60 Jahre Rheinische Landjugend

RLV-Präsident Friedhelm Decker gratuliert Landjugendverband

(lifePR) ( Bonn, )
Die Landwirtschaft habe in keiner Phase des 19. Und 20. Jahrhunderts einen solchen außerordentlichen Strukturwandel erlebt wie in den vergangenen sechs Jahrzehnten. Dies habe natürlich auch Konsequenzen für die Arbeit der Verbände, die sich um die Menschen im ländlichen Raum bemühten.

Dies gelte dann auch und gerade für die Arbeit der Landjugendverbände. Das hat der Präsident des Rheinischen Landwirtschafts-Verbandes (RLV), Friedhelm Decker, anlässlich der Jubiläumsfeier zum 60-jährigen Bestehen der Rheinischen Landjugend e.V. (RLJ) vergangenen Samstag in Mülheim an der Ruhr betont. Decker wies darauf hin, dass sich die soziologische Struktur der Dörfer in den vergangenen 60 Jahren erheblich gewandelt habe. Die aktiven Bauern seien heute schon von der Zahl her eine Minderheit im Dorf. Auch in Zukunft würden angesichts der agrarpolitischen Rahmenbedingungen nicht wenige Landwirte ihre Höfe aufgeben beziehungsweise ihre Kinder sich für andere Berufe entscheiden, da sie als Bauern keine Perspektiven sähen.

Vor dem Hintergrund dieser strukturellen Entwicklungen hätten sich die Landjugendverbände - und so auch die RLJ - anderen Berufsgruppen geöffnet, hob Decker hervor. Mit den veränderten Mitgliederstrukturen hätten sich ebenfalls die Themen- und Bildungsinhalte in der Landjugendarbeit geändert. Allgemeinbildung, Persönlichkeitsbildung, Lehrfahrten und musisch-kreatives Tun seien in den Vordergrund der Landjugendarbeit gerückt.

Trotzdem habe gerade auch die Arbeit der RLJ deutliche Konturen auf der agrarpolitischen Ebene, betonte der RLV-Präsident. Das stehe in keinem Widerspruch zur Heterogenität der RLJ, sondern stärke das Verantwortungsgefühl aller Mitglieder für den Erhalt funktionstüchtiger ländlicher Räume mit einer intakten und flächendeckenden Landwirtschaft. Gerade in diesem Ziel sei die Rheinische Landjugend mit dem Rheinischen Landwirtschafts-Verband einig, wenn es auch im Laufe der Geschichte manchmal unterschiedliche Auffassungen über die Wege dorthin gegeben habe. Dass die RLJ und der RLV trotz einiger Generationskonflikte, die zwischen einem Alters- und einem Jugendverband eben auftreten, vertrauensvoll und eng zusammenarbeitete, dokumentiert nach Auffassung von Decker nicht zuletzt die Tatsache, dass sich viele der heutigen und ehemals ehrenamtlich Tätigen im Verband ihre ersten "Sporen" in der Landjugend verdient hätten.

Der RLV-Präsident machte deutlich, dass die Zukunft der Landwirtschaft und der Gesellschaft auf dem Land von kompetenten Frauen und Männern gestaltet werden müsse, die bereit seien, Verantwortung und Aufgaben für die Gemeinschaft zu übernehmen. Gerade dazu könne die Arbeit der Landjugend beste Hilfen zu Persönlichkeitsbildung geben.
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