Mittwoch, 20. September 2017


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Salzeinleitung in den Rhein

Schritt in die richtige Richtung

Karlsruhe, (lifePR) - Als großen Schritt in die richtige Richtung bezeichnete Verbandsdirektor Gerd Hager die Empfehlung des Comité de Bassin Rhin-Meuse, den Bau einer Pipeline zur Salzentsorgung nicht weiter zu verfolgen. Diese Information über die Sitzung des Comité veröffentlichte der Wasserverband (Agence de l'eau Rhin-Meuse) auf seiner Internetseite (www.eau-rhin-meuse.fr). Durch die Pipeline sollten Produktionsrückstände aus der Sodaherstellung von Lothringen in den Rhein bei Gambsheim eingeleitet werden. Vorgesehen war ein Jahresvolumen von circa einer Million Tonnen. Der Regionalverband hat sich mehrfach gegen den Leitungsbau positioniert, zuletzt in der Sitzung des Planungsausschusses am 24.06.2015.

Gegen diese Lösungsvariante sprechen laut dem Sitzungsprotokoll des Comité de Bassin ein schlechtes Kosten-Nutzen-Verhältnis und die mangelnde gesellschaftliche Akzeptanz für das Projekt. Zudem erhielt die Arbeitsgruppe "Chloride" vom Comité den Auftrag, nach alternativen Lösungen zur Reduzierung der Chloridbelastung zu suchen. Ihre Vorschläge sollen im Rahmen einer Aktualisierung in den Gewässerentwicklungsplan Rhin-Meuse (SDAGE, Richtlinie zur Bewirtschaftung und Verwaltung der Gewässer) einfließen. Am 13.10.2015 möchte der Wasserverband einen Gesamtbeschluss über die Fortschreibung des SDAGE treffen.

Das Comité des Wasserverbandes Rhein-Maas (Comité de Bassin Rhin-Meuse) fasste die Beschlüsse in seiner Sitzung am 3.07.2015. Dem emium gehören rund einhundert Vertreter französischer Gebietskörperschaften, der Wasserwirtschaft und des Staates an. Der Wasserverband prüfte die Möglichkeit einer Einleitung von salzbelastetem Wasser via Pipeline in den Rhein, um die Wasserqualität der Mosel und der Meurthe zu verbessern. Die Gewässer werden durch den Abbau von Steinsalzvorkommen südöstlich von Nancy erheblich belastet. Jährlich leiten die Unternehmen Solvay in Dombasle und Novacarb in Laneuvevilledevant-Nancy knapp eine Million Tonnen Calciumchlorid in die Meurthe ein. Das Calciumchlorid entsteht bei der Produktion von Soda. Die europäische Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) hat eine Verbesserung der Qualität der Fließgewässer zum Ziel. Diesem Ziel ist auch der Bewirtschaftungsplan (SDAGE) des Flussgebiets Rhein-Maas verpflichtet. "Wir sind gespannt, welche Lösungen die Arbeitsgruppe Chloride vorlegen wird und werden den Prozess weiterhin mit großem Interesse begleiten", so Gerd Hager.

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