Dienstag, 26. September 2017


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Royal Institution of Chartered Surveors (RICS): Immobilienpreise in Zentral- und Osteuropa von Risikoaversion besonders betroffen

RICS veröffentlicht Global Property Survey für das vierte Quartal 2008 / Im Europäischen Vergleich werden in Deutschland geringere Auswirkungen auf Leerstand und Mietpreisniveau erwartet

Frankfurt am Main, (lifePR) - Die Royal Institution of Chartered Surveyors (RICS) stellt in dem heute veröffentlichten Global Property Survey für das vierte Quartal des vergangenen Jahres fest, dass sich der Wertverlust bei Gewerbeimmobilien aufgrund der Wirtschaftskrise - nach Westeuropa - nun besonders stark in Zentral- und Osteuropa bemerkbar macht.

Im vierten Quartal des vergangenen Jahres gingen die Preise für Gewerbeimmobilien laut RICS in allen Regionen zurück. Die stärksten Verluste wurden in Irland, der Slowakei und in Skandinavien verzeichnet. Zypern ist das einzige Land, das sich gegen den Trend stellen konnte. Hier gaben die Immobilienpreise nicht nach.

In Westeuropa gingen die Preise weiter zurück, insbesondere bei den Einzelhandels- und Industrieimmobilien wurden Preisreduzierungen verzeichnet. Diese fielen im vierten Quartal 2008 stärker aus als bei den Büroimmobilien.

Besonders stark betroffen waren die Märkte in Zentral- und Osteuropa, während sich in den Vorquartalen die Lage dort nicht so negativ dargestellt hatte. Wie in Westeuropa, kam es im vierten Quartal des Jahres 2008 in Zentral- und Osteuropa zu einem Einbruch. Die Vermietungsaktivitäten gingen deutlich zurück und die Sorge um die finanzielle Stabilität ganzer Volkswirtschaften führen zu weiterer Verunsicherung. Es wird mit abnehmender Bonität und entsprechenden Mietausfällen gerechnet. Dies hat zu einer massiven Beschleunigung der Wertverluste von Immobilien in allen drei gewerblichen Marktsektoren in dieser Region geführt.

Die erwartete Mietpreisentwicklung ist in allen Regionen der Welt nun negativ. Laut Global Property Survey wird mit weiter steigenden Leerständen und geringeren Umsätzen gerechnet. Besonders negativ sind die Zukunftsaussichten in Portugal, Spanien, Ungarn, Belgien und Großbritannien. Die Bundesrepublik bildet eine positive Ausnahme. Hier werden geringere Auswirkungen auf den Leerstand und das Mietpreisniveau erwartet.

Oliver Gilmartin, Chef-Ökonom der RICS kommentiert: "Der Abzug von Kapital aus mit höheren Risiko behafteten Märkten und der geringere Ölpreis haben die Zukunftsaussichten in Märkten wie Russland, den Vereinigten Arabischen Emiraten und der Ukraine stark negativ beeinflusst. Die Renditen in diesen so genannten Emerging Markets haben sich bereits deutlich angepasst, während die Aufmerksamkeit sich nun auf finanzielle Stabilität dieser Volkswirtschaften richtet.

Dies ist insbesondere in Zentral- und Osteuropa der Fall, wo die Furcht vor einer systemischen Bankenkrise in den vergangenen Wochen zugenommen hat. Aufgrund dessen wird es zu einer anhaltenden Preiskorrektur im Jahr 2009, insbesondere in dieser Region, führen."

RICS Deutschland

Die RICS - The Royal Institution of Chartered Surveyors - wurde 1868 in Großbritannien gegründet und erhielt 1881 die königliche Charta. Heute ist die RICS der weltweit führende Berufsverband für Immobilienfachleute, der mehr als 140.000 Mitglieder in über 120 Ländern rund um den Globus repräsentiert. Die RICS Deutschland, gegründet 1993 in Frankfurt am Main, nimmt unter den 17 kontinentaleuropäischen Nationalverbänden eine maßgebliche Stellung ein. Von ihren 1.600 Mitgliedern hat sich nahezu die Hälfte zum Chartered Surveyor qualifiziert. Dazu zählen viele der herausragenden Köpfe in der deutschen Immobilienwirtschaft. Zu den Aufgaben der RICS Deutschland gehören die Aus- und Fortbildung, die Förderung des Berufsstandes und die Wahrung von fachlichen und ethischen Standards.

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