Au-Pair-Kosten mit dem Fiskus teilen!

(lifePR) ( Köln, )
Weltweit freuen sich Schüler über ihren Schulabschluss. Ist dieser in der Tasche, träumen viele vom Abenteuer. Als Au‑Pair können sie genau das erleben. Sie lernen Sprache und Kultur bei einer Gastfamilie im Ausland kennen. Im Gegenzug haben sie ein Auge auf die Kinder der Familie und übernehmen leichte Hausarbeiten.

Gastfamilien stellen den Au-Pairs nicht nur Kost und Logis zur Verfügung. Sie zahlen ihnen auch ein Taschengeld. Daneben können für den temporären Familienzuwachs Vermittlungsgebühren und weitere Kosten, etwa für den öffentlichen Nahverkehr, entstehen. Das Gute dabei: Die Gastfamilien können den Fiskus an ihren Ausgaben beteiligen. Der Steuerberater-Verband Köln erklärt, wie es geht:

Gastfamilien können für die Betreuung jedes Kindes in ihrem Haushalt zwei Drittel der entstandenen Kosten steuermindernd als Sonderausgaben geltend machen. Die Obergrenze beträgt 4.000 € pro Kind im Jahr. Voraussetzung ist, dass die Kinder nicht älter als 13 Jahre alt sind.

Ein Au-Pair packt in der Regel auch im Haushalt mit an: Er räumt etwa die Spülmaschine ein oder erledigt kleine Einkäufe. Auch die Kosten für diese Unterstützung können die Steuerlast mindern. Jedoch gelten hier die Regelungen für sogenannte haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse. Das heißt, nur 20 % der Kosten und maximal 4.000 € im Jahr können Gastfamilien steuerlich geltend machen.

Der Steuerberater-Verband Köln empfiehlt, z.B. in einem Au-Pair-Vertrag zu regeln, welcher Zeitanteil auf die Kinderbetreuung und welcher auf die Hausarbeit entfällt. Ohne eine vertragliche Fixierung geht das Finanzamt von einer Aufteilung von 50:50 aus. Insbesondere, wenn ein Au-Pair mehr als ein Kind betreut, kann sich diese pauschale Annahme nachteilig auswirken.

Um in den Genuss des Steuerbonbons zu kommen, müssen Gasteltern noch Folgendes beachten: Zum einen müssen sie ihre Taschengeldzahlungen auf ein Konto des Au-Pair überweisen und zum anderen über eine Rechnung verfügen. Barzahlungen an einen Au-Pair werden nämlich steuerlich nicht anerkannt!

Sind Sie sich unsicher, welche Kosten Sie ansetzen können? Ein Steuerberater hilft Ihnen gern. Mit dem kostenfreien Steuerberater-Suchservice des Deutschen Steuerberaterverbands e.V. unter www.steuerberater-suchservice.de finden Sie einen Steuerexperten ganz in Ihrer Nähe.
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