Montag, 20. November 2017


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Richtfest im Gaswerk Augsburg: Das ehemalige Ofenhaus wird zum Theater

Erster Schritt auf dem Weg zum Kreativareal

Augsburg, (lifePR) - Ein erster Meilenstein in der Entwicklung des Gaswerks Augsburg zu einem Zentrum für Kunst- und Kreativwirtschaft ist geschafft: Vertreter von Stadtwerken und Stadt Augsburg, des Theaters, Künstler und beteiligte Baufirmen haben Richtfest für den Umbau und die Erweiterung des Ofenhauses gefeiert. In gut einem Jahr werden in dem imposanten historischen Gebäude Schauspiel- und Ballett-Aufführungen zu sehen sein. „Das ist der Beginn der Entwicklung eines ganz wunderbaren neuen Areals“, erklärte Bürgermeisterin Eva Weber beim Richtfest.

Das ehemalige Gaswerk Augsburg-Oberhausen wird von den Eigentümern, den Stadtwerken Augsburg (swa), zusammen mit der Stadt Augsburg zu einem Zentrum für Künstler, Theater, Kultur- und Kreativwirtschaft entwickelt. Bereits ab Ende 2018 sollen dort neben dem Theater Augsburg auch Künstler und Kulturschaffende einziehen. In weiteren Ausbaustufen entstehen außerdem Gewerbeeinheiten für Unternehmen und Start-Ups der Kultur- und Kreativwirtschaft.

Das Augsburger Gaswerk von 1915 ist als historisches Ensemble weitgehend erhalten und gilt als Industriedenkmal von europäischem Rang. Seit es 2001 endgültig stillgelegt worden ist, haben die swa als Eigentümer jährlich rund 500.000 Euro nur in den Erhalt der Gebäude gesteckt. Dazu kam die Altlastensanierung, die Anfang 2016 mit der letzten und größten Maßnahme für rund 3,4 Millionen Euro abgeschlossen wurde. „Jetzt sind wir dabei das Gelände zu entwickeln und können sinnvolle Ausgaben tätigen, die sich langfristig für alle auszahlen werden“, so swa-Geschäftsführer Alfred Müllner beim Richtfest.

Schauspiel und Tanztheater im Ofenhaus

In der laufenden ersten Bauphase wird für rund 20 Millionen Euro das sogenannte Ofenhaus umgebaut und erweitert. Bis Herbst 2018 entsteht in dem historischen Gebäude samt sechsstöckigem Neubau die Interimsspielstätte des Theaters Augsburg. Während der sechsjährigen Umbauzeit des Theaters am Kennedy-Platz werden dort das Schauspiel und das Tanztheater einziehen. Neben einem Theater mit Platz für 240 Zuschauer gibt es einen Ballettsaal sowie Werkstätten und Büros auf insgesamt rund 5.500 Quadratmetern.

In dem Neubau sind auf einer Etage rund 700 Quadratmeter für Künstlerateliers vorgesehen. Im Erdgeschoß im historischen Teil entsteht außerdem eine Gastronomie auf rund 650 Quadratmetern. Die Stadt Augsburg mietet die Flächen für das Theater und die Künstler von den swa und betreibt diese in Eigenregie. Unmittelbar neben dem Ofenhaus wird ein Parkhaus mit rund 380 Stellplätzen gebaut.

Freie Szene, Start-Ups und Unternehmen an einem Ort

Die nächsten Bauabschnitte und Sanierungen auf dem Gelände sehen weitere Ateliers und Übungsräume für Künstler, Kreative und Musiker bis zu insgesamt 5.0000 Quadratmeter vor. In weiteren Gebäuden werden Flächen für Unternehmen der Kultur- und Kreativwirtschaft angeboten. Das Spektrum reicht von Designern, Software-Entwicklern, Start-Ups oder Architekturbüros bis zu Handwerksbetrieben.

Dafür wird auch eine ganze Reihe neuer Gebäude auf dem Areal entstehen. Schließlich geht es für die Stadtwerke darum, ein Zentrum zu schaffen, an dem sich Kreative und freie Kultur mit dem Theater Augsburg, mit etablierten Unternehmen der Kultur- und Kreativwirtschaft sowie jungen Star-Ups an einem Ort vernetzen und gegenseitig bereichern können.

„So wollen wir das Gelände Schritt für Schritt entwickeln, langfristig interessant für Kunst-, Kulturschaffende und Unternehmen der Kultur- und Kreativwirtschaft machen und für die Bürger öffnen“, so swa-Geschäftsführer Dr. Walter Casazza. Ein Musik-Club könnte sich dabei ebenfalls auf dem Gelände ansiedeln, wie weitere Gastronomie.

Ein attraktiver Raum für alle Bürger

Mit Grünflächen und Einrichtungen für Freizeitaktivitäten soll das Gelände für alle Bürger eine hohe Aufenthaltsqualität bekommen. „Mit der Spielstätte für das Theater entsteht im Übrigen eine dauerhafte Bühne, die auch dann weiter genutzt werden kann, wenn das Theater nach der Renovierung in sein Stammhaus am Kennedy-Platz zurückziehen wird“, so Casazza.

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