Freitag, 27. April 2018


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Irrtümer im Arbeitsrecht - dreiteilige Serie

Teil 2: Recht auf Wunschurlaub

München, (lifePR) - Gesetzliche Regelungen, tarifliche Bestimmungen und Betriebsvereinbarungen – das Arbeitsrecht ist für Arbeitnehmer nicht immer leicht zu durchschauen. So halten sich mitunter hartnäckig manche Irrtümer über die Pflichten von Arbeitgebern und die Rechte von Angestellten. Dr. Martin Kupka und Atilla Graf von Stillfried von der Münchner Kanzlei Rechtsanwälte Kupka & Stillfried bringen Licht in gängige Streitfragen – und klären im zweiten Teil unserer aktuellen Serie auf zum Thema Urlaub.

Müssen Arbeitgeber den Urlaubswünschen ihrer Mitarbeiter stattgeben?

Arbeitnehmer haben ein Recht auf Urlaub – allerdings nicht, wann immer sie möchten. „1948 erklärten die Vereinten Nationen den Anspruch auf Erholung und Freizeit zum allgemeinen Menschenrecht. In Deutschland sicherte das 1963 in Kraft getretene Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) jedem Arbeitnehmer in jedem Kalenderjahr Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub“, erläutert Martin Kupka, Fachanwalt für Arbeitsrecht in München. Bei einer Fünf-Tage-Woche sind das 20 Tage im Jahr. Häufig stockt der Arbeitgeber diesen gesetzlichen Mindesturlaub noch auf. In speziellen Branchen wie dem Baugewerbe gelten Zusatzregelungen, die in den Tarifverträgen festgehalten sind.

Doch nicht jeder Urlaub muss genehmigt werden. „Grundsätzlich ist der Arbeitgeber dazu verpflichtet, die Urlaubswünsche seiner Arbeitnehmer zu berücksichtigen. Er kann jedoch auch Anträge ablehnen, wenn betriebliche Gründe vorliegen oder die Urlaubszeiten der Kollegen dagegen sprechen“, erklärt der Münchner Arbeitsrechtler Martin Kupka. Möchten viele Beschäftigte im gleichen Zeitraum Urlaub nehmen, muss der Arbeitgeber unter Berücksichtigung sozialer Faktoren abwägen: Wer Kinder hat, die unter 14 Jahre alt sind oder der generellen Schulpflicht unterliegen, wird während der Schulferien eher Urlaub bekommen als seine kinderlosen Kollegen. Außerdem hat jeder Arbeitnehmer ein Recht darauf, mindestens zwölf Tage am Stück Urlaub zu nehmen. Ein Recht auf Selbstbeurlaubung gibt es aber nicht. Wenn ein Arbeitnehmer meint, sein Urlaub sei zu Unrecht abgelehnt worden, muss er das erst von einem Gericht feststellen lassen.

Weitere Informationen unter www.kupka-stillfried.de.

Rechtsanwälte Kupka & Stillfried

Die Anwaltskanzlei Kupka & Stillfried im Münchner Süden vertritt seit über zehn Jahren Mandanten im Arbeits- und Strafrecht. Im Arbeitsrecht vertreten Herr Dr. Kupka und Graf von Stillfried als Fachanwälte für Arbeitsrecht beide Seiten: Sowohl Arbeitnehmer und Betriebsräte als auch Arbeitgeber zählen zu ihren Mandanten. Zu den Schwerpunkten der Kanzlei gehören hier unter anderem die Bereiche Aufhebungsvertrag und Kündigung. Herr Dr. Kupka bringt als ehemaliger Personaler und Leiter der Rechtsabteilung eines großen Konzerns auch Erfahrung im internationalen Bereich mit. Daneben bietet Rechtsanwalt von Stillfried klassische Strafverteidigung: Er vertritt seine Mandanten vor Gericht und berät in allen Fragen des Strafrechts.

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