Samstag, 21. Oktober 2017


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RICS Deutschland erstellt zum zweiten Mal europäische Nachhaltigkeitsstatistik

Professional Group Sustainability hat Daten der vier führenden europäischen Zertifizierer zusammengetragen / Trend zu Zertifizierung von Bestandsgebäuden in Europa

Frankfurt am Main, (lifePR) - Die Professional Group (PG) Sustainability der RICS Deutschland hat zum zweiten Mal eine europäische Nachhaltigkeitsstatistik erstellt, dafür Daten über die vier führenden Zertifikate DGNB, BREEAM, LEED und HQE zusammengetragen und diese heute im Rahmen der Consense 2012/World Green Building Council in Stuttgart veröffentlicht. Die europäische Nachhaltigkeitsstatistik wird einmal jährlich von der RICS aktualisiert, um die Entwicklung des Zertifizierungsmarktes sichtbar zu machen und dessen Transparenz zu erhöhen.

Neu in diesem Jahr ist die Erweiterung der Nachhaltigkeitsstatistik um Angaben zu Bestandszertifizierungen, die verstärkt in den Fokus rücken, da der Bestand bei den Bemühungen um die Erreichung der Klimaziele eindeutig die kritische Masse darstellt.

Die RICS kommt zu dem Ergebnis, dass die Zahl der Neubauzertifikate nach wie vor die Zahl der Bestandszertifikate in Europa übersteigt. Dies ist laut RICS auf verschiedene Gründe zurück zu führen. Im Neubau ist zum einen der Hebel der Einflussnahme auf das Ergebnis der Zertifizierung durch prozesssteuernde Maßnahmen um ein Vielfaches höher als im Bestand. Des Weiteren bevorzugen global agierende Großunternehmen insbesondere bei der Neubauanmietung Green Buildings und eine wachsende Anzahl von Anlegern investiert bevorzugt in zertifizierte Neubauten. Im Bestand gilt dies zurzeit noch in verringertem Maße. Internationale Konzerne, die bevorzugt grün mieten, gehen kaum in ältere Bestandsgebäude in Nebenlagen.

Zudem ist der Markt der Bestandszertifikate noch vergleichsweise jung: Alle Systeme sind zuerst mit Neubauzertifikaten an den Markt gekommen und haben erst vor wenigen Jahren mit der Entwicklung der Zertifizierungssystematik für Bestandsgebäude begonnen.

Die RICS geht allerdings von einem Trend zu einer verstärkten Zertifizierung von Bestandsgebäuden in Europa aus, wie dies auch in den USA der Fall ist, wo 2010 erstmals mehr Bestandsgebäude für eine Zertifizierung angemeldet wurden als Neubauvorhaben.

Rüdiger Hornung MRICS, Vorsitzender der PG Sustainability der RICS Deutschland: "Um das Thema Nachhaltigkeit in der Immobilienwirtschaft weiter voranzutreiben, ist es unumgänglich sich nicht nur mit Leuchtturmprojekten zu beschäftigen, sondern auch den breiten Immobilienbestand anzugehen. Diese Tendenz spiegelt sich deutlich in der Zertifizierungspraxis wieder, wie die aktuellen Zahlen nachdrücklich belegen."

Ursula Hartenberger, RICS Global Head of Sustainability, ergänzt: "Die Entwicklung hin zu einer stärkeren Fokussierung auf Zertifizierung des Immobilenbestands, die wir jetzt in den USA beobachten, setzt ein klares Zeichen dafür, dass potenzielle Risiken, wie überdurchschnittlich lange Leerstände und drohender Wertverlust durch Zertifizierung und gezielte Investitionen in nachhaltige Gebäude besser aufgefangen werden können. Vor dem Hintergrund der ehrgeizigen CO2- und Energieeinsparziele, die sich Europa für das Jahr 2020 gesetzt hat, ist zu hoffen, dass sich dieser Trend in den kommenden Jahren auch in Europa weiter durchsetzen wird."

RICS Deutschland

Die RICS - The Royal Institution of Chartered Surveyors - wurde 1868 in Großbritannien gegründet und erhielt 1881 die königliche Charta. Heute ist die RICS der weltweit führende Berufsverband für Immobilienfachleute, der über 100.000 qualifizierte Mitglieder in 146 Ländern rund um den Globus repräsentiert. Die RICS Deutschland, gegründet 1993 in Frankfurt am Main, nimmt unter den 18 kontinentaleuropäischen Nationalverbänden eine maßgebliche Stellung ein. Von ihren 2.500 Mitgliedern haben sich bislang mehr als 1.000 zum Chartered Surveyor qualifiziert. Dazu zählen viele der herausragenden Köpfe in der deutschen Immobilienwirtschaft. Zu den Aufgaben der RICS Deutschland gehören die Aus- und Fortbildung, die Förderung des Berufsstandes und die Wahrung von fachlichen und ethischen Standards.



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