Die Grabflüchter

Album No. 1

(lifePR) ( Berlin, )
"There Ain't No Age For Rock 'n' Roll" sangen The Veterans 1979 prophetisch. Ein Zitat, das sich auch noch dreißig Jahre danach in Stein meißeln ließe, weil es in Zeiten demographischen Wandels hin zur überalterten Gesellschaft der westlichen Industrieländer mehr denn je Gültigkeit besitzt. Längst haben Rock und Pop die engen Grenzen limitierter Jugendlichkeit aus der Sturm- und Drangphase überwunden.

Hochkarätige wie noch immer aktive Veteranen vom Schlage eines David Bowie, Bob Dylan, Deep Purple, Santana, Foreigner, Supertramp, Golden Earring oder Rolling Stones begeistern weltweit generationenübergreifend ein Millionenpublikum. Selbst hierzulande setzt sich der Pop - und Rockolymp aus lauter an Jahrzehnten erfahrenen Künstler zusammen: Udo Lindenberg, Scorpions, Peter Maffay, Udo Jürgens, Herbert Grönemeyer und Marius Müller-Westernhagen haben das angebliche werberelevante Zielgruppenalter mit oberem Limit von 49 Jahren längst schon überschritten.

Langsam dämmert es auch Deutschland, das sich stets ein wenig schwer tut in Sachen Innovation, was anderswo schon seit langem praktiziert wird: Alter vor Jugend. Soziologen fanden schon vor langer Zeit heraus wie viele Vorteile das große Stück Lebenserfahrung besitzt, das Ältere mit sich bringen. Passend zum gegenwärtigen Trend lief im ZDF mit großem Erfolg erstmals eine Serie, die explizit das Leben um die 50 und später thematisiert: "Klimawechsel".

Da verwundert es keineswegs, dass 2009 auch der Startschuss fiel für eine Formation mit Musikern, die sichtbar in die Jahre gekommen sind, deren Songs allerdings deutlich hörbar zeitlos klingen. "Die Grabflüchter" sind der lebende Beweis, das der demographische Wandel auch jenseits von Zahlenstatistiken und Arbeitsämtern funktioniert. Eine Band, die erst zusammen fand, als die einzelnen Mitglieder am Übergang zum Klimawechsel standen und die Reife besaßen, sich vom hormongesteuerten Dasein jüngerer Generationen selbstbewusst abzuheben.

Die Frage, was denn eigentlich ein Grabflüchter ist, wird vielen auf der Zunge liegen. Beim bösen Buben der deutschen Nation, dem Kabarettisten Ingo Appelt, sind "Grabflüchter" solche Menschen, "die trotz ausufernder Rentenbezüge immer noch nicht den Löffel abgeben wollen". Das Internet schlägt in dieselbe Kerbe und definiert beim Googeln aufschlussreich: "Ein Rentner, der zu faul zum Sterben ist".

Wohl mit einem guten Schuss britischem Humor hat Chris Rahn, Gründer und kreativer Kopf, explizit diesen Namen gewählt und möglicherweise dabei Jethro Tulls Hymne "Too Old To Rock 'N' Roll, Too Young To Die" im Sinn gehabt. Schließlich zählt auch er schon 53 Lenze, ist in die Jahre gekommen, aber eben noch lange nicht tot. Ganz im Gegenteil - er hat noch nicht alles gesagt und gesungen, was ihm auf der Seele liegt und lastet. Über Rentenbezüge und die neuerdings zu zahlende Steuer muss an dieser Stelle allerdings nun nicht spekuliert werden.

Optimal zugeschnitten auf Sänger und Pianist Chris Rahn sind "Die Grabflüchter". Zeichnet Rahn doch für Konzept, Musik und Texte in Personalunion verantwortlich und steht auch als exotisch schillernder Frontmann im Rampenlicht. Für die begleitende Klänge sorgen mit solidem Handwerk aus langjähriger Bühnenerfahrung Christiane Sattler an den Keyboards, Bettina Henrich am Schlagzeug, Ray Gee am Bass und Peter Wetzel an der Gitarre. Ein Ensemble mit dem Chris Rahn es wagt, sich kopfüber in eine neue Phase der Entwicklung zu stürzen.

Schließlich hat Chris Rahn ein erfolgreiches wie bewegtes Berufsleben absolviert, das vom Veterinär über den Marketingcrack und Manager bis hin zum Geschäftsführer reicht. Mal als Festangestellter und mal als Selbständiger. 2009 hat er seine erfolgreiche Karriere an den Nagel gehängt, um sich fortan als Singer/Songwriter einen Namen zu machen. Erste Meriten als Musiker verdiente sich der ausgebildete Tierarzt, Wirtschaftsingenieur und Graduate der Harvard Business School schon 1986. Da nahm er mit einer Filmmusik für "Das Missverständnis" (Regie Carlo Rola, Hauptdarstellerin Iris Berben) am Berlinale Wettbewerb teil. Es sind also die Gegensätze, die Chris Rahns Leben ausmachen, ihn bewegen und ihm eine geradezu fidele Kraft verleihen.

Gegensätze gibt es nicht nur im Verhältnis des Namens zur Band oder in Chris Rahns Vita. Auch in den harmoniegetriebenen Rocksongs sind Gegensätze hörbar: So finden mitunter sehr entspannte und sanfte Pianoklänge ihren Schlusspunkt in sehr lebhaftem und erstklassigem Hardrock. Von angestaubten Klangbildern keine Spur. Da kommt ein hämmernder Rhythmus der Raum für Streicherklänge schafft. Und dann gibt es wieder ein leises Singen der Instrumente, die zarte Melodiebögen weben. Gegensätze eben.

Die durchweg sehr poetischen Lyrics tendieren bisweilen zum Skurrilen und Surrealen. Wie etwa "A Hen's Prayer", das von der Henne in einer Legebatterie erzählt, die angesichts ihres dürftigen Lebens um Mitleid bittet und gern sterben möchte. Oder "Anna's Dream" um die späte Sehnsucht des flügge werdenden Mädchens nach seiner Puppe, die es weggeworfen hat. Nicht zuletzt stimmt "The Battlefield" nachdenklich. Es handelt von einem Soldaten, der stolz los zog und das Grauen erleben musste, bevor er sein Leben ließ.

Elf solcher Songperlen zieren nun das Album "No. 1" mit dem sich "Die Grabflüchter" der Öffentlichkeit vorstellen. Produziert wurde das rundum stimmige Werk von keinem Geringeren als Stevie B-Zet. Der Keyboarder und Produzent verdiente seine ersten erfolgreichen Sporen mit elektronischer Musik in der "Schallbau" Schmiede. Vor allem mit dem Projekt "Astral Pilot", für das er mit Technopapst Sven Väth zusammenarbeitete. Er erweiterte sein musikalisches Spektrum jedoch schnell und produzierte den Megaseller von Schmusesong "Bilder von dir" des Mannheimer Soulund Pop-Sängers Laith Al-Deen.

Dem geneigten Rock- und Popfan bescheren "Die Grabflüchter" Erlebnishören erster Güte!

Die Grabflüchter

"Album No. 1"

It's Life 04:06
Secret Of Love 03:33
The Volcano 06:41
A Hen's Prayer 04:45
The City Speaks 04:28
It Will Always Go On 03:48
The Battlefield 05:08
Voyage To The Empire Of The Dead 14:19
- Part I (Illusions) 04:26
- Part II (The Voyage) 03:01
- Part III (In The Empire) 06:52
The Ghetto 06:07
Anna Dreams 03:39
Dance Of The Pixies 05:33
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