Sonntag, 19. November 2017


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Neue Tropenhalle für die Gärten der Welt: Balinesischer Urwald wächst in Berlin

Glashülle mit GEWE-therm® flora stellt ideale Bedingungen für maximale Licht- und UV-Transmission sicher

Barsinghausen, (lifePR) - Berlin „sammelt“ seit 2000 die Gärten der Welt. Die mittlerweile auf zehn stattliche Exemplare angewachsene Sammlung bildet das Herzstück der Internationalen Gartenausstellung IGA Berlin 2017. Neben Klassikern aus China, England oder dem Orient und weiteren internationalen Gartenkabinetten aus Thailand, Chile, Brasilien und den Libanon erwarten die Besucher ungewöhnliche Themen wie ein Koreanischer Garten, ein Italienischer Renaissancegarten oder ein Christlicher Garten.

Auch die Insel Bali ist vertreten – dort kennt man allerdings keine Gartentradition im europäischen Sinne: Hinter den Häusern schließt üblicherweise unmittelbar der Urwald an. Genau diese Situation wurde 2003 mit einer kleinen Wohnanlage in der Tropenhalle aus den 1990er Jahren nachempfunden. Der Erfolg war so durchschlagend, dass die zunächst nur rund 500 m² große Halle für das wuchernde Grün zu klein wurde. In Vorbereitung der IGA entstand darum nach Plänen von Haas Architekten BDA, Berlin, eine mit 1.200 m² nicht nur größere, sondern vor allem mit 15 m auch deutlich höhere neue und komplett verglaste Tropenhalle für den Balinesischen Garten.

Mit der Erweiterung sollten der Heizwärmebedarf des konstant auf 28 °C zu temperierenden Kernbereichs reduziert und zugleich die Lichtbedingungen für die Pflanzen optimiert werden. Dies gelang mit einer vertikalen Verglasung von ca. 2.600 m² GEWE-therm® multi, eine Isolierverglasung aus Einscheibensicherheitsglas GEWE®-dur Weißglas mit Low-E Beschichtung. Das Weißglas kombiniert die für das Pflanzenwachstum wichtige maximale Lichttransmission mit einer ausgezeichneten Wärmedämmung (Ug = 1,1 W/m²K), wie sie an der Schnittstelle zwischen dem inneren Tropenklima und den nordalpinen (Winter-)Temperaturen auf der Außenseite unbedingt benötigt wird.

Noch anspruchsvoller waren die Anforderungen an die Verglasung im Dachbereich, die aufgrund der baurechtlichen Bestimmungen für den Überkopfbereich aus Verbundsicherheitsglas (VSG) bestehen mussten. Zum Einsatz kam auf rund 1.700 m² die Isolierverglasung GEWE-therm® flora, bestehend aus GEWE®-dur Weißglas in Kombination mit einem speziellen Verbundsicherheitsglas, dem GEWE®-safe flora. Dieses VSG bietet nicht nur eine hohe allgemeine Lichttransmission von 84 %, es lässt vor allem das ultraviolette Licht im gesamten natürlichen Spektrum der Sonnenstrahlung nahezu ungefiltert hindurch. Selbst die bei handelsüblichem VSG vollständig blockierte Strahlung zwischen 300 und 380 Nanometer steht dadurch für das Pflanzenwachstum zur Verfügung.

GEWE-therm® flora vereint nicht nur die sicherheitsrelevanten und hervorragenden lichtdurchlässigen Eigenschaften sondern lässt sich mit den gängigen Funktionen Wärme- und Sonnenschutz oder Schallschutz, je nach Anforderung, kombinieren.

Energiebedarf deutlich reduziert

Eine hohe Lichtausbeute ist gerade für architektonische Glaslösungen in Botanischen Gärten und Tierparks unverzichtbar und wird immer häufiger gefordert. Im Tropenhaus der Gärten der Welt reduziert die neue Isolierverglasung in Kombination mit der modernisierten Gebäudetechnik den Energiebedarf für die Heizung um mehr als den Faktor 10: von ca. 1000 kW/m²a auf im Mittel nur noch 80 kW/m²a.

Um die bereits erzielten Wachstumserfolge des balinesischen Urwalds in Berlin nicht zu gefährden, wurde die Erweiterung als Haus-in-Haus-Bauweise um das ursprüngliche Bauwerk herum errichtet. Die Pflanzen in der balinesischen Wohnanlage waren dadurch stets geschützt und mussten nicht umgesetzt werden. Der Neubau, der von den Experten der GTW Gewächshaustechnik Werder GmbH realisiert wurde, besteht aus einem 50 m langen Stahltragwerk, das mit nur einer Reihe Mittelstützen 40 m Breite überspannt und die Glasfassade als Sekundärkonstruktion trägt. Als Schutz gegen das Beschlagen der Scheiben griffen Haas Architekten auf eine bereits 2009 im eigenen Büro entwickelte Idee zurück: In sämtlichen tragenden Stahlprofilen zirkuliert 40°C warmes Wasser, das als Fassadenheizung Wärme in den Innenraum abstrahlt und zugleich die Glasinnenseite auch bei niedrigen Außentemperaturen von Kondenswasser frei hält.

Die Innovation stellt sicher, dass die hohe Licht- und speziell UV-Transmission von GEWE-therm® flora den Pflanzen jederzeit in vollem Umfang zur Verfügung steht. Nach Vollendung der erweiterten Tropenhalle und dem Rückbau der alten Konstruktion haben die Baumfarne und die auf vielen indonesischen Inseln als heilig geltenden Tempel- oder Pagodenbäume (Frangipani) jetzt ideale Bedingungen, um auch den neu hinzugekommenen Freiraum zu erobern. Die Besucher werden das in den kommenden Jahren beobachten können, denn die Sammlung der Gärten der Welt bleibt auch nach Abschluss der IGA Berlin 2017 geöffnet.

Objekt Tropenhalle Balinesischer Garten, Gärten der Welt – Internationale Gartenausstellung IGA Berlin 2017

Architekt Haas Architekten BDA, Berlin

Bauherr Grün Berlin GmbH

Konstruktion GTW Gewächshaustechnik Werder GmbH, Glindow

Glas GEWE-therm® multi, GEWE-therm® flora

Glaslieferant Schollglas GmbH Zweigniederlassung Glauchau Glauchau/D

 

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