Freitag, 22. Juni 2018


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Stadtwerke Hanau nehmen Biomasse-Heizwerk im "Lehrhöfer Park" in Betrieb

Hanau, (lifePR) - Die Stadtwerke Hanau (SWH)  haben in der Lehrhöfer Heide ein neues Biomasse-Heizwerk in Betrieb genommen, das Wohn- und Gewerbebauten im „Lehrhöfer Park“ mit Nahwärme versorgt.  „Das ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg eigene Kapazitäten zur Produktion von Wärme und Strom aufzubauen“, sagte Oberbürgermeister Claus Kaminsky beim symbolischen  Knopfdruck zur Inbetriebnahme. Stadtwerke-Geschäftsführer Steffen Maiwald ergänzte: „Kleinere, dezentrale Anlagen machen uns unabhängiger von der Fernwärmeversorgung durch das Kraftwerk Staudinger“.

Holzpellets erreichen 94 Prozent Wirkungsgrad bei der Verbrennung

Die Biomasse-Anlage arbeitet auf der Grundlage von Holzpellets und erreicht eine Feuerungsleistung von 540 Kilowattstunden. Der Wirkungsgrad des nachhaltigen Brennstoffs liegt bei 94 Prozent. Die Stadtwerke haben in ihren Bau rund 500.000 Euro investiert. Ihr Herz stammt vom Heiztechnik-Hersteller Viessmann. „Für diesen Partner haben wir uns entschieden, weil er und seine Fachhandwerkspartner im Kontext der Energiewende nachhaltige Energieerzeugungsanlagen systemisch und planungstechnisch begleiten“, erklärt Matthias Fernitz, SWH-Bereichsleiter Dezentrale Energie.

Das Gelände des neuen Biomasse-Heizwerkes befindet sich im südlichen Bereich des „Lehrhöfer Parks“ in einem Gebiet, das gemäß Bebauungsplan als eingeschränktes Gewerbegebiet in Wolfgang  ausgewiesen ist.  Die Investoren der Beethoven-Gruppe planen dort bestehende ehemalige Kasernengebäude für Wohn- und Bürozwecke zu vermieten. Diese Häuser sind bereits an das Fernwärmenetz der Stadtwerke angeschlossen gewesen, als die US-Armee sie noch nutzte. Diese Leitungen ermöglichen es, dass die Gebäude künftig vorrangig vom Biomasse-Heizwerk aus versorgt werden. Nur für Spitzenlasten und als Reservekapazität ist es nötig auf Wärmelieferungen von Staudinger oder den Stadtwerke-Heizwerken 1 und 2 in Wolfgang beziehungsweise in Kesselstadt zurückgreifen zu können.

Die Holzpellets lagern die Stadtwerke in einem oberirdischen Stahlcontainer. Mit einem Fassungsvermögen von rund 55 Kubikmetern. Im Container ist ein Holzschrägboden eingebaut, der  den Brennstoff in Richtung Förderschnecke gleiten lässt. Die Pellets werden 14-tägig per Lkw angeliefert. Über eine Entlüftungsleitung wird entstehender Pelletstaub vom Lieferfahrzeig wieder aufgenommen. Die beim Verbrennen entstehende Asche wird mit Förderschnecken ausgetragen und in der Regel alle zehn Tage entsorgt.

Für den durchgehenden Betrieb des Biomasse-Heizcontainers ist es nicht nötig, dass ständig Betriebspersonal anwesend ist.   An- und Abfahrprozess, Dauerbetrieb,  Störungsmeldungen und nötigenfalls das Herunterfahren der Anlage laufen automatisch über den Bereitschaftsdienst der Stadtwerke, der rund um die Uhr verfügbar ist.  Wesentliche Messgrößen wie Betriebszustand, Temperatur und Drücke werden via Internet zur Prozessleittechnik der Stadtwerke übertragen. SWH-Mitarbeiter nehmen darüber hinaus regelmäßige Kontrollgänge vor. „So arbeiten wir effizient, und das Heizwerk ist jederzeit in einem sicheren und betriebsbereiten Zustand“, sagt Geschäftsführer Maiwald.

Der Bau besteht aus einer Trapezblech-Konstruktion mit Lärchenholz-Profilleisten als Fassade. Der Schornstein ist rund acht Meter über Flur  hoch. Das Einhalten der Emissionsgrenzwerte für Staub und Kohlenmonoxid ist gewährleistet.

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