Samstag, 26. Mai 2018


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Nachlass von Gertrud und Alfred Arndt erweitert die Sammlung der Stiftung Bauhaus Dessau

Dessau-Roßlau, (lifePR) - Die Stiftung Bauhaus Dessau freut sich, dass sie mit der Unterstützung der Kulturstiftung der Länder und Lotto Sachsen-Anhalt ein umfassendes
Konvolut künstlerischer Arbeiten, Fotografien, Textilien und Architektur-plänen aus dem Nachlass von Gertrud und Alfred Arndt ankaufen konnte.

Die über 550 Objekte spiegeln den Facettenreichtum der Ausbildung am Bauhaus wieder und schließen eine Lücke in der Sammlung der Stiftung Bauhaus Dessau.

Stiftung Bauhaus erwirbt künstlerische Arbeiten von Gertrud und Alfred Arndt

Erstmals hat die Stiftung Bauhaus Dessau einen Teil des Nachlasses von Alfred und Gertrud Arndt erwerben können. Möglich wurde dies durch die Unterstützung der Kulturstiftung der Länder und Lotto Sachsen-Anhalt. Das Konvolut besteht aus über 550 Objekten – Fotografien, Pläne, Grafiken und Textilien. In seiner Vielfalt spiegelt sich auch der Facettenreichtum der Bauhausschule zwischen Kunst, Handwerk, Architektur und Industrie wieder. Da die Werke sich bisher im Privatbesitz befanden, waren sie der Öffentlichkeit kaum bekannt. Für die Stiftung ist der Teilnachlass, der nun von den Erben übernommen worden ist, darum ein Glücksfall.

Alfred Arndt (1898–1976) studierte am Bauhaus in Weimar und in Dessau von 1921 bis 1927 und belegte u.a. den Vorkurs von Johannes Itten. Ab 1930 leitete er die Ausbauabteilung, später Abteilung Bau und Ausbau. 1932 verließ er das Bauhaus, arbeitete als Reklamegrafiker und Architekt.

Gertrud Arndt (1903–2000) begann 1924 ihr Studium der Weberei am Bauhaus und legte 1927 ihre Gesellenprüfung ab. Danach widmete sie sich der Fotografie, fertigte „Maskenportraits“ und Selbstbildnisse an.

Der Teilnachlass umfasst u.a. bemerkenswerte Skizzen, die Alfred Arndt im Vorkurs von Johannes Itten anfertigte, sowie Pläne zum „Haus des Volkes“ (1927) – von der Planung bis zur Ausstattung ein Paradebeispiel für die Arbeitsweise am Bauhaus. Unter den Werken Gertrud Arndts befinden sich Textilien, die Einblick geben in die experimentelle Arbeit in der Weberei, sowie Modern und Vintage Prints. Ihre bisher wenig beachteten Fotografien dokumentieren auch die Zeit am Bauhaus Dessau. 

„Ankäufe wie diese halten unsere Sammlung lebendig. Der Teilnachlass von Gertrud und Alfred Arndt ist für uns ein großer Zugewinn, insbesondere im Hinblick auf die Präsentation der Sammlung im Bauhaus Museum Dessau anlässlich des 100. Jubiläums 2019. Wir danken der Kulturstiftung der Länder und Lotto Sachsen-Anhalt für ihre Unterstützung“, sagt die Direktorin der Stiftung Bauhaus Dessau, Dr. Claudia Perren.

Die Stiftung Bauhaus Dessau sieht eine besonders wichtige Aufgabe in der Dokumentation und Erforschung des Bauhauserbes. Unter den ca. 40.000 Objekten ihrer historischen Sammlung befinden sich auch Werke und ganze Nachlässe von 168 Schülern und Lehrern des Bauhauses.

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