Stadtsparkasse München: Gewinnausweitung um 22 Prozent

Mio. Euro Gewinnausschüttung an die LH München und Sonderzahlung von insgesamt 2,5 Mio. Euro für alle Mitarbeiter / Dynamisches Kreditwachstum im Firmenkundengeschäft / Kundeneinlagen steigen um 3,3 Prozent

(lifePR) ( München, )
Die Stadtsparkasse München behauptet sich im Geschäftsjahr 2012 erfolgreich mit guter Leistung in einem anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfeld. Gegenüber dem Vorjahr ist das Betriebsergebnis nach Bewertung und vor Veränderung der Vorsorgereserven deutlich gestiegen, nämlich um rund 22 Prozent auf 121 Mio. Euro. Infolge eines kräftigen Wachstums des Kreditvolumens und Zugewinnen auf der Einlagenseite erhöhte sich die durchschnittliche Bilanzsumme (DBS) auf 15,7 Mrd. Euro (2011: 15,3 Mrd. Euro). Damit ist Bayerns größte Sparkasse gemessen an der Bilanzsumme weiterhin die Nummer fünf in Deutschland.

"Mit der Leistung unseres Hauses sind wir insgesamt zufrieden", resümierte Harald Strötgen, Vorstandsvorsitzender der Stadtsparkasse München bei der Präsentation der Geschäftszahlen 2012. "Wir haben unsere Planziele in vielen Geschäftsfeldern erfüllt, teilweise sogar übertroffen." Wegen des guten Geschäftsergebnisses schüttet das städtische Tochterunternehmen 5 Mio. Euro des Gewinns direkt an die Landeshauptstadt München aus. Seit der ersten Zahlung 2006 hat die Stadtsparkasse insgesamt bereits 33 Mio. Euro an ihren Träger überwiesen. Das Geld ist für soziale Zwecke bestimmt.

Als Dank für ihre gute Leistung hat die Belegschaft zudem und zum sechsten Mal in zehn Jahren eine Sonderzahlung von 1.000 Euro je Vollzeit beschäftigtem Mitarbeiter erhalten, Teilzeitbeschäftigte und Auszubildende entsprechende Teilbeträge.

Trotz guter Leistung konnte die Stadtsparkasse München nicht ganz an frühere Rekordergebnisse anknüpfen. Grund dafür ist die anhaltende Niedrigzinsphase an den Kapitalmärkten, die branchenweit dafür sorgt, dass die Erträge aus dem Bankgeschäft zurückgehen. "Wegen der Auswirkungen auf unsere Erträge beobachten wir die aktuelle Zinssituation genau", so Strötgen. Die niedrigen Zinsen seien zwar kurzfristig dazu geeignet, ein Finanzsystem zu stabilisieren. "Auf lange Sicht können sie das Gegenteil bewirken", warnte der Chef der Stadtsparkasse.

So sank der Zinsüberschuss des Münchner Kreditinstituts gegenüber dem Vorjahr um knapp 10 Prozent auf 286 Mio. Euro. Das Provisionsgeschäft blieb mit 77 Mio. Euro stabil gegenüber 2011. Trotz eines konsequenten Kostenmanagements erhöhte sich der Verwaltungsaufwand leicht um 4 Mio. Euro bzw. 1,5 Prozent auf 247 Mio. Euro. Der Anstieg resultiert aus den Kosten der tariflichen Lohnerhöhung und der Sonderzahlung an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Infolge der gesunkenen Erträge aus dem Kerngeschäft geht die Eigenkapitalrentabilität bezogen auf das Betriebsergebnis vor Bewertung auf 9,0 Prozent zurück (2011: 10,7 Prozent). Bezogen auf das Betriebsergebnis nach Bewertung verbesserte sich das städtische Kreditinstitut von 7,2 Prozent im Vorjahr auf jetzt 8,6 Prozent. Die Cost-Income-Ratio stieg auf 66,3 Prozent (2011: 62,4 Prozent).

Nach Abzug der gewinnabhängigen Steuern wird die Stadtsparkasse München voraussichtlich einen Jahresüberschuss von 55 Mio. Euro ausweisen. Nach der Gewinnausschüttung an die LH München verbleiben somit 50 Mio. Euro, die dem Eigenkapital zugeführt werden. Die Rücklagen wachsen damit von 1,328 Mrd. Euro auf 1,378 Mrd. Euro an.

Das Gesamtkreditvolumen erhöhte sich um 8,7 Prozent auf 10,5 Mrd. Euro (2011: 9,6 Mrd. Euro). Kredite an Unternehmen und Selbstständige stiegen um 15,9 Prozent auf 5,1 Mrd. Euro, Kredite an Privatkunden um 5,9 Prozent auf ebenfalls 5,1 Mrd. Euro. Das dynamische Wachstum im Kreditgeschäft resultiert vor allem aus dem Boom bei Baufinanzierungen, der quer über alle Kunden- und Vertriebsbereiche hinweg anhält. Mit 1,7 Mrd. Euro hat die Stadtsparkasse München 430 Mio. Euro mehr Baugeld zugesagt als im Jahr zuvor. Das entspricht einer Steigerung von gut 33 Prozent (2011: 1,3 Mrd. Euro). Bezogen auf die 7.100 abgeschlossenen Verträge liegt das Plus bei 16 Prozent. Zum überdurchschnittlichen Kreditwachstum haben unter anderem auch Neuabschlüsse von risikoarmen Gewerbeimmobilienfinanzierungen beigetragen sowie großvolumige Gewerbedarlehen, insbesondere Schuldscheindarlehen.

Auch für Existenzgründer bot das vergangene Jahr gute Erfolgsaussichten. Das vor zehn Jahren gegründete Spezialistenteam der Stadtsparkasse München hat 2012 so vielen Jung-Unternehmern die berufliche Unabhängigkeit ermöglicht wie noch nie. Im Schnitt schloss das öffentlich-rechtliche Kreditinstitut Woche für Woche zwei Gründungsfinanzierungen ab. Rein rechnerisch setzt sich die Finanzierungssumme je zur Hälfte aus einem Bankdarlehen und öffentlichen Fördermitteln zusammen, sechs von zehn Gründern erhalten neben dem Bankdarlehen auch ein Förderdarlehen.

Im Privatkundengeschäft hat die Stadtsparkasse München 2012 erfolgreich neue Produkte und Dienstleistungen eingeführt. Das "mitwachsende Konto" und das "Führerscheinsparen" sind attraktiv verzinste Sparkonten speziell für Kinder und Jugendliche. Zudem hat die Stadtsparkasse München ihr Angebot für vermögende Kunden um eine wichtige Dienstleistung ergänzt, nämlich die Vermögensverwaltung. Sie ist dazu eine Kooperation mit der renommierten Berenberg Bank eingegangen, die für über 100 Sparkassen in Deutschland als Vermögensverwalter auftritt.

Damit Kunden der Stadtsparkasse München stets wählen können, ob sie eine der 89 bedienten Filialen im Stadtgebiet besuchen oder per Telefon oder Internet mit ihrer Hausbank in Kontakt treten möchten, hat Bayerns größte Sparkasse ihren Direktservice beträchtlich ausgeweitet. So haben 2012 Kunden bzw. Neukunden der Stadtsparkasse erheblich mehr Girokonten und Festgeld-Konten über das Internet eröffnet als im Jahr zuvor. Zusätzlich hat die Stadtsparkasse München neue Dialogmöglichkeiten zwischen Berater und Kunde eingerichtet, zum Beispiel einen Internet-Chat.

Einer der Schwerpunkte der Personalpolitik ist die Frauenförderung. Mit Teilzeitangeboten und Betreuungsplätzen für Kinder unterstützt die Stadtsparkasse München die zahlreichen, gut ausgebildeten und qualifizierten Mitarbeiterinnen dabei, Beruf und Familie miteinander zu vereinbaren. 2012 ist der Anteil weiblicher Führungskräfte bereits von 24 Prozent auf 27 Prozent gestiegen.

Um ihren Mitarbeitern und den Münchnerinnen und Münchnern Wohnraum zu fairen Preisen anbieten zu können, investiert die Stadtsparkasse München weiter in ihren Immobilienbestand. Insgesamt 180 Mio. Euro hat die Stadtsparkasse für neue Immobilienobjekte bereitgestellt, davon sind 115 Mio. Euro bereits abgerufen bzw. fest verplant. Der Bestand der Stadtsparkasse wächst damit auf über 1.700 Wohnungen an. Alle Wohnimmobilien unterliegen dem Münchner Mietspiegel.

Die Förderung der Stadtsparkasse München, der fünf von ihr gegründeten Stiftungen und die Gewinnausschüttung an die Landeshauptstadt München zusammengerechnet ergibt sich ein Gesamtbetrag für das gesellschaftliche Engagement von knapp 10 Mio. Euro. In den Jahren 2002 bis 2012 hat die Stadtsparkasse München insgesamt 83 Mio. Euro für soziale und kulturelle Zwecke bereitgestellt.

Damit möglichst viele Kunden bzw. Bürgerinnen und Bürger Münchens selbst die Vorteile einer Stiftung für sich nutzen können, hat die Stadtsparkasse München eine neue Gemeinschaftsstiftung mit breit gefächertem Stiftungszweck ins Leben gerufen. Das Angebot der Kundenstiftung "Gemeinsam Gutes tun" richtet sich vor allem an Privatkunden, die keine eigene Stiftung gründen, aber mit ihrem Vermögen etwas Sinnvolles bewirken möchten.
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