Dienstag, 19. Juni 2018


  • Pressemitteilung BoxID 687715

Die Künstlerin Nevin Aladağ erhält den Ernst-Rietschel-Kunstpreis für Skulptur 2017

Dresden, (lifePR) - Nevin Aladağ (*1972) erhält den Ernst-Rietschel-Kunstpreis für Skulptur 2017. Neben dem Preisgeld in Höhe von 15.000,- Euro bekommt die Künstlerin eine eigene Ausstellung, die im März 2018 im Dresdner Albertinum eröffnet wird. Aladağ war zuletzt auf der Documenta 14 in Kassel und Athen sowie der Kunstbiennale Venedig vertreten.

Der Ernst-Rietschel-Kunstpreis für Skulptur wird in diesem Jahr erstmals von den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) gemeinsam mit der Antonius Jugend- und Kulturförderung e.V. vergeben, die das Preisgeld stiftete. Über die Vergabe entschied eine Fachjury, die sich aus Hilke Wagner (Direktorin des Albertinum), Kirsty Bell (freie Autorin für die Kunstzeitschrift frieze), Thomas Thiel (Direktor des Bielefelder Kunstvereins) sowie Matthias Mühling (Direktor des Lenbachhauses München) zusammensetzte.

Der Preis, der seit 1991 besteht und alle zwei Jahre vergeben wird, fördert Künstler, die auf bildhauerische Tätigkeiten spezialisiert sind. Ausrichter war bisher der Ernst-Rietschel-Kulturring e.V. in Pulsnitz in Erinnerung an den hier geborenen Ernst Rietschel (1804-1861). Mit dem Goethe-Schiller-Denkmal in Weimar, dem Luther-Denkmal auf dem Dresdner Neumarkt oder dem Lessing-Denkmal in Braunschweig gehört Rietschel zu einem der bedeutendsten deutschen Bildhauern des Spätklassizismus, der mit seinen Skulpturen Deutschlands Bild als Land der Dichter und Denker entscheidend mitgeprägt hat.

Frühere Preisträger waren unter anderem Johannes Wald (2013), Axel Anklam (2010), Emil Cimiotti (2006) und Werner Stötzer (1994).

Über die Künstlerin:

Die in der Türkei geborene und seit ihrer Kindheit in Deutschland lebende Nevin Aladağ erzeugt in vielen ihrer Werke mit skulptural-performativen Mitteln Töne und Klänge, die sie als Rohmaterial für rhythmische Kompositionen verwendet. Ihre zeitbasierte und performative Praxis steht in der Tradition eines erweiterten Skulpturenbegriffs. In Form von Videoinstallationen bannt sie ephemere Zustände mit audiovisuellen Mitteln. Ihre skulpturalen Objekte pendeln zwischen Form und Funktion. Für die documenta 14 in Athen schuf die Künstlerin mit "Music Room" (2017) Möbelinstrumente - Hybride, die sowohl in ihrer wohnlichen als auch ihrer musikalisch-künstlerischen Funktion nutzbar bleiben und im Ausstellungsraum auf einzelnen Sockeln stehend präsentiert werden. Die Auseinandersetzung mit Herkunft und Identität ist oft ein zentraler Aspekt ihres Schaffens.

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

Sprich leise, wenn Du Liebe sagst

, Kunst & Kultur, Oper Leipzig

Romantisch wird es am Wochenende in der Musikalischen Komödie, wenn dort am Samstag, 23. Juni, 19 Uhr und Sonntag, 24. Juni, 15 Uhr zum letzten...

Peinliche Befragungen mit Spanischem Esel

, Kunst & Kultur, NewsWork AG

Deutschlands einzig original erhaltene Fragstatt in Regensburg entführt auf schaurige Art und Weise in die Gerichtsbarkeit des frühen Mittelalters Auf...

Independent Filmfestival Wonderous Stories vor einzigartiger Naturkulisse

, Kunst & Kultur, Investor Center Uckermark GmbH Regionalmarken Management

Vom 30. August bis zum 02. September 2018 öffnet das Independent Filmfestival Wonderous Stories vor einzigartiger Naturkulisse zum ersten Mal...

Disclaimer