Sonntag, 17. Dezember 2017


  • Pressemitteilung BoxID 105351

Bericht über die ersten drei Monate des Geschäftsjahres 2009

Konzern Zwischenmitteilung gemäß §37x WpHG der Softship AG

Hamburg, (lifePR) - Konzern Der Softship Konzern besteht derzeit aus der Softship AG mit Sitz in Hamburg, der Softship Data Processing Pte Ltd mit Sitz in Singapur, der ASISTIM GmbH mit Sitz in Langenhagen sowie dem quotal einbezogenen Unternehmen Airpas Aviation AG mit Sitz in Braunschweig, im Nachfolgenden Softship genannt.

Allgemeine Entwicklung

Neben der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung ist auch die Branchenentwicklung für uns als Spezialanbieter von Logistiksoftware in der Schifffahrts- und Luftfahrtbranche von großer Bedeutung.

Derzeit ist sowohl die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung als auch Entwicklung der Branchen Luft- und Schifffahrt ausgesprochen negativ.

Durch die Rezession sind in der Schifffahrt die Transportvolumina massiv gesunken. In Verbindung mit den Überkapazitäten durch Neubauten hat dies zu einem massiven Preiskampf mit einem drastischen Ratenverfall geführt. Eine Vielzahl an Containerschiffen wurde aufgelegt, also vorübergehend außer Betrieb genommen. Diverse Reedereien erwirtschaften monatlich massive Verluste. Daraus resultieren häufig Sparprogramme, die insbesondere auch die IT-Investitionen betreffen.

Allerdings wachsen in der Transportindustrie sowohl die Komplexität der gesamten Transportkette als auch die Anforderungen an die Genauigkeit und Integration der Daten zunehmend. Hier sind Stichworte wie das internationale EDV-Projekt ECS/AES (Export Control System/Automated Export System) der europäischen Zollbehörden oder die sogenannte 10+2 Regel der US Border Protection and Homeland Security Behörden zu nennen. Zusätzlich wird immer weniger Personal zur Abwicklung der steigenden Transportvolumina eingesetzt, das heißt die Anforderungen der Unternehmen an die Produktivität ihrer Mitarbeiter steigen erheblich. Die Investitionsbereitschaft der Transportindustrie in IT-Lösungen zeigt sich allerdings angesichts der schlechten Marktentwicklung sehr verhalten.

Im Segment Schifffahrt bietet der Softship Konzern für Reedereien, Agenturen und NVOCCs umfassende Softwarelösungen für die gesamte Transportabwicklung, das Containerpark Management sowie die Schadensbearbeitung an. Für mittlere und kleine Terminals bietet Softship eine speziell auf deren Bedürfnisse abgestimmte Software. Umfassende Services, Beratung, Training, Hosting, Outsourcing und Anpassung genau wie individuell erstellte Softwarelösungen sind wichtiger Bestandteil des Angebots.

Softship vertreibt die Software durch Verkauf von Einmallizenzen und auch in Form von Lizenzmiete. Durch Hosting, Business Process Outsourcing und weitere Serviceangebote wird den Kunden die Möglichkeit geboten, auf eigene IT-Infrastruktur und Personal weitgehend zu verzichten und damit sehr kosteneffiziente, zuverlässige und optimal skalierbare Lösungen zu schaffen. Softship stellt durch diese erweiterten Angebote passende Lösungen entsprechend den Anforderungen des Marktes für Prozessoptimierungen, hohe Verfügbarkeit, Skalierbarkeit und Personaleinsparungen zur Verfügung. Mit den Mietmodellen für die Lizenzen werden alternative Finanzierungskonzepte mit geringen Investitionen für die Kunden geboten.

Ebenso wie in der Schifffahrt ist die Entwicklung in der Luftfahrt mit einem sinkenden Passagieraufkommen rückläufig. Auch hier ist ein deutlicher Preiskampf festzustellen. Verschärfend wirkt sich aktuell die Verbreitung der Grippe aus. Diese wird bei einer weiteren Ausbreitung erhebliche finanzielle Verluste für die Luftfahrt bringen. Die stark gesunkenen Kraftstoffpreise haben allerdings zu einer Entlastung auf der Kostenseite geführt.

Unsere Beteiligungsgesellschaft Airpas Aviation AG bietet eine hoch integrierte Lösung für das Kosten- und Finanzmanagement von Airlines an. Auch Airpas bietet die Lizenzen über Mietmodelle an, um die Investitionskosten gering zu halten.

Die ASISTIM GmbH bietet speziell für kleine Fluggesellschaften Dienstleistungen an. Dies umfasst sowohl operative als auch administrative Bereiche in denen ein Outsourcing für kleine Gesellschaften mit einer dünnen Personalausstattung in operativen Bereichen oder die Ausgliederung komplexer IT-Lösungen sinnvoll und kostengünstig ist.

Wirtschaftliche Entwicklung im Konzern

In den ersten drei Monaten des Jahres 2009 stieg der Konzernumsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 12,2 % auf 1.566 T€ (Vorjahr: 1.396 T€). Das EBIT beträgt 16 T€ nach
-88 T€ im Vorjahreszeitraum. Das Vorsteuer-Ergebnis des Konzerns liegt per Ende März 2009 bei 14 T€ (Vorjahr: -92 T€). Damit konnten wir gegen den allgemeinen Trend Umsatz und Ergebnis deutlich verbessern.

Im Konzernabschluss nach IFRS ist der Umsatz im Bereich der Dienstleistungen im Vergleich zum Vorjahr um 14,8 % auf 1.366 T€ (Vorjahr: 1.190 T€) gestiegen. Die Lizenzerlöse betragen 83 T€ nach 103 T€ im Vorjahreszeitraum, die übrigen Erlöse betragen 117 T€ (Vorjahreszeitraum: 103 T€).

Zum 31. März 2009 wurden 67 (zum 31.März 2008: 60) Mitarbeiter im Konzern beschäftigt; dabei werden die Mitarbeiter der Airpas Aviation AG quotal berücksichtigt.

Die liquiden Mittel sind per 31. März 2009 mit 630 T€ deutlich höher als im Vergleich zum Vorjahr mit 480 T€. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrugen am Quartalsende 1.215 T€ (Vorjahr: 1.570 T€).

Es liegen keine ungewöhnlichen Geschäftsvorfälle vor.

Geschäftsentwicklung der Segmente

Schifffahrt

In unserem Kerngeschäftsbereich, dem Segment Schifffahrt, konnten wir trotz des schlechten Marktumfeldes im ersten Quartal ein gutes Ergebnis erzielen. Gemäß des Segmentberichts nach IFRS 8 ergibt sich für das Segment Schifffahrt ein Segmentergebnis von +27 T€ (Vorjahr: +9 T€). Das Segment Schifffahrt erzielte einen Umsatz von 1.166 T€ (Vorjahr: 1.096 T€).

Luftfahrt

Gemäß des Segmentberichts nach IFRS 8 ergibt sich für das Segment Luftfahrt ein Segmentergebnis von +18 T€ nach -26 T€ im Vorjahreszeitraum. Das Segment Luftfahrt erzielte einen Umsatz von 400 T€ (Vorjahr: 300 T€). Dabei trug maßgeblich die Ausweitung der Services der Asistim GmbH zum Umsatzwachstum bei.

Im Segmentbericht setzt sich das Konzernergebnis von 16 T€ aus den Segmentergebnissen (Schifffahrt: +27 T€, Luftfahrt: + 18 T€) sowie den nicht zugeordneten Aufwendungen und Erträgen zusammen. Diese betrugen saldiert -29 T€ im ersten Quartal 2009 (Vorjahr:
-71 T€).

Chancen und Risiken für das Geschäftsjahr 2009

Um die Vertriebskosten zu decken und um die Marktfähigkeit der Produkte weiterhin zu gewährleisten, benötigt der Konzern Lizenzerlöse, insbesondere aus dem Geschäft mit neuen Kunden. Insofern sind die Lizenzerlöse mitentscheidend für die weitere Umsatz- und Ertragsentwicklung des Konzerns. Die Bedeutung der Lizenzerlöse ist auf Grund der veränderten Planung und Strategie geringer geworden. Neben der Wettbewerbssituation und der Produktentwicklung ist auch die weltweite konjunkturelle Situation ein wesentlicher Faktor für die weitere Entwicklung. Insbesondere die aktuell schwierige weltwirtschaftliche Situation in Folge der Finanzmarktkrise führt zu einer Belastung in diesem Jahr und möglicherweise auch im nächsten Jahr.

Wir bieten daher verstärkt Miet- / Leasingmodelle für die Softwarenutzung anstelle von Einmallizenzen an. Diese Modelle sichern langfristige Einnahmen, sind aber nur anteilig für das laufende Jahr ergebniswirksam.

Um den geänderten Bedingungen Rechnung zu tragen, haben wir in unserer Planung den Anteil der Lizenzverkäufe im Vergleich zur Vorjahresplanung gesenkt.

Aktuelle Entwicklung und Ausblick

Die Auftragslage für Dienstleistungen ist im Segment Schifffahrt befriedigend. Im Segment Luftfahrt ist die Auftragslage für die Dienstleistungen gut, im Bereich der Software-Projekte ist die Situation eher als schwierig zu sehen.

Im Segment Schifffahrt ist eine gute Anzahl von Interessenten vorhanden. In der jetzigen Marktlage lassen sich daraus nur bedingt Aussagen über die zukünftige Entwicklung ableiten.

Im Segment Luftfahrt gibt es nach wie vor eine Vielzahl von Airlines als Interessenten. Auch hier ist eher mit längeren Entscheidungsprozessen aufgrund der Rezession zu rechnen.

Für den Softship Konzern wollen wir insbesondere in der momentan schwierigen Situation der Märkte mit dem eingeschlagenen Kurs unsere Ziele der Konsolidierung und Profitabilität weiter verfolgen. Mit dem guten Ergebnis des ersten Quartals konnten wir unsere Strategie erfolgreich untermauern. Weiterführende Prognosen halten wir basierend auf der weltwirtschaftlich unsicheren Situation für schwierig und mit einer großen Unsicherheit behaftet.

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