Alte Nationalgalerie | Todessehnsucht und Dekadenz. Der belgische Symbolismus | 15.5. - 13.9.2020

(lifePR) ( Berlin, )
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Museumsinsel Berlin, Alte Nationalgalerie
Bodestr. 1-3, 10178 Berlin-Mitte
Öffnungszeiten: Di – So 10 – 18 Uhr, Do 10 – 20 Uhr

Todessehnsucht und Dekadenz
Der belgische Symbolismus
15. Mai 2020 – 13. September 2020
Eine Sonderausstellung der Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin
Pressekonferenz: Donnerstag, 14. Mai 2020, 11 Uhr
Eröffnung: Donnerstag, 14. Mai 2020, 19 Uhr

Der lustvolle Blick einer übersättigten Gesellschaft in den Abgrund, der morbide Reiz zwischen Thanatos und Eros sind Themenfelder in der Kunst, die Ende des 19. Jahrhunderts insbesondere im belgischen Symbolismus ihren Ausdruck fanden. Die groß angelegte Sonderausstellung „Todessehnsucht und Dekadenz“ in der Alten Nationalgalerie widmet sich dieser in den 1880er-Jahren entstandenen Kunstströmung mit Brüssel als einem Hauptzentrum.

Den belgischen Symbolismus kennzeichnet eine besondere Vorliebe für morbide und dekadente Themen. Schon um die Jahrhundertmitte werden Tod und Verfall zu Leitmotiven, die sich bis zu Bildhauern wie George Minne und dem Meister des Absurden James Ensor verfolgen lassen. Angeregt durch die zeitgenössische Literatur verbanden Künstler*innen um 1900 eine neue Mystik mit einem extravaganten und kostbaren Stil. Zur zentralen Gestalt avanciert in diesem Kontext die Femme fatale als Ausdruck von Überfluss und Wollust. Der Symbolismus beeinflusste aber nicht allein das Portrait und Figurenbild, sondern schlug sich auch in der Landschaftsmalerei sowie in unheimlich erscheinenden Interieurs nieder.

Die umfangreiche Sonderausstellung mit über 150 Leihgaben aus internationalen Sammlungen und den wichtigsten Museen Belgiens, darunter aus Antwerpen, Brüssel oder Gent, stellt das Spektrum an bislang in Deutschland wenig bekannten belgischen Positionen wie Fernand Khnopff, Léon Spilliaert, Félicien Rops, James Ensor oder Jean Delville als wichtige Referenz für den Symbolismus vor. Hervorzuheben ist aus den Königlichen Museen der Schönen Künste in Brüssel Khnopffs sphinxenhafte „Liebkosung“ als eine absolute Ikone des belgischen Symbolismus. Werke von Künstlern wie Max Klinger, Edward Burne-Jones, Arnold Böcklin, Edvard Munch, Gustave Moreau und Gustav Klimt ermöglichen die Verortung im erweiterten europäischen Kontext.

Die Ausstellung wird unterstützt durch die Königlichen Kunstmuseen Belgiens und ermöglicht durch die Freunde der Nationalgalerie.
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