Baukonjunktur erneut etwas schwächer

Arbeitsvolumen gibt im November leicht nach

(lifePR) ( Wiesbaden, )
Die Auswertung der von den Unternehmen der Bauwirtschaft an SOKA-BAU übermittelten Beitragsmeldungen1 hat ergeben, dass das effektive Arbeitsvolumen im November 2018 saisonbereinigt2 gegenüber dem Vormonat leicht um 0,6 % gefallen ist. Bereits im Vormonat hatten die geleisteten Arbeitsstunden abgenommen. Auch die Zahl der Beschäftigten sank im November, während die Bruttolöhne weiter zulegen konnten (vgl. Tabelle 1).

Die Frühindikatoren fielen zuletzt uneinheitlich aus. Zwar sind die (volumenmäßigen) Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe im Oktober dank höherer Aufträge im Tiefbau den zweiten Monat in Folge gestiegen (+ 1,0 %). Die Baugenehmigungen im Hochbau haben allerdings im Oktober deutlich nachgegeben (– 9,6 %) und sind auf das niedrigste Niveau seit September 2017 gefallen. Dabei sanken die Genehmigungszahlen in allen Bausparten deutlich, so auch im Wohnungsbau.

Zwar haben sich die Finanzierungskonditionen in den vergangenen Wochen kaum verändert. Allerdings steigen die Immobilienpreise nach wie vor deutlich stärker als die verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte und der Immobilienpreisanstieg scheint sich zuletzt sogar beschleunigt zu haben.3 Bei den Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes haben derweil sinkende Exportaufträge zu einer erneuten Eintrübung der Stimmung gesorgt4 und die Kapazitätsauslastung ist laut Umfrage des ifo-Instituts zum Jahresende 2018 bereits das dritte Quartal in Folge gesunken. Damit verschlechtern sich die Vorzeichen für den Wirtschaftsbau. Für dieses Jahr erwarten der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) und der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) einen Anstieg des nominalen Umsatzes im Bauhauptgewerbe um 6,0 %.

1 Die Unternehmen der Bauwirtschaft sind verpflichtet, bis zum jeweils 15. Kalendertag des Folgemonats die Bruttolohnsumme, die Arbeitsstunden und die Zahl der gewerblichen Arbeitnehmer an SOKA-BAU zu melden. Die Auswertung durch SOKA-BAU erfolgt zum zweiten Arbeitstag des darauffolgenden Monats. Die Definition der Bauwirtschaft unterscheidet sich dabei von der Definition des Baugewerbes des Statistischen Bundesamtes. Grundsätzlich sind alle Unternehmen beitrags- und damit meldepflichtig, in denen mehr als 50% der Arbeitszeit auf in den Tarifverträgen genauer definierte Bautätigkeiten entfällt. Ein Vergleich der Unternehmens- und Beschäftigungszahlen mit denen des Statistischen Bundesamtes zeigt, dass die Zahl der von der SOKA-BAU erfassten Unternehmen die Zahl der Unternehmen des Baugewerbes nach WGZ 2008 unterschreitet, aber deutlich größer ist als die Zahl der Unternehmen des Bauhauptgewerbes (Hoch- und Tiefbau ohne Ausbaugewerbe).
2 Saison- und kalenderbereinigt mit Census X-12-Arima.
3 Der von Europace berechnete monatliche Immobilienpreisindex stieg im November um 8,4 % gegenüber dem Vorjahr an. Vgl. Europace (2018), EPX: Immobilienpreise steigen weiterhin um fast 1 Prozent. Pressemitteilung vom 20.12.2018.
4 Vgl. IHS Markit (2018), Abkühlung der Industrie setzte sich auch im Dezember fort und befördert EMI auf 33-Monatstief. Pressemitteilung vom 02.01.2019.
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