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Pressemitteilung BoxID: 532281 (Stadt Cuxhaven)
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Arbeiten am neuen Wattenmeer-Besucherzentrum schreiten voran - jetzt geht es an das Umfeld

(lifePR) (Cuxhaven, ) Auf dem Gelände des ehemaligen Klärwerks des Seehospitals Sahlenburg hat sich seit Beginn des letzten Jahres bereits viel getan: Im Januar und Februar 2014 wurden die Baustraße errichtet und die Klärwerksbauten abgerissen. Seit Oktober 2014 wird gebaut und jetzt kann man das neue UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer-Besucherzentrum - kurz WattBz - schon in seinen künftigen Ausmaßen erkennen. Deshalb ist es nun Zeit, sich auch um das Umfeld zu kümmern. Denn dort gehen die festgelegten landschaftspflegerischen Ausgleichsmaßnahmen Hand in Hand mit der Gestaltung der Umgebung des Neubaus.

Auch für diese Maßnahmen ist der Bebauungsplan "Wattenmeer-Besucherzentrum" die Grundlage. Das neue WattBz wird eingebettet in den "Wald-Heide-Komplex" des ehemaligen Seehospitalgeländes. Bereits im direkten Umfeld des Gebäudes soll künftig die besondere Küstenlandschaft, die Cuxhavens Lage am Wattenmeer prägt, erlebbar sein: der Geestabhang ("Geestkliff") mit Heide und windgeschorenen Einzelgehölzen, die offenen Krähenbeerheiden, der Wald direkt an der Nordsee. Diese Themen finden sich auch künftig in der neuen Ausstellung des WattBz wieder.

Um diese Landschaft und Lebensräume wiederherzustellen, zu entwickeln und zu sichern, sind in einem ersten Schritt ziemlich umfangreiche Gehölzbeseitigungen notwendig, denn insbesondere die invasive Späte Traubenkirsche (Prunus serotina) hat sich im Laufe der Zeit in den Heiden und im Wald ausgebreitet. Am Geestkliff verhindern inzwischen aber auch Birken-, Kiefern- und weiterer Gehölzaufwuchs den gewünschten offenen Geestkliffheide-Übergang vom Wattenmeer zum Wattenmeer-Besucherzentrum. In diesem Bereich wird die künftige Öffnung der Landschaft deshalb am augenfälligsten sein. Aber auch die Rodung der Traubenkirsche im Parkwald, am Rand der Krähenbeerheidefläche und auf der Verkehrsinsel wird das Umfeld des WattBz offener gestalten und wieder Raum für die Heideentwicklung schaffen. Die Gehölzbeseitigung ist deshalb auch ein wesentlicher Teil des landschaftsökologischen Ausgleichskonzeptes im Zusammenhang mit dem Neubau des WattBz. Denn die Wiederherstellung und nachhaltige Sicherung der typischen Krähenbeer-Küstenheiden und die Entwicklung standortgerechter Wälder und Waldränder sind hier das erklärte Ziel des Naturschutzes.

So sind die landschaftspflegerischen Maßnahmen mit der nun vorgesehenen Gehölzbeseitigung auch noch nicht abgeschlossen. Der Aufwuchs der Traubenkirsche wird wiederkehrend beseitigt werden müssen, um der Heideentwicklung wieder eine Chance zu geben. Und nicht zuletzt werden in den Waldbereichen auch Neuanpflanzungen mit dem Standort entsprechenden Gehölzen erfolgen, um den Waldumbau zu befördern und ökologisch wertvolle Waldränder zu gestalten. Es ist viel zu tun ....