lifePR
Pressemitteilung BoxID: 344769 (Stadtverwaltung Offenbach)
  • Stadtverwaltung Offenbach
  • Berliner Straße 100
  • 63065 Offenbach
  • https://www.offenbach.de

Senza Piano: Wissels Welt

(lifePR) (Offenbach, ) Neue Musik in Offenbachs höchstgelegenem Kammermusiksaal: Die Konzertreihe „Senza Piano“ im Konferenzsaal der Sparkasse Offenbach präsentiert am Montag, 10. September, 19 Uhr, wieder „Wissels Welt“, die jährliche Hommage an einen Komponisten der zeitgenössischen Musik gemischt mit spannendem Traditionellen. Der charismatische Schlagzeuger Christian Wissel ist wieder Gastgeber des Konzerts und widmet gemeinsam mit Hannes Reich am Cello in diesem Jahr dem vor zehn Jahren verstorbenen Würzburger Komponisten-Nestor Bertold Hummel ein hoch interessantes Programm. Karten gibt es im OF InfoCenter, Salzgäßchen 1, zum Preis von 18 Euro, ermäßigt 12 Euro.

Hummel, der in seinem Schaffen Sakrales und Spektakuläres, Poetisches und Packendes vereint, kommt dabei insbesondere mit Kammermusik für Vibraphon sowie Cello – das Hummel selbst bestens spielte – zum Tragen. Aus dem religiös inspirierten Werk Hummels erklingen unter anderem „Fünf Anrufungen“ für großen, eminent farbenreichen Schlagwerkaufbau, gefolgt von Hummels „Fantasia“ für Violoncello solo und einem Duett der Mozartzeit von Karl Ditters von Dittersdorf, ursprünglich für Bratsche und Bass geschrieben, das Wissel für Vibraphon und Cello bearbeitet hat. Faszinierende Miniaturen folgen von dem aktuellen Komponisten Martin Bresnick, der Franz Kafkas letzte Erzählung „Josefine, die Sängerin oder Das Volk der Mäuse“ für die Duobesetzung geschrieben hat.

Christian Wissel, der den Abend auch wieder moderieren wird, spricht gliedernd die Kafka-Texte. Zum Schluss des Abends erklingt Bertold Hummels „Asiago“ für Cello und Vibrafon, das vorletzte Stück seines Werks überhaupt und für Wissel „wahrscheinlich eines der besten Stücke, die er je geschrieben hat!“ – mit einer entsprechend intensiven Interpretation darf gerechnet werden.

Christian Wissel ist Schlagzeuger bei der Staatsphilharmonie Nürnberg. Er studierte an den Musikhochschulen in Würzburg und Trossingen und besuchte internationale Meisterkurse. Er pflegt Solo- und Kammermusikprojekte, musiziert unter anderem regelmäßig beim „Ensemble Kontraste“ und dem „Ensemble Modern“. Vor seinem Engagement in Nürnberg war er bei den Würzburger Philharmonikern, dem Staatsorchester Stuttgart, und den Dortmunder Philharmonikern unter Vertrag.

Der Cellist und Dirigent Hannes Reich studierte an der Musikhochschule Trossingen und der Sibelius-Akademie in Helsinki. Er ist Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes und wurde 2011 in das Dirigentenforum des Deutschen Musikrats aufgenommen. Er spielte in verschiedenen Orchestern wie der Jungen Deutschen Philharmonie oder der Bayerischen Kammerphilharmonie und widmet sich der Kammermusik in unterschiedlichen Besetzungen, insbesondere auf dem Gebiet der Neuen Musik. Neben reger Konzerttätigkeit als Cellist dirigierte er beispielsweise die Südwestdeutsche Philharmonie Konstanz, die Kammerphilharmonie Graubünden, den Chor und das Sinfonieorchester der Musikhochschule Trossingen. Bei den Abschlusskonzerten des Off-Programms „Next generation“ der Donaueschinger Musiktage hatte er Auftritte mit Rundfunkaufnahmen des SWR als Cellist und Dirigent.