Montag, 25. Juni 2018


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Studie des Julius-Kühn-Institutes zeigt: Landwirte spritzen sparsam

Es erfolgen immer weniger Pflanzenschutzmitteleinsätze, diese sind gezielt und maßvoll

Bonn, (lifePR) - Landwirte setzen Pflanzenschutzmittel maßvoll und gezielt nach dem Prinzip "so viel wie nötig und so wenig wie möglich" ein. Das ergab eine Studie des Julius-Kühn-Institutes (JKI), die bundesweit fünf Jahre lang Einsatz von Pflanzenschutzmitteln untersuchte. Der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) weist darauf hin, sei für die Landwirtschaft der verantwortungsvolle Einsatz von Pflanzenschutzmitteln besonders wichtig: Zum einen schützen diese Produktionsmittel das Verbraucherprodukt vor Pilzgiften, zum anderen sichern sie die Ernteerträge.

Die Landwirte wirtschaften nach RLV-Angaben unter freiem Himmel und sind daher immer wieder verschiedenen Unwettern und Dürren ausgesetzt. Mit Pflanzenschutzmitteln könnten sowohl das Qualitätsniveau der Produkte gesichert, als auch das Risiko für Ertragseinbußen gemindert werden, hebt der RLV hervor. Landwirte dürften Pflanzenschutzmittel nur anwenden, wenn dies nach strengen Zulassungsprüfungen durch staatliche Behörden erlaubt wurde. Die strengen Auflagen und die permanente Weiterentwicklung der Technik sowie Weiterbildung der Landwirte hätten maßgeblich zu dieser positiven Entwicklung beigetragen.

Eine 5-jährige Erhebung des Julius Kühn-Instituts, an der sich alle Bundesländer beteiligen, hilft die Diskussion um den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zu versachlichen. Seit der Etablierung des "Netzes Vergleichsbetriebe Pflanzenschutz" als wesentlicher Baustein des Nationalen Aktionsplans zur nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln (NAP) im Jahr 2007 wurden nach JKI-Angaben rund 45 000 Datensätze zur Anwendung von Pflanzenschutzmitteln in Hauptkulturen zusammengetragen und ausgewertet.

In dem Erhebungszeitraum konnte keine Zunahme der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln festgestellt werden. Die Ergebnisse zeigten, dass die Maßnahmen überwiegend gezielt und maßvoll erfolgten. Meist wird auf regionale Besonderheiten beim Auftreten von Pilzkrankheiten oder Insekten reagiert, also nicht pauschal gehandelt, so das JKI. Die Betriebe führten bis auf wenige Ausnahmen die Behandlungen mit Augenmaß durch und versuchten sogar Mittel einzusparen, indem sie nicht mit der vollen Aufwandmenge spritzen. Weitere Infos gibt es unter http://www.nap-pflanzenschutz.de.

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