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Pressemitteilung BoxID: 410753 (Saarländischer Rundfunk)
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Medienkunstpreis des Saarländischen Rundfunks 2013 geht an Claudia Brieske

(lifePR) (Saarbrücken, ) Der Medienkunstpreis des Saarländischen Rundfunks geht in diesem Jahr an die in Berlin lebende Künstlerin Claudia Brieske für ihr Werk "Körperschleusen (Liquid Souls)".

Die Installation wird im Rahmen der 10. Landeskunstausstellung "SaarART 2013" zur Zeit auf dem Gelände des Weltkulturerbes Völklinger Hütte, im sogenannten "Paradies", gezeigt. Der Saarländische Rundfunk ist Partner der "SaarART 2013".

Der Medienkunstpreis 2013 des Saarländischen Rundfunks wird am

Sonntag, 16. Juni, 14.00 Uhr, im "Paradies" des Weltkulturerbes Völklinger Hütte, in Völklingen,

verliehen. Der Weg zum "Paradies" ist ausgeschildert.

Claudia Brieske ist Absolventin der Kunsthochschule des Saarlandes und lebt in Berlin. Mit ihrer Kombination aus Videoprojektion und Industriesound - so die Begründung der Jury - gelang der Künstlerin in beispielhafter Weise, auf die einzigartige Atmosphäre des Völkinger Welt-Industriedenkmals einzugehen.

Mit dem im Jahr 1999 von SR 2 KulturRadio und dem SR-Fernsehmagazin "kulturspiegel" initiierten Medienkunstpreis will der Saarländische Rundfunk auf die Bedeutung der audiovisuellen Medien in Kunst und Gesellschaft hinweisen.

"Wir wollen Medienkünstler und Vermittler von Medienkunst fördern und in ihrer Arbeit bestärken. Es ist eindrucksvoll, wie Claudia Brieske sich in ihrer mit dem SR-Medienkunstpreis ausgezeichneten Arbeit am historischen Ort des Weltkulturerbe Völklinger Hütte mit der industriellen Geschichte unseres Landes auseinandersetzt", sagte der Intendant des Saarländischen Rundfunks, Professor Thomas Kleist.

Claudia Brieske studierte von 1991-1995 an der Hochschule für Bildende Künste Saar, wo sie auch von 2002-2011 als Dozentin und künstlerisch-wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig war.

Die Jury, zusammengesetzt aus Frank Johannsen (Hörfunkdirektor des Saarländischen Rundfunks und Programmchef von SR 2 KulturRadio) , Rainer Petto (ehemaliger Leiter des Magazins "kulturspiegel" im SR Fernsehen) sowie Rainer B. Schossig (Kunstkritiker aus Bremen) entschied sich für die aus zwei Videoprojektionen mit Klang und Großfotografien bestehende Arbeit mit folgender Begründung:

"Die Künstlerin hat auf dem Gelände der ehemaligen Kokerei im "Weltkulturerbe Völklinger Hütte" einen ausgezeichneten Platz ausgewählt; es gelingt ihr in beispielhafter Weise, auf die einzigartige Atmosphäre dieses Industriedenkmals einzugehen. Sie konfrontiert die abweisende Härte der historischen Bausubstanz konsequent mit den weichen Oberflächen lebender, atmender menschlicher Körper. Die schlichten, klar bewegten Schwarz-Weiß-Projektionen werden durch die verstörenden, brutal zupackenden Klänge des begleitenden Sounds im geheimnisvollen, bunkerartigen Dunkel des Raumes nicht nur illustriert, sondern scharf herausgearbeitet, bruchlos integriert und dabei geradezu schmerzhaft intensiviert. Zurück bleibt der beklemmende Eindruck verletzlicher, dabei selbstbewusst agierender Menschen, gefangen nicht nur in ihrem Körper, sondern auch im technischen Ambiente der Hütte. Mit überraschend einfachen Mitteln (stehende und bewegte Bilder, Klang und Raum) hat Claudi a Brieske ein überzeugendes, mythisch verdichtetes Kunstereignis gestaltet."

Der seit dem Jahr 2000 vergebene SR-Medienkunstpreis ist mit 4000 Euro dotiert. Ausgezeichnet wurden bisher Natalie Bewernitz , Klaudia Stoll und Jacqueline Wachall, Gast Bouschet, der Medienkunst-Kurator Rudolf Frieling , Gab Heller, die Galeristin Anita Beckers, "Die Redner" für ihre "JFK-Show", Su-Mei Tse, Imre Ostmann, Professor Christina Kubisch sowie 2011 das Luxemburger Video-Netzwerk "D'Konschtkescht". Seit 2009 wird der SR-Medienkunstpreis alle zwei Jahre vergeben.