Digital stärkt das System: Wer Kliniken und Ärzte entlasten will, setzt jetzt auf Gesundheitsapps

Spitzenverband Digitale Gesundheitsversorgung e.V. (SVDGV) appelliert an Kassen und Politik die Chancen zu nutzen

(lifePR) ( Berlin, )

Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn rufen die deutsche Bevölkerung auf, zu Hause zu bleiben, um die Verbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen. Um die Versorgung in den eigenen vier Wänden zu gewährleisten und Ärzten wie Pflegepersonal in einem überlasteten System den Rücken freizuhalten, haben deutsche Digital Health-Unternehmen in den letzten Jahren digitale Lösungen entwickelt.

Wir Anbieter sind häufig junge Unternehmen und Startups, welche für Bürger und Patienten qualitätsgesicherte und evidenzbasierte Apps entwickelt haben.

Dass Diagnosen, Behandlungen, Arztgespräche oder Hilfe bei Symptomen und Therapien über das Internet und Apps durchgeführt werden, entwickelt sich in Zeiten der Corona-Krise zu einem Rückgrat. Versicherte können so beispielsweise Ansteckungen im Wartezimmer vermeiden und zielgerichtet zuhause therapiert werden.

Unser Gesundheits- und Gesellschaftssystem wird in diesen Tagen auf eine Belastungsprobe gestellt. Indem wir unsere sozialen Kontakte einschränken und im Gesundheitssystem handlungsfähig bleiben, dämmen wir die Verbreitung ein. Handlungsfähig heißt auch, dass Krankenkassen digitale Anwendungen in Zeiten der Krise nicht auf Eis legen, sondern gerade jetzt zugänglich machen. „Als junge Branche mit digitalen Medizinprodukten appellieren wir an Krankenkassen, jetzt eine Entscheidung für den schnellen Zugang zum Gesundheitssystem für den Versicherten zu Hause zu fällen“, sagt Dr. Paul Brandenburg, Vorstand im SVDGV, Gründer und Geschäftsführer der DIPAT Die Patientenverfügung GmbH.

„Noch nie war der Nutzen digitaler Apps und Angebote so offensichtlich wie in der aktuellen Corona-Krise. Wir können und wollen den Menschen in dieser Notsituation helfen“, sagt Daniel Nathrath, Vorstandsvorsitzender im SVDGV, Mitgründer und Geschäftsführer der Ada Health GmbH. „Die Frage, die sich stellt: Schaffen Krankenkassen und deutsche eHealth Anbieter den Schulterschluss wie wir es in Großbritannien sehen oder überlassen wir das Thema digitale Gesundheit jetzt und in Zukunft Dr. Google?“, so Nathrath weiter. „Ärzte und Pflegekräfte leisten Enormes und brauchen dringend Entlastung. Hier bieten digitale Tools einen enormen Mehrwert, auf den wir nicht verzichten können. Wir müssen jetzt gemeinsam handeln und einen Digitalpakt für Prävention, Diagnose und Therapie entwickeln.“

Laut Dr. Alexander Schachinger, EPatient Analytics GmbH, bieten digitale Gesundheitshelfer derzeit (Vereinfachung) folgende Möglichkeiten, die Digital Health-Unternehmen heute schon qualitätsgesichert und evidenzbasiert für die Corona-Krise bereitstellen:

  • Diagnose: Qualitätsgesicherte Apps und vernetzte Diagnostik-Tools helfen bei medizinischen Fragen, unterstützen Ärzte und beraten bei den nächsten passenden Schritten.
    • Ada – Das digitale Diagnoseunterstützungssystem ist in der Lage, Menschen, die sich potenziell mit dem Corona-Virus infiziert haben, zu erkennen und die passenden nächsten Schritte vorzuschlagen.
    • BlutdruckDaten – Die Blutdruck-App ermöglicht die Erfassung von Blutdruck-Heimmessungen mit Übermittlung an den Arzt, inkl. Telemonitoring.
    • midge medical – Corona-Selbsttest für zuhause (in der Entwicklung), um die Zahl der getesteten Personen drastisch zu erhöhen.
  • Dokumentation: Krankheitsverläufe im Symptomtagebuch erfassen und auswerten.
    • DoctorBox – Gesundheitsakte
    • mySugr – Die Diabetes Tagebuch-App hilft, den Diabetesalltag leichter zu managen, alle wichtigen Therapiedaten an einem Ort zu sammeln und mit dem Arzt zu teilen.
  • Videosprechstunde: Mit dem Computer oder Handy ein Arztgespräch per Video führen. Auch andere Berufsgruppen, wie Physiotherapeuten oder Hebammen kommen dafür in Frage.
    • Kinderheldin – Digitale Hebammenberatung für alle Themen rund um Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Kind
  • Vorsorge und Absicherung: Juristisch wie medizinisch korrekt handeln, um im Notfall richtig betreut zu werden
    • DIPAT – Die präzise Online-Patientenverfügung, damit Ärzte konkrete Vorgaben erhalten
  • Bewegungstherapie: Therapeutische Trainingsprogramme per App für zuhause: Wenn der Besuch beim Physiotherapeuten nur noch schwer oder nicht mehr möglich ist, elektive OPs vorerst abgesagt wurden und Patienten durch Ausgangssperren insgesamt unter Bewegungsmangel leiden.
    • Vivira – Therapie-App für Knie-/Hüft-/Rückenschmerzen
  • Hilfe und Therapie online: Lernprogramme für Patienten mit chronischen oder psychischen Erkrankungen wie beispielsweise Depression oder Krebs.
    • Selfapy – Psychologische Beratung online
    • HelloBetter – Psychologischen Versorgung in der Corona-Krise
    • Kenkou – Prävention von Stress und Burnout im (Home) Office vor, während und nach der Corona-Krise
    • Moodpath – Achtsamkeitskurse und einen Kurs zum Umgang mit Sorgen während der Corona-Krise
    • M-sense – App für Patienten mit Migräne oder Spannungskopfschmerzen mit Therapie- und Diagnoseunterstützung
    • MindDoc – Online-Therapie: Verhaltenstherapie mit psychologischen Psychotherapeuten per Video und Chat inkl. interaktiver Fragebögen und Inhalten für Messung des Therapieerfolgs und Kontakten zum Therapeuten zwischen den Sitzungen
    • Mika – App für Krebspatienten als Covid-19 Hochrisikogruppe, die erklärt, wie zur Corona Krise das Immunsystem gestärkt wird und Patienten mit ihrer Angst umgehen können, sich zu infizieren bzw. wie sie sich optimal verhalten
  • Pflege: Orientierung und Erklärvideos für pflegende Angehörige zum Thema
    • Curendo – Online-Pflegekurse für pflegende Angehörige
    • Nui Care – App als Begleitung durch den Pflegealltag
  • Daheim pflegen oder Senioren in pflegegerechte Wohnformen trotz Quarantäne mobil und aktiv halten, um gerade jetzt nicht nach einem Sturz in die Klinik zu müssen
    • Lindera – Individuelle Mobilitätsanalyse per App zur Sturzprävention für Bewohner von stationären Pflegeeinrichtungen in Quarantäne und Senioren zuhause
    • BringLiesel – Verlässliche Versorgung von Bewohnern in stationären Einrichtungen mit dem individuellen Bedarf an persönlichen Pflegeprodukten
  • Zentrale Körperparameter können mittlerweile auch von zuhause sicher und komfortabel erfasst werden. Vernetzte Medizinprodukte verschiedenster Anbieter, vom Thermometer bis zum Stethoskop, vom Blutdruckmessgerät bis zum Spirometer, liefern die Daten für eine zuverlässige Gesundheitsversorgung zuhause.
    • Thryve – Gesundheitsdaten aller digitalen Messgeräte in einer API

Es liegt jetzt am Bundesministerium für Gesundheit wie auch bei der Selbstverwaltung, die in Deutschland effektiv aufgestellten Lösungen für eine nachhaltige Bewältigung der Corona-Krise auch zu nutzen.

Hashtag: #digitalmachtgesund #wirbleibenzuhause

Die Stellungnahme zum Download finden Sie hier.

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