Sonntag, 18. Februar 2018


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Reden statt schweigen!

Landvolk-Präsident Werner Hilse beim Erntedankempfang der Kreisbauernschaft Neuss-Mönchengladbach

Bonn, (lifePR) - Vertrauen und Akzeptanz für eine nachhaltig ausgerichtete, aber effiziente Landwirtschaft zu schaffen, die bald 9 Mrd. Menschen ernähren muss, wird weiterhin das erstrangige Ziel einer berufsständischen Öffentlichkeitsarbeit sein.

Darauf hat der Präsident des Niedersächsischen Landvolkes, Werner Hilse, am vergangenen Montag beim Erntedankempfang der Kreisbauernschaft Neuss-Mönchengladbach im Sinstedener Landwirtschaftsmuseum (Rommerskirchen, Rhein-Kreis Neuss) hingewiesen. "Für den Erfolg unserer Höfe ist die Anerkennung durch die Gesellschaft genauso wichtig wie die Ernteerträge auf dem Acker oder die Leistungen unserer Nutztiere", sagte Hilse.

Dabei machte er deutlich, dass viele Menschen heute jeglichen Bezug zur Landwirtschaft verloren hätten. Selbst elementare Zusammenhänge beim Ackerbau und in der Tierhaltung seien oft nicht mehr bekannt. Man könne diese Unkenntnis der Verbraucher beklagen, es dabei zu belassen, helfe aber in der Sache nicht weiter, so der Landwirt aus dem Kreis Lüchow-Dannenberg. Hilse hob hervor, dass "unsere Tierhaltung besser ist als das Bild, das viele Kritiker von ihr zeichnen".

Natürlich seien die Ställe und mit ihr die Tierbestände auf den landwirtschaftlichen Betrieben sehr viel größer geworden. "Wenn dies vielen Verbrauchern Angst macht, dann müssen wir verständlich machen, dass wir durchaus in der Lage sind, große Tierbestände tiergerecht mit moderner Technik betreuen zu können", so der Landvolk-Präsident. Dabei bleibe es wichtig, durchaus neue Erkenntnisse aufzunehmen und so weit wie möglich auch machbare Kompromisse mitzutragen.

Hilse forderte die anwesenden Bäuerinnen und Bauern auch auf, selbstbewusst aufzutreten und deutlich zu machen, dass in punkto Umweltschutz, Tierschutz oder Tiergesundheit kontinuierliche Verbesserungen erreicht wurden. "Die Einschätzung der praktischen Landwirte ist auch in der Politik gefragt, um machbare und praktikablere Änderungen auf den Weg zu bringen", betonte der Landvolk-Präsident. "Wer, wenn nicht wir, wird die drängenden Zukunftsfragen beantworten können."

Jeder sei gefordert, diese Fragen insbesondere mit Multiplikatoren, wie Lehrern und Pastoren, zu diskutieren. Nichts sei dabei überzeugender als Anschauungsunterricht vor Ort und nichts effektiver als der authentische, nachhaltig wirtschaftende Bauer. Nur durch eine intensive Diskussion könnten die von den Medien vielfach verbreiteten Zerrbilder korrigiert werden, so Hilse abschließend.

In ähnlicher Weise hatte sich bei seiner Begrüßung der Vorsitzende der Kreisbauernschaft, Wolfgang Wappenschmidt geäußert. Viele Bürgerinnen und Bürger im Lande würden den Landwirten vorwerfen, die Nutztiere nicht tierart- und tierschutzgerecht zu halten. "Umso mehr sind alle Tierhalter gefordert, das öffentliche Bild ihrer Tierhaltungsformen gerade zu rücken", sagte Wappenschmidt. Transparenz in den Haltungsformen, konzertierte Aktionen in der langfristig angelegten Öffentlichkeitsarbeit und eine schon bei der Jugend beginnende Aufklärung über Tierschutzansprüche und -wirklichkeit könnten Vorstellungen und Realität in Einklang bringen.

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