der Jugendlichen: Nachhaltigkeit muss fächerübergreifend in alle Lehrpläne integriert werden und ein umsetzungsorientiertes Lernen im Mittelpunkt stehen. Um ihre Ideen von starken Schüler*innen-Vertretungen, Weiterbildungen für Lehrkräfte und Entscheidungsträger*innen umzusetzen, hat das youpaN auch bereits eine Lösung parat: Mindestens 10% des Bruttoinlandproduktes Deutschlands müsste ins Bildungssystem investiert werden. 
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