Samstag, 26. Mai 2018


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Sascha Weidner: IT'S ALL CONNECTED SOMEHOW

Nachlasssichtung I / 29. Juli - 19. November 2017

Hannover, (lifePR) - Das Sprengel Museum Hannover präsentiert vom 29. Juli bis zum 19. November 2017 die erste umfangreiche Ausstellung Sascha Weidners in einem Kunstmuseum. Der 2015 überraschend verstorbene Künstler hinterließ ein vielschichtiges Œuvre. Dank der umfangreichen Schenkung Ole A. H. Truderungs beherbergt das Sprengel Museum Hannover seit Ende 2016 seinen Nachlass. Aus dieser Schenkung heraus und in Korrespondenz mit Werken, die die Niedersächsische Sparkassenstiftung  ergänzend erwarb, gibt die Ausstellung mit ca. 120 Werken einen ersten Einblick in den Nachlass, der zugleich die bisher größte Einzelausstellung des Fotografen ist.

Die Bildwelt von Sascha Weidner (1974–2015) ist geprägt von Wahrnehmungen, Sehnsüchten und Traumbildern einer Generation, deren Credo sich mit dem Slogan NO FUTURE – MUCH PRESENT überschreiben ließe. Weidner rang dem Sichtbaren stets nahezu unglaubliche Bilder ab, als wäre der Ort – ob vermeintliche Tristesse der Provinz oder weitläufige Ferne – egal, so lange man nur nahe genug bei sich selbst bleibe. Seine Fotografien entstanden sowohl in Los Angeles, Berlin, Frankfurt, Sydney, Kyoto oder Peking als auch in den vielen „namenlosen“ Orten dazwischen. Und immer scheinen Schönheit und Vergänglichkeit miteinander zu kollidieren. Unfälle, Krankheit und Tod sind nahezu mythische Naturgewalten und von eben jener phantastisch-magischen Schönheit, die auch den brutalsten Schicksalsschlägen eigen zu sein vermag. Melancholie paart sich mit lebensbejahendem Überschwang. Körper stürzen oder fallen, hängen oder schwingen sich auf oder sind auf irritierende Weise ineinander verschränkt. Farbe entsteht aus aufblitzendem, glitzerndem, vergehendem Licht und transportiert unverschämt leidenschaftliche Emotionalität. Darin und in der Würdigung auch des Banalsten als Bildmotiv liegt das Erbe von so unterschiedlichen FotografInnen wie William Eggleston, Nan Goldin oder Wolfgang Tillmans. Doch sind Weidners Bildfindungen der Suche nach jenem Arkadien gewidmet, das dem „rastlos suchenden Romantiker“ – so Weidner über sich selbst –  zeitlose Orte der Einkehr bot.

Die Ausstellung gibt einen ersten Einblick in den Nachlass des Künstlers. Mit ca. 120 Fotografien zeigt das Museum eine Auswahl jener Werke, die bereits gesichtet und inventarisiert werden konnten. Der Nachlass umfasst neben ca. 200 Werken auch das Negativ- und Bilddatenarchiv sowie die schriftliche Hinterlassenschaft.

Der 1974 in Georgsmarienhütte geborene und aufgewachsene Fotograf schloss 2004 sein Studium an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig als Meisterschüler von Prof. Dörte Eißfeldt ab.

Am 9. April 2015 verstarb Sascha Weidner bei den Arbeiten zu einem Buch über Niedersachsen, das anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Niedersächsischen Sparkassenstiftung sowie der VGH-Stiftung, Hannover, in Auftrag gegeben worden war. Die Texte wurden von Jan Böttcher verfasst.

Anlässlich der Ausstellung erscheint das Künstlerbuch Sascha Weidner: The Far Flowered Shore.
Es wird am 12. September 2017 im Sprengel Museum Hannover präsentiert.

Eröffnung der Ausstellung: Freitag, 28. Juli 2017, 18.30 Uhr
Begrüßung: Dr. Reinhard Spieler, Direktor Sprengel Museum Hannover
Zur Ausstellung spricht Inka Schube, Kuratorin der Ausstellung

Begleitprogramm zur Ausstellung

Dienstag, 12. September 2017, 18.30 Uhr Buchpräsentation
Sascha Weidner: The Far Flowered Shore mit Texten von Bill Berkson, Mariko Takeuchi und ausgewählten Tanka, gestaltet von Satoshi Machiguchi, Japan. Verlag der Buchhandlung Walther König

Dienstag, 26. September 2017, 18.30 Uhr Lesung
Jan Böttcher liest aus der Publikation: „Des Sascha Weidners und des Jan Böttchers einzig wahre Erlebnisse zu Wasser und zu Land, zu Pferd und zu Fuß, im Krieg und im Frieden, in der Luft sowie in den niedersächsischen Ländern und Bremen in diesem Jahr ganz neu verfasst und fotografiert von ihnen selbst.“, Texte: Jan Böttcher, Fotografien: Sascha Weidner, herausgegeben von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung und der VGH Stiftung, Hannover 2015

Mit besonderem Dank an Ole A. H. Truderung / Estate Sascha Weidner und die Galerie Conrads Düsseldorf.

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