SozDia Stiftung fordert vom Land Berlin fairen Wettbewerb um Fachkräfte

Notwendig bleibt weiterhin eine gleiche Refinanzierung für alle und damit die Sicherung der Angebote freier Träger

(lifePR) ( Berlin, )
Die vor einem Jahr vom Berliner Senat beschlossene Hauptstadtzulage für Mitarbeitenden des Landes stößt bei freien Trägern von Kitas wie auch bei betroffenen Eltern weiterhin auf heftige Kritik. Das Land Berlin verschaffe sich damit für seine Kitas erhebliche Wettbewerbsvorteile, die den sonst wiederholt beschworenen Wettbewerb zwischen den verschiedenen Anbieter*innen geradezu verzerrt, erklärt die sozialdiakonische SozDia Stiftung in Berlin.

Dies schlage sich zunehmend auch bei der Suche nach Fachkräften nieder, da das Land mit der Zulage eine deutlich bessere Bezahlung bieten könne. Die Folge sei, dass die freien Träger bei der Suche nach Fachkräften zumeist das Nachsehen haben. „Ich habe Sorge, dass mein Kind nicht mehr betreut werden kann, da in der Kita die Fachkräfte fehlen.“ Die Bedenken dieser jungen Mutter teilen momentan viele Kita-Eltern in Berlin. Einer aktuellen ver.di-Studie zufolge fehlen derzeit deutschlandweit in den Kitas etwa 173.000 Fachkräfte. Die große Zahl fehlender Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter habe eine Belastungssituation geschaffen, die alarmierend sei, beklagt Nina Kirch vom Vorstand der SozDia. Sie seien es, „die unsere Kinder beständig und vertrauensvoll begleiten, fördern und für die Zukunft einer lebenswerten Gesellschaft fit machen“.

Die Leidtragenden sind die Eltern und - vor allem - die Kinder. Gemeinsam mit dem Verband Evangelischer Tageseinrichtungen für Kinder Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz e.V. (VETK) fordere die SozDia Stiftung die Gleichbehandlung aller Trägerinnen und Träger durch eine Refinanzierung für alle. Auch die Fachkräfte sollten sich frei für das pädagogische Konzept entscheiden dürfen, für das sie sich persönlich berufen fühlen. Nur dann entstehe eine Situation, die klar für die Eltern, Kinder und Fachkräfte sei. „Gemeinsam Leben gestalten in seinem besten Sinne geht so“, fügt Nina Kirch hinzu.

Die pädagogischen Fachkräfte vor Ort geben ihr Bestes, wenn es um das Wohl der Kinder geht. In den besonders schwierigen Zeiten der Pandemie haben Erzieher und Erzieherinnen Herausragendes geleistet – etwa mit ihrem Bemühen, im LockDown den Kontakt zu den Familien zu halten. So haben sie es ermöglicht, die Kita so schnell wie möglich wieder zu öffnen, um den Kindern den nötigen Austausch zu bieten und die Familien zu entlasten.

Vom Gesetzgeber ist gewollt, dass verschiedene Träger mit unterschiedlichen pädagogischen Konzepten das Angebot der Kindertagesbetreuung bereichern. Damit sollen Eltern eine Auswahl für die pädagogische Betreuung ihrer Kinder bekommen, was für ein plurale Gesellschaft eine großartige Basis ist. Tatsächlich ist es aber so, dass öffentliche Träger mit der Hauptstadtzulage eine Sonderzulage für das öffentlich angestellte Personal erhalten. Das führt dazu, dass ein klarer Wettbewerbsvorteil für diese Träger bei der Gewinnung von Fachpersonal vorliegt und somit die eigentlich gewollte Pluralität der Angebote untergraben wird.
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