Hiob

Zwischen Hoffnung und Zerrissenheit

(lifePR) ( Bremerhaven, )
In einem jüdischen Schtetl lebt der Lehrer Mendel Singer mit seiner Frau Deborah und vier Kindern ein genügsames Leben. Der Letztgeborene, Menuchim, kann mit zehn Jahren nur ein einziges Wort sprechen. Deborah sucht Hilfe bei einem Wunderrabbi, der den Eltern rät, Menuchim nicht aufzugeben. Als die Söhne Schemarjah und Jonas zur Musterung für die Armee befohlen werden, flüchtet Schemarjah nach Amerika. Während Jonas und seine Schwester Mirjam ihre eigenen Wege finden, sich dem streng religiösen Vater zu entziehen, kühlt die Liebe zwischen Mendel und Deborah langsam ab.

Die Einladung von Schemarjah nach New York kommt da gerade Recht: Er nennt sich jetzt Sam und hat sich ein neues Leben aufgebaut; nun wolle er seine Familie nachholen. Mendel schöpft Hoffnung auf einen Neubeginn. Nach dreitägiger Zugfahrt besteigen Mendel, Deborah und Mirjam in Bremerhaven ein Schiff. Menuchim lassen sie im Schtetl zurück. Während die beiden Frauen im geschäftigen Treiben New Yorks schnell Fuß fassen können, hadert Mendel mit der neuen Situation. Seine Gedanken kreisen um Menuchim. Als Deborah schließlich stirbt und er Schemarjah an den Krieg verliert, hat Mendel keine Kraft mehr: In höchster Not beginnt er, dem alttestamentarischen Hiob gleich, an seinem Gott zu zweifeln. Doch dann begegnet ihm unverhofft etwas Wunderbares.

Wie viel Leid erträgt ein Mensch?

Hiob, nach dem 1930 erschienenen Roman von Joseph Roth, ist die Geschichte eines einfachen Mannes und seiner in Russland lebenden jüdische Familie, die Anfang des 20. Jahrhunderts dramatische Schicksalsschläge erleiden muss.

Roths poetische Sprache erzählt von Emigration und Heimatlosigkeit, tiefem Glauben und Zweifel, Identitätssuche und Hoffnung in politisch schwierigen Zeiten. Die biblische Geschichte von Hiob, der zum Sinnbild eines vom Schicksal geschlagenen Menschen wurde, diente Roth als Motiv für Mendel Singer, für einen Menschen, der voller Gottvertrauen gelebt hat und am Ende völlig verlassen ist. Doch was bleibt, wenn man alles verliert?

Hiob stellt aber auch die Frage danach, was Migration, die es zu allen Zeiten gegeben hat, mit Menschen macht. Mendel ist zerrissen zwischen dem Gefühl der Zugehörigkeit zu seiner Herkunft und der Hoffnung auf einen Neuanfang in Amerika, obwohl ihn dieser entwurzelt und ihm den Halt raubt. Es ist die Lebensgeschichte einer Familie mit den archetypischen Problemen der menschlichen Existenz. Ein bewegenden Stück Weltliteratur, das nun in Bremerhaven auf die Bühne kommt.

HIOB
von Joseph Roth / Fassung von Koen Tachelet

Inszenierung               Thomas Oliver Niehaus
Bühne & Kostüme      Geelke Gaycken
Musik                         Patrick Schimanski
Dramaturgie               Peter Hilton Fliegel

Mit: Frank Auerbach (Mendel Singer), Isabel Zeumer (Deborah Singer), Max Roenneberg (Schemarjah, Menkes), Marc Vinzing (Jonas, Groschel), Elif Esmen (Mirjam), Naemi Latzer (Menuchim), Henning Bäcker (Doktor, Rabbi, Bauer Sameschkin, Kapturak, Kosak, Mac, Mr. Glück, Psychiater, Skowronnek)

PREMIERE                     29.09.2018 um 19:30 Uhr  / Großes Haus

WEITERE TERMINE:
03.10.2018 um 19:30 Uhr / 06.10.2018 um 19:30 Uhr / 13.10.2018 um 19:30 Uhr / 19.10.2018 um 19:30 Uhr / 25.10.2018 um 19:30 Uhr / 28.10.2018 um 19:30 Uhr

Karten: 15,00 EUR bis 36,00 EUR
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