Führungskräfteberater Dindorf: Hat die agile Verwaltung blinde Flecken?

(lifePR) ( Kaiserslautern, )
Höchste Zeit für Erneuerung lautet es in den letzten Jahren im öffentlichen Dienst. Dabei rückt das Organisationsmodell der agilen Verwaltung in den Mittelpunkt des Interesses. „Bei Beratungsgesprächen übersetzen Führungskräfte agile Verwaltung mit beweglich, flexibel und schnell“, so Rolf Dindorf.

Die agile Organisationsgestaltung in Behörden, Landesverwaltungen oder Bundesämtern ist keineswegs ein Selbstzweck. Sie ist die Antwort auf eine stetig komplexer werdende Umwelt. Corona, Digitalisierung, Wertewandel sowie demographischer Wandel führen im gleichzeitigen Auftreten zu einer komplexen Gemengelage. „Organisationen und Unternehmen im öffentlichen Sektor sind gezwungen beweglicher zu werden“, so der Führungskräfteberater aus Kaiserslautern.

Raus aus dem Elfenbeinturm agiler Verwaltungsgläubigkeit

„In der Begeisterung über das agile Arbeiten in der öffentlichen Verwaltung werden zahlreiche Punkte ausgeblendet, die entweder nicht in das Weltbild passen oder schlicht nicht auf dem Radarschirm der Propheten sind“, kritisiert Führungskräfteberater Rolf Dindorf.

Damit der öffentliche Dienst mehr Fahrt in Richtung agile Behörde aufnimmt sind folgende Punkte zwingend zu berücksichtigen:

1. Den universellen Plan zur Einführung der agilen Verwaltung gibt es nicht. Jede Landesverwaltung usw. hat ihre spezifische Ausgangslage. Auf deren Grundlage müssen die Weichen richtiggestellt und glasklar überlegt werden, wie eine agile Führung respektive Verwaltungsorganisation aussehen soll.

2. Damit die agile Verwaltung keine kurzlebige Mode in der öffentlichen Hand wird muss auch über unrealistische Erwartungshaltungen gesprochen werden.

3. Vom Stückwerk zur Strategie reift die Idee einer agilen Verwaltung nur, wer den Personalrat mitdenkt.

4. Vom Musterschüler zum Sorgenkind wandelt sich der Organisationsansatz agiles Arbeiten in der Kommunalverwaltung bei der unberücksichtigten politischen Verwaltungsspitze.

5. Wer über selbstorganisierte Teams oder Abbau von Hierarchie in der öffentlichen Verwaltung spricht muss konsequenterweise den Statusverlust von Führungskräften mitdenken.

6. Spannungsfelder des strategischen Personalmanagements: Was passiert mit Mitarbeitenden, die nicht mithalten können respektive nicht wollen?

7. Leo Trotzki sprach von der permanenten Revolution. Die Arbeitskultur der agilen Verwaltung zeichnet sich in Reinkultur durch ständige Innovation, Kreativität und Veränderung aus. Was bedeutet es, wenn Mitarbeitende in der Behörde bis 67 unter diesen Bedingungen von New Work arbeiten müssen?

„Natürlich lassen sich noch mehr Argumente finden die bei der agilen Führungs- und Arbeitskultur zu beachten sind“, so Dindorf. „Entscheidender ist aber die Ruder herumzureißen und mit einer ausgefeilten Strategie die Implementation einer agilen Organisation in der öffentlichen Verwaltung anzugehen.“
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