Proteste zur Jahreshauptversammlung der VW-Aktionäre

Bündnis kritisiert die Verantwortung von Volkswagen für die Klimakrise und den Abgasskandal

(lifePR) ( Berlin, )
Unter dem Slogan „Volkswagen tötet“ protestierten Aktivistinnen und Aktivisten heute zu Beginn der Jahreshauptversammlung der Volkswagen AG in Berlin. Ihre Die-in-Protestaktion richtete sich gegen die Mitschuld des Konzerns an der Klimakrise, den Abgasskandal und Kooperationen mit der faschistischen brasilianischen Regierung.

Symbolisch starben Menschen am „Tatort Klimazerstörung“ an Klimawandelfolgen und Feinstaubbelastung. Die meisten Protestierenden waren als Fahrradkorso vom Ernst-Reuter-Platz angereist. Aktive der Klima-Gruppen gegenstromberlin, Extinction Rebellion Berlin sowie Robin Wood Berlin organisierten die Protest-Aktion.

„Ob durch Meeresspiegelanstieg, Hurrikans oder Hitzewellen: Der Klimawandel zerstört das Leben von Millionen Menschen. Als führender Konzern im deutschen Autokartell ist VW schuldig daran, dass die Treibhausgase im Verkehrssektor steigen und die Klimakrise verschärft wird. Volkswagen tötet“, kommentiert die Aktivistin Christina Eichberger von gegenstromberlin. Laut einer Studie von Greenpeace müsste der Verkehrssektor bis zum Jahr 2035 CO2-frei sein, um das Pariser Klima-Abkommen einzuhalten. Dagegen sind die CO2-Emissionen im Verkehrssektor seit 1990 gestiegen, unter anderem aufgrund steigender Fahrzeugzahlen sowie größer und schwerer werdender Modelle.

Weiterhin kritisieren die Aktivist*innen die Machenschaften von Volkswagen beim Abgasskandal sowie das Komplettversagen der Aufsichtsbehörden. „An giftigen Autoabgasen sterben in Deutschland heute mehr Menschen als bei Autounfällen. Doch statt Filtern entwickelte VW lieber Betrugssoftware. Dass diese kriminellen Machenschaften bis heute weitgehend ungestraft bleiben, ist ein Skandal“, konstatiert Christina Eichberger. Im Zuge des Abgasskandals wurde aufgedeckt, dass im VW-Konzern systematisch Abgaswerte verschiedener Modelle manipuliert wurden. In Deutschland sterben jährlich mehr Menschen vorzeitig an vom Autoverkehr verursachter  Luftverschmutzung als bei Autounfällen.

Zusammen mit Vertreter*innen vom Dachverband der Kritischen Aktionäre wirft das Aktionsbündnis dem Volkswagen-Konzern eine Zusammenarbeit mit der faschistischen Regierung in Brasilien vor. „Präsident Jair Bolsonaro hat Indigenen, Umweltschützer*innen und Gewerkschafter*innen den Krieg erklärt – Profiteure sind VW & Co. Für solche Machenschaften wird Bolsonaro dann auch noch zum Liebling der Märkte gekürt“, erläutert Niklas Hove von den Kritischen Aktionären.

Pressekontakte vor Ort:
Tadzio Müller, gegenstromberlin, 0170 5333709 Christina Eichberger, gegenstromberlin: 0176 99395221 Julian Smaluhn, ROBIN WOOD, 0176 28566892
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