Montag, 18. Juni 2018


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Geldanlage: "Unsere Kunden denken um"

Sparkasse Vorderpfalz: Wertpapiervolumen liegt mit 1,876 Mrd. Euro um 1,5 Prozent über dem Vorjahreswert, Wertpapierkäufe legten sogar um 44,7 % zu

Ludwigshafen, (lifePR) - Sicherheit ist für den deutschen Sparer ein wichtiges Kriterium. Lange Jahre galt ein Investment in Aktien für viele als zu riskant. Doch das anhaltende Zinstief bohrt sich in die Sparvermögen – und die Sparer beginnen, umzudenken. Warum das so ist und ob der Boom an den Aktienmärkten bald vorbei sein könnte, erläutert Sparkassenvorstand Oliver Kolb von der Sparkasse Vorderpfalz.

Herr Kolb, an den Aktienmärkten geht es seit geraumer Zeit hauptsächlich in eine Richtung: nach oben. Ist diese anhaltende Euphorie noch gesund?

Von einer euphorischen Blindheit der Marktteilnehmer gegenüber möglicher Risiken kann noch keine Rede sein. Im Gegenteil – sie sind eher skeptisch. Doch die globale Konjunktur läuft derzeit besser als erwartet. Die Marktteilnehmer orientieren sich eher an handfesten Fakten wie steigenden Unternehmensumsätzen und -gewinnen als an vagen Bedrohungen wie eventuell eintretende Auswirkungen des Brexit oder ein möglicher Handelsprotektionismus eines US-Präsidenten Donald Trump.

Dennoch werden die Kurse nicht ewig klettern.

Natürlich können die Aktienmärkte nach den deutlichen Anstiegen der vergangenen Monate jederzeit in eine vorübergehende Korrektur fallen. Aber so lange die Konjunktur weiter hält, steht auch das Fundament für die Aktienmärkte. Die Schulden- und Geldschwemme der vergangenen Jahrzehnte wird irgendwann ihren Tribut fordern, das ist unausweichlich und in der Geschichte der Kapitalmärkte immer wieder passiert. Bei den aktuellen Rahmenbedingungen führt schlicht kaum ein Weg an Aktien vorbei. Noch beobachte ich bei den Marktteilnehmern keine Angst vor steigenden Zinsen, der Trend dürfte also noch einige Zeit anhalten.

Woran machen Sie das fest?

Die wesentlichen Stimmungsindikatoren der Weltwirtschaft bewegen sich bereits auf einem hohen Niveau und verbesserten sich zuletzt weiter: Sei es das Verbrauchervertrauen in den USA, der Einkaufsmanagerindex in China oder das Ifo-Geschäftsklima in Deutschland.

Die Inflation zieht wieder an, damit rückt ein Ziel der Niedrigzinspolitik von EZB-Präsident Mario Draghi näher. Bedeutet das bald steigende Zinsen?

Die Volkswirte der DekaBank erwarten in Deutschland für 2017 eine Inflationsrate von durchschnittlich 1,8 Prozent. Das ist langjähriger Durchschnitt. Das heißt: Ja, die Zinsen werden wieder steigen. Doch es wird noch mehr als drei Jahre dauern, bis sich das für den Sparer bemerkbar macht. Und die Zinsen werden nicht allzu stark ansteigen.

Was heißt das für die Sparer?

Moderat steigende Inflationsraten und weiterhin niedrige Zinsen bedeuten nichts anderes, als dass eine Anlage in klassischen Sparformen die reale Kaufkraft des Ersparten zusammenschmelzen lässt.

Was raten Sie Ihren Kunden, wie sollten sie darauf reagieren?

Unser Auftrag als Sparkasse ist es, gemeinsam mit unserem Kunden die Zusammenstellung seiner Geldanlage und damit sein finanzielles Polster für künftige Ausgaben und einen sorgenfreien Ruhestand zu optimieren. Dabei hilft ein systematischer Anlagecheck. Sinnvoll im derzeitigen Umfeld ist ein höherer Anteil von Wertpapieren. Anleihen und Aktien können positive Renditen über der Inflationsrate erwirtschaften – das allerdings nur über mehrere Jahre hinweg und unter Schwankungen. Dessen müssen sich Anleger bewusst sein. Aber wir beobachten, dass unsere Kunden umdenken und mehr und mehr in Wertpapiere investieren. Das Wertpapiervolumen liegt mit 1,876 Mrd. Euro um 1,5 Prozent über dem Vorjahreswert, Wertpapierkäufe legten sogar um 44,7 % zu.

Für eine Wertpapieranlage brauchen Sparer starke Nerven. Was sollten sie bei einem solchen Investment beachten?

Kapitalmärkte schwanken, das ist ein Fakt. Es ist deshalb ratsam, nicht das gesamte Geldvermögen in Wertpapiere anzulegen, sondern vor allem den Teil, der langfristig investiert werden kann. Außerdem sollten Sparer ihre Anlagen breit streuen: in Anleihen, Aktien, Immobilien und wiederum in verschiedene Branchen und Länder. Dazu muss nicht in einzelne Titel investiert werden, und es braucht auch keine großen Beträge: Regelmäßiges Wertpapiersparen mit überschaubaren Sparraten ab 25 Euro in Fondssparplänen ist eine bequeme Alternative.

Sparkasse Vorderpfalz

Die Sparkasse Vorderpfalz ist mit einer Bilanzsumme von 5,4 Milliarden Euro die größte Sparkasse in Rheinland-Pfalz. Die Zufriedenheit ihrer Kunden ist für sie Maßstab und Antrieb zugleich. Deshalb kombiniert sie persönliche und digitale Services und ermöglicht dadurch einen umfassenden Zugang zu ihren Finanzdienstleistungen. Mit 49 Standorten inklusive sechs PrivatkundenCentern unterhält sie vor Ort das mit Abstand dichteste Geschäftsstellen-, Service-, und Geldautomatennetz der Region. Über die Sparkassen-App, ihre Webseite sparkasse-vorderpfalz.de, OnlineBanking und das KundenDialogCenter ist sie rund um die Uhr erreichbar.

Gesellschaftlich engagiert: Das macht eine Sparkasse aus

Was gibt es schöneres, als Freude mit anderen zu teilen? Als öffentlich rechtliches Kreditinstitut gehört es zur unternehmerischen Identität der Sparkasse Vorderpfalz, gesellschaftliches und wirtschaftliches Leben in ihrem Geschäftsgebiet zu unterstützen. Ein großer Teil der erwirtschafteten Erträge fließt wieder in Form von Spenden und Sponsoring sowie über ihre fünf Stiftungen mit einem Stiftungskapital von insgesamt über 20 Millionen Euro an Vereine, Schulen, Institutionen und ehrenamtlich wirkende Bürgerinnen und Bürger zurück. Allein im zurückliegenden Geschäftsjahr sind Fördergelder in Höhe von über 1.000.000 Euro geflossen. Damit hat sie in Ludwigshafen, Speyer und dem Rhein-Pfalz-Kreis über 1.000 soziale, kulturelle, gesellschaftliche, wissenschaftliche und sportliche Projekte begleitet, die ohne ihre Unterstützung oftmals nicht zustande gekommen wären. Daneben ist die Sparkasse Vorderpfalz ein wichtiger Steuerzahler, Investor, Ausbilder und Arbeitgeber.

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