Dienstag, 19. Juni 2018


  • Pressemitteilung BoxID 664167

Lösungen für hochwertiges Design bei ho-hen gesetzlichen Anforderungen

Türen im Hotel

Ampfing, (lifePR) - Gummibärchen am Kopfkissen und einen Apfel an der Rezeption – das bekommen Hotelgäste geschenkt. Wenn sie das Hotel mit diesen Give-aways verlassen, haben sie unzählige Türen passiert. Davon ist jede einzelne in der Regel sorgfältig durchdacht und mit diver-sen Schutzfunktionen ausgestattet. Ob in ästhetisch anspruchsvollem oder einfach klassischem Design – Hoteltüren mit unterschiedlichen Anforderungen müssen sich optisch nicht voneinander unterscheiden.

Robert Klinger, Objektberater der Schörghuber Spezialtüren KG

Für Gäste soll das Hotel wie eine Heimat auf Zeit sein. Architekten und Planer von Hotels wiederum sind in der Beherbergungsstättenverordnung (BStättV) zuhause. Denn sie ist die wichtigste Grundlage beim Planen von Hotels. Für Hoteltüren im Speziellen ist §7 relevant. Darin wird weitestgehend der Brand- und Rauchschutz detailliert beschrieben. Noch mehr Pflichten beim Planen von Hoteltüren verlangen weitere Verordnungen wie die Schallschutzrichtlinien nach DIN 4109 (Innentüren), Brandschutzverordnungen (DIN 4102, Teil 2) und Rauchschutzgesetze (DIN 18095). Fluchtwege, Feucht- und Nassräume müssen darüber hinaus ebenso in die Planung einbezogen werden wie auch Anforderungen an Barrierefreiheit, die den Regelungen der DIN 18024 unterliegt. Und damit nicht genug: Aufgrund der hohen Nutzerfrequenz sollte jede Hoteltür immer mit der Beanspruchungsklasse 4 (extrem) nach DIN EN 1192 gewählt werden.

Türen und Zargen im Hotel – ein Überblick

In Hotels können viele unterschiedliche Tür- und Zargenlösungen abgefragt werden. Dabei muss jeder Typus stets den jeweiligen Anforderungen einzelner Funktionen und Nutzungen nachkommen und den Designansprüchen gerecht werden. So ist es nicht unüblich, dass in einem einzigen Hotel viele verschiedene Türblatt- und Zargenvarianten zum Einsatz kommen. Ein Beispiel hierfür ist das Hotel „Das Tegernsee“ im gleichnamigen Ort. Hier wurden bei Erweiterungs- und Sanierungsmaßnahmen verschiedenste Türen verbaut: einflügelige Brand-, Rauch- und Schallschutztüren mit 70 mm Türdicke (Rw,P=42 dB), Holzfaltstockzarge und zusätzlicher Leibungsverkleidung sowie Rauchschutztüren (42 mm und 50 mm Türdicke) mit Holzfutterzarge. Zudem kamen Röhrenspantüren (42 mm Türdicke) mit Holzfutterzargen zum Einsatz. Als Oberfläche für das Türblatt wählten die Münchner Architekten Landau+Kindelbacher Eiche querfurniert, gebürstet.

Designverbund

Das Besondere an den verschiedenen Türblatt- und Zargen-Typen ist, dass es Möglichkeiten gibt, mit nur einem Design unterschiedlichen Anforderungen gerecht zu werden. Im sogenannten „Designverbund“ können nahezu alle Funktionen wie beispielsweise Brand-, Rauch- und Schallschutz sowie Einbruchhemmung in einem Design miteinander kombiniert werden. Wenn sich beispielsweise die Hotelzimmertür und die Tür zum Treppenhaus optisch nicht voneinander unterscheiden sollen, kann an der Zimmertür die Schallschutzfunktion und an der Flurtür die Brand- und Rauchschutzfunktion mit Fluchtwegeignung gewährt werden – ganz individuell, in gleichbleibendem Design.

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