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Pressemitteilung BoxID: 534882 (Schweizerischer Bauernverband)
  • Schweizerischer Bauernverband
  • Laurstrasse 10
  • 5200 Brugg
  • https://www.sbv-usp.ch
  • Ansprechpartner
  • Jacques Bourgeois
  • +49 (7921) 932-33

Littering: Bauernverband begrüsst Litteringbussen!

(lifePR) (Brugg, ) Seit zwei Jahren engagiert sich der Schweizer Bauernverband in Zusammenarbeit mit der IG Saubere Umwelt für weniger Abfall auf Landwirtschaftsflächen: Tafeln, Plakate, Broschüren, Aufräumtage - gibt es alles und die Instrumente werden auch rege genutzt. Dem Problem wird man trotzdem nicht Herr: Deshalb reichte der SBV-Direktor und Nationalrat Jacques Bourgeois eine parlamentarische Initiative für eine nationale Grundlage für Litteringbussen ein. Das Parlament stimmte dieser zu, heute startet die Vernehmlassung des Umsetzungsvorschlags. Der Bauernverband begrüsst ihn. Damit die Leute ihr Verhalten ändern, muss klar sein, dass dieses nicht gesetzeskonform ist und gebüsst werden kann.

Gedankenlos weggeworfene Abfälle, das so genannte Littering, entlang von viel benutzten Strassen und Wegen machen den Bauernfamilien das Leben schwer. Sackweise müssen sie leere Getränke-, Essens- oder Zigarettenverpackungen zusammenlesen, bevor sie ihre Wiesen mähen oder ihre Felder ernten können. Das Einsammeln braucht Zeit und ist ein Kostenfaktor. Harte Fremdkörper, in Kulturen die als Tierfutter oder Einstreu genutzt werden, gefährden zudem die Tiergesundheit und machen die Maschinen kaputt.

Weil Littering auch im ländlichen Raum zunehmend zum Problem wird, startete der Schweizer Bauernverband (SBV) vor zwei Jahren in Zusammenarbeit mit der IG Saubere Umwelt (IGSU) eine Anti-Littering-Kampagne. Dazu gehörten verschiedene Instrumente zur Sensibilisierung: Verschiedene Tafeln, ein Plakat, eine Minibroschüre sowie ein Ausstellungselement. Die Landwirtschaft machte zudem jeweils am nationalen, von der IGSU organisierten Clean up-Day im September mit.

Schliesslich reichte der SBV-Direktor und Nationalrat Jacques Bourgeois eine parlamentarische Initiative ein, die eine nationale Gesetzesgrundlage für festgelegte Mindestbussen verlangte. Sein Ziel war es, damit das Unrechtbewusstsein bei den "Litterern" zu schärfen und Vergehen auch effektiv in der ganzen Schweiz möglichst büssen zu können. Der Vorstoss fand Unterstützung in beiden Parlamentskammern, so dass die Bundesämter für Umwelt und Justiz den Auftrag bekamen, einen Umsetzungsvorschlag auszuarbeiten.

Dieser geht heute in Vernehmlassung. Er sieht eine Anpassung des nationalen Umweltgesetzes vor, so dass das nicht korrekte Entsorgen von Alltagsabfällen als Zuwiderhandlung mit bis zu 300 Franken gebüsst werden kann. Der SBV hätte lieber noch höhere Bussen gehabt. Er versteht aber, dass die Verhältnismässigkeit zu anderen Gesetzesverstössen gewahrt sein muss. Dem SBV ist auch bewusst, dass Litteringsünder deswegen in Zukunft nicht systematisch gebüsst werden - wo kein Kläger auch kein Richter. Er ist aber überzeugt, dass die Gesetzesanpassung und die Bussen helfen, das Unrechtbewusstsein zu schärfen. Denn eine Verhaltensänderung gibt es nur, wenn sich auch die Einstellung ändert. Der SBV unterstützt die Vorlage deshalb und wird sich auch entsprechend einbringen.