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Pressemitteilung BoxID: 121922 (Sport Münzinger GmbH)
  • Sport Münzinger GmbH
  • Marienplatz 8
  • 80331 München
  • http://www.sport-muenzinger.de
  • Ansprechpartner
  • Sissi Pärsch
  • +49 (89) 30766-63

Sporttradition im Münchener Rathaus

(lifePR) (München, ) Das Sporthaus Münzinger im Herzen Münchens ist eines der traditionsreichsten Sportgeschäfte Deutschlands: Der einstige Königlich- Bayerische Hoflieferant und langjähriger Lieferant der Mannschaft des FC Bayern München feiert sein 120jähriges Bestehen. Die letzten 105 Jahre (bis heute) residierte das Traditionshaus im Rathausgebäude direkt am Münchener Marienplatz. Heute ist Sport Münzinger das kompetente Fachgeschäft rund um den Fußball - inklusive Trikotbeflockung und FC Bayern München Fanshop.

1889 gründet Hermann Münzinger in München seine Handels- und Produktionsfirma für Gummi-, Guttaperchawaren und Sportartikel (Guttapercha ist ein Kautschuk ähnliches Material und wurde unter anderem zu Golfbällen verarbeitet). Bereits 1892 wird dem Unternehmen der Titel "Königlich Bayerischer Hoflieferant" verliehen. Sport Münzinger belieferte Ludwig III. und seine Gemahlin Marie-Therese, die unweit im Palais Leuchtenberg am Odeonsplatz residierten. Das naturverbundene Prinzenpaar liebte das ländliche Leben und das Sporthaus stattete sie mit sportlicher Ausrüstung aus.

1904 zieht das Geschäft von der Brienner Straße in das Neue Rathaus und dort ist es heute, 105 Jahre später, noch immer zu Hause. Die erste Katalog-Ausgabe mit einem um Wintersportgeräte erweiterten Sortiment erscheint 1908. Kurz vor dem 1. Weltkrieg übernimmt Sohn Hans die Firma nach dem Tod des Vaters. Nach den schwierigen Kriegsjahren boomt das Sportgeschäft Münzinger in der Weimarer Republik. Dem Ausbau der Geschäftsräume folgt die Vergrößerung der Bekleidungsabteilung und 1928 die Eröffnung einer "ständigen Ausstellung" in der Kaufinger Straße (heute Esprit-Räumlichkeiten).

Die Jahre des Zweiten Weltkriegs treffen das Unternehmen hart. Sohn Alfred wird in den Wehrdienst eingezogen, während sein Bruder Heinz 1939 im Rahmen eines Schüleraustauschs in die USA reist. Allerdings muss er im folgenden Jahr kriegsbedingt nach München zurückkehren und wird schließlich wie Alfred an der Front eingesetzt. Seine USA-Erfahrung wird aber die Entwicklung des Familienunternehmens in den Nachkriegsjahren stark prägen.

Während des Krieges kommt es phasenweise zu einem Fabrikationsverbot für Sportartikel, Textilwaren und Sportschuhe. Und Prokurist Otto Haase, der seit dem 1. Weltkrieg die Geschicke des Unternehmens mitlenkt, stirbt nach einem Fliegerangriff an einem Herzschlag auf der Straße. In den Jahren 1943/44 wird das Geschäft wiederholt stark beschädigt und teilweise zerstört.

Nach dem Krieg setzen die Amerikaner Salo Blechner, der sechs Jahre Konzentrationslager und Zwangsarbeit überlebt hatte, als Treuhänder ein, und Hans Münzinger bedankte sich im April 1946 herzlich für dessen umsichtige und verständnisvolle Weiterführung der Firma. Blechner emigriert im selben Jahr in die USA und lebt dort bis zu seinem Tod im Jahr 2007.

1951 vergrößert sich das Unternehmen in der Kaufingerstraße mit 700 qm, wo neben Lager, Versand und Werkstatt auch Boote und Großgeräte ausgestellt werden. Dazu kommt eine Abteilung für "Trophies" (Pokale) und Spezialbekleidung für Sportmannschaften der US-Besatzungstruppen.

In den 60er Jahren zieht das Sportgeschäft mit seiner Zweigstelle von der Kaufinger Straße in das neu errichtete Haus in der Sporerstraße gegenüber dem Rathaus. Auch der Nachbarladen in der Weinstraße wird hinzugenommen und baulich eingegliedert. Sport Münzinger beliefert außerdem die Mannschaft des 1. FC Bayern München - noch in den 80er Jahren bekommt man ausschließlich in dem Traditionsgeschäft am Rathausplatz die Vereinstrikots.

Zu den Olympischen Spielen 1972 in München bekommt das Sporthaus die Lizenz für das Emblem und verkauft ca. 500.000 T-Shirts mit den Olympischen Ringen. Drei Jahre später wird das Geschäft bei einem Brand zerstört, kommt vorübergehend bei Ludwig Beck am Rathauseck unter, kann allerdings die renovierten Räumlichkeiten noch im gleichen Jahr wieder beziehen.

Nach dem Tod ihres Vaters Heinz tritt Dorothée Münzinger 1979 in die Firma ein. Anfang der 80er Jahre wird in der Sporerstraße das "Lacoste Village" eröffnet. 2003 kommt es schließlich zum Zusammenschluss der zwei traditionsreichsten Sportgeschäfte Münchens - und zweier Familienunternehmen: Das Sporthaus Schuster und der Sport Münzinger gehen ab sofort gemeinsame Wege. Flori Schuster und Dorothée Münzinger agieren gemeinsam als Geschäftsführer. 2006 eröffnet Deutschlands größter Lacoste Flagship Store im Laden. Der Münzinger beherbergt nun neben seinem Rundum-Fußball-Sortiment auch Mode- und Lifestyle- Artikel auf 300 qm und zwei Etagen.